Krakau und Breslau – zwei historische Metropolen als Brücken zwischen West und Ost

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Anmeldungen bitte schriftlich, Formular-Download links

Sa., 11.5. – Do., 16.5.2019

Kursnummer Q203800
Dozenten Dr. Volker Mohn
Thomas Huth
Datum Sa., 11.5. – Do., 16.5.2019
Gebühr 1.059,00 EUR im DZ (EZ-Zuschlag: 180 EUR)
Ort Krakau und Breslau

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Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt
Krakau, die Magische, zählt unstrittig zu den schönsten historischen Metropolen Europas. Die großzügigen Plätze, der Königspalast Wawel und die ungestörten Zeilen alter Bürgerhäuser bilden ein Ensemble, das die UNESCO für würdig befand, in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen zu werden. Vielleicht war es das Glück Krakaus, von Warschau als Hauptstadt abgelöst zu werden – so konnte die Stadt ihr Gesicht ohne die Entstellungen eines übertriebenen Wachstums, wie sie für das 19. und 20. Jahrhundert nicht untypisch sind, bewahren. Krakau ist aber mehr als schöne Kulisse. Es ist auch eine Stadt, in der Licht- und Schattenzeiten in der Geschichte europäischen Zusammenlebens geradezu exemplarisch erlebbar sind. All dies macht die alte Stadt mit ihren überdurchschnittlich vielen jungen Bewohnern zu einem lohnenswerten Reiseziel, das wir vom 11.-16. Mai 2019 zusammen mit der schlesischen Metropole Breslau (Wroclaw) besuchen wollen.
Bei dieser sechstägigen Reise wird Breslau nicht nur die Stadt der Zwischenübernachtung, sondern auch ein wichtiger Erlebnisort von Geschichte und Kunst sein. Die Stadt mit ihrer jahrhundertelangen deutschen Tradition zählt heute zu den innovativsten polnischen Zentren und glänzt durch einen liebevoll gepflegten historischen Stadtkern. Neben dem Ring und dem prächtigen Rathaus werden wir den Dom, die Jahrhunderthalle und den großartigen Barocksaal des historischen Universitätsgebäudes sehen.
Das Hauptaugenmerk der Reise liegt natürlich auf Krakau, dem eigentlichen Ziel der Fahrt. Dort sind neben hoher Kunst wie dem berühmten Veit-Stoss-Altar in der Marienkirche, dem Wawel oder dem Ring mit den Tuchhallen auch die Zeugnisse von Geschichte und Zeitgeschichte ein wichtiges Thema. So besuchen wir Kazimierz, einst eine der wichtigsten Städte des europäischen Judentums, sehen die Drehorte des Films „Schindlers Liste“ und werden in den Genuss eines Klezmer-Konzerts kommen. Außerdem steht das „Geschenk des russischen Volkes an Polen“, die Arbeiter- und Stahlstadt Nowa Huta, auf dem Programm. Unter Leitung eines Bewohners werden wir in den Alltag dieser sozialistischen Musterstadt eintauchen – ein größerer Kontrast zur Residenz- und Bürgerstadt Krakau ist kaum denkbar! Und wenn wir schon beim Thema Arbeit sind: eines der ältesten Salzbergwerke der Welt, Wieliczka, steht auch auf unserem Programm. Diese weitere Weltkulturerbestätte fasziniert nicht nur durch die Welt der Kristalle und Gesteine, sie bietet mit zahlreichen unterirdischen Kirchen, Hallen und Skulpturen auch einen künstlerischen Genuss.

ABLAUF DER REISE (Änderungen vorbehalten):

Samstag, 11.5.2019:
Von Bad Homburg geht es auf direktem Wege über Erfurt und Dresden nach Breslau. In der niederschlesischen Metropole angekommen, lernen wir bei einem Stadtrundgang die Altstadt rund um das Rathaus und die Dominsel kennen.

Sonntag, 12.5.2019:
Bevor wir uns wieder auf den Weg machen, besuchen wir in Breslau noch die berühmte Aula Leopoldina, den prächtigen Barocksaal der Universität.
Auf der Strecke nach Krakau legen wir noch einen Halt in Sankt Annaberg ein. Der einstige Vulkankegel wird von der bedeutendsten Wallfahrtsstätte Oberschlesiens bekrönt und erhielt in den Auseinandersetzungen um die Zugehörigkeit zu Polen oder dem Deutschen Reich nach dem Ersten Weltkrieg eine große Bedeutung.
Über das oberschlesische Kohlerevier geht es dann weiter nach Krakau, wo wir einen ersten Orientierungsspaziergang unternehmen werden und dabei die für Krakau typischen „Bajgel“ und „Krakauer“ essen.

Montag, 13.5.2019:
Das historische Krakau, Polens „heimliche Hauptstadt“, ist heute unser Thema. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum, die Marienkirche mit Veit Stoss‘ berühmten Marientodaltar, die Tuchhallen und den Wawel, das einstige Machtzentrum der polnischen Könige, die Franziskanerkirche mit ihrer höchst ungewöhnliche Jugendstilausmalung und natürlich das sehenswerte Stadtbild, das Eingang in die Welterbeliste der UNESCO gefunden hat.
Am Spätnachmittag geht es dann in die einst selbständige Stadt Kazimierz. Kurz vor 1500 ließ der polnische König nach Pogromen in Krakau die Juden in diese Stadt umsiedeln, womit die Tradition einer der größten Judengemeinden Polens beginnt. Neben der jüdischen Kultur des Stadtteils interessieren uns natürlich auch die Drehorte des Filmes „Schindlers Liste“.
Abends erleben wir hier auch ein Klezmer-Konzert.

Dienstag, 14.5.2019:
Wer Krakau besucht, „verirrt“ sich nur selten nach Nowa Huta. Der mehr als 200.000 Einwohner zählende Stadtteil wurde 1949 als Teil eines Eisenhütten-Kombinats gegründet und sollte eine Musterstadt des sozialistischen Aufbruchs werden. Das ungewöhnliche Stadtbild lehnt sich von der Planungsidee her an die barocken Planstädte des französischen Absolutismus an, nur dass nun Arbeiter in den „Palästen“ residieren sollten und nicht der Adel.
Wir werden mit einem Dozenten der Universität Krakau, der selbst schon lange Jahre in Nowa Huta wohnt, Licht- und Schattenseiten des beeindruckenden Viertels kennenlernen.
Wenn wir schon beim Thema Arbeit sind: ein Besuch des Salzbergwerks Wieliczka sollte nicht fehlen. Im 13. Jahrhundert begann dort der Abbau des Salzes. 1993 wurde die Tätigkeit eingestellt – so kann man nun große Teil dieses vielleicht faszinierendsten Bergwerks der Welt besuchen und erlebt unterirdisch nicht nur Bergwerksschächte, sondern Seelandschaften, ganze Kirchen und zahlreiche Skulpturen. Wem dieser Teil unserer Tour zu anstrengend erscheint, kann den Rest des Tages in Krakau verbringen.

Mittwoch, 15.5.2019:
Wir begeben uns nun schon wieder auf die Rückreise, die wir wieder in Breslau unterbrechen werden. Dort lassen wir uns von der sensationellen Raumwirkung der Jahrhunderthalle beeindrucken und werfen noch einen Blick auf den alten jüdischen Friedhof mit seinen ungewöhnlich prächtigen Grabdenkmälern und Mausoleen.

Donnerstag, 16.5.2019:
Den Rückweg nach Bad Homburg werden wir für einen kurzen Rundgang durch das historische Zentrum von Görlitz unterbrechen. Eine so schöne, ursprünglich schlesische Stadt kann man nicht links liegen lassen.


Termin: 11. – 16. 5. 2019

Leistungen:
* Fahrt im modernen Reisebus der Firma Dürrnagel (Uettingen)
* 2 mal Übernachtung und Frühstücksbüfett im zentral gelegenen
****Hotel Park Plaza in Breslau
* 3 mal Übernachtung und Frühstücksbüfett im zentral gelegenen
***+Hotel Best Western Plus Old Town in Krakau
* 2 mal Abendessen als 3-Gang-Menü oder Büfett
* 3-Gang-Menü in einem jüdischen Restaurant
* Klezmer-Konzert in Kazimierz
* Durchgängige Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Thomas Huth
* Örtliche Reiseleitungen und Führungen in den Objekten in Breslau und Krakau
* Eintritte: Leopoldina, Jahrhunderthalle, Jüdischer Friedhof in Breslau, Marienkirche, Krakau, Wawel in Krakau, Schindlers Emaillierwerke
* Lokale Führung in Schindlers Emaillierwerken und im Wawel
* Lokale Führung in Nowa Huta
* Bajgel und Krakauer als Imbiss in Krakau

Preis pro Person im Doppelzimmer: 1.059 €
Einzelzimmerzuschlag: 180 €
19–26 Teilnehmer

Der Besuch des Salzbergwerks Wieliczka ist optional und kostet 24 € pro Person.
Der Rundgang im Salzbergwerk dauert 2,5 Stunden und ist nicht barrierefrei.

Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars.

Reiseversicherungen müssen ggf. selbst abgeschlossen werden. Reiserücktrittsversicherung (Stornokosten und Reiseabbruch) über rundum kultur buchbar.

Dr. Volker Mohn Dozent

- 1999–2005: Studium der Neueren Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Literaturwissenschaften in Düsseldorf.

Kurstermine

# Datum Uhrzeit
1. Sa., 11.05.2019 00:01–23:59 Uhr
2. So., 12.05.2019 00:01–23:59 Uhr
3. Mo., 13.05.2019 00:01–23:59 Uhr
4. Di., 14.05.2019 00:01–23:59 Uhr
5. Mi., 15.05.2019 00:01–23:59 Uhr
6. Do., 16.05.2019 00:01–23:59 Uhr

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