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Archäologie und künstliche Intelligenz – Möglichkeiten und Grenzen (Hybridveranstaltung)

Zwei Sondengänger entdeckten im Mai 2012 auf der Insel Jersey einen riesigen Schatz. Mit fast 70.000 Münzen und weiteren Gegenständen ist er bis heute der größte Fund keltischer Geldstücke. Um alle diese Münzen zu untersuchen, zu erfassen und einzuordnen, braucht ein Münzexperte rund 150 Jahre. So jedenfalls schätzt es der Forscher, der aktuell an einer so genannten Stempelanalyse des Schatzes arbeitet.
Kann künstliche Intelligenz (KI) diese Aufgabe beschleunigen? Der Informatiker Karsten Tolle hat sich mit der Frage befasst und gemeinsam mit Kolleg*innen verschiedene Methoden der KI daraufhin analysiert, wie sie archäologische Forschung unterstützen können. Ihr Erfolg hängt zum einen vom Zustand des untersuchten Materials ab, zum anderen davon, ob für eine solche Aufgabe genügend und gutes Trainingsmaterial vorliegt.
In seinem Vortrag stellt Karsten Tolle verschiedene Beispiele für KI-Anwendungen vor und erläutert die grundlegenden Funktionsweisen von mehrschichtigen neuronalen Netzen (Deep Learning). Er zeigt, was heute schon möglich ist und welche Probleme noch bestehen. Insbesondere hat es sich als schwierig erwiesen, die Entscheidungsgrundlagen der KI zu verstehen. Es lässt sich nur schwer erklären, wieso ein neuronales Netz eine bestimmte Antwort auf eine Frage gibt. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Akzeptanz und den Nutzen von KI-Systemen – nicht nur in der Archäologie.
Dr. Karsten Tolle ist Direktor des Big Data Lab der Goethe-Universität Frankfurt. Er setzt sich mit dem Trustworthy AI Lab für einen bewussten Umgang mit künstlicher Intelligenz ein und ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Im Jahr 2016 gewann er den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre.
Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg.
Die Veranstaltung wird zeitgleich online übertragen. Sie können von zu Hause aus via Zoom an ihr teilnehmen.

Archäologie und künstliche Intelligenz – Möglichkeiten und Grenzen (Hybridveranstaltung)

Zwei Sondengänger entdeckten im Mai 2012 auf der Insel Jersey einen riesigen Schatz. Mit fast 70.000 Münzen und weiteren Gegenständen ist er bis heute der größte Fund keltischer Geldstücke. Um alle diese Münzen zu untersuchen, zu erfassen und einzuordnen, braucht ein Münzexperte rund 150 Jahre. So jedenfalls schätzt es der Forscher, der aktuell an einer so genannten Stempelanalyse des Schatzes arbeitet.
Kann künstliche Intelligenz (KI) diese Aufgabe beschleunigen? Der Informatiker Karsten Tolle hat sich mit der Frage befasst und gemeinsam mit Kolleg*innen verschiedene Methoden der KI daraufhin analysiert, wie sie archäologische Forschung unterstützen können. Ihr Erfolg hängt zum einen vom Zustand des untersuchten Materials ab, zum anderen davon, ob für eine solche Aufgabe genügend und gutes Trainingsmaterial vorliegt.
In seinem Vortrag stellt Karsten Tolle verschiedene Beispiele für KI-Anwendungen vor und erläutert die grundlegenden Funktionsweisen von mehrschichtigen neuronalen Netzen (Deep Learning). Er zeigt, was heute schon möglich ist und welche Probleme noch bestehen. Insbesondere hat es sich als schwierig erwiesen, die Entscheidungsgrundlagen der KI zu verstehen. Es lässt sich nur schwer erklären, wieso ein neuronales Netz eine bestimmte Antwort auf eine Frage gibt. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Akzeptanz und den Nutzen von KI-Systemen – nicht nur in der Archäologie.
Dr. Karsten Tolle ist Direktor des Big Data Lab der Goethe-Universität Frankfurt. Er setzt sich mit dem Trustworthy AI Lab für einen bewussten Umgang mit künstlicher Intelligenz ein und ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Im Jahr 2016 gewann er den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre.
Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg.
Die Veranstaltung wird zeitgleich online übertragen. Sie können von zu Hause aus via Zoom an ihr teilnehmen.
18.04.24 13:35:09