Der Geologische Arbeitskreis trifft sich regelmäßig zu Vorträgen mit Themen zur Geologie, Mineralogie, Paläontologie und angrenzenden Feldern. Weitere Kursteilnehmende sind herzlich willkommen. Vorträge: Mo., 24.8.: Matthias Stappel – „Bergbau in Wehrheim“ Mo., 21.9.: Jan Wacker – „William Smith - Vater der britischen Geologie?!“ Mo., 19.10.: Michael Domnick – „Kaliforniens Pazifikküste : von den Baumriesen der Sierra Nevada zum Death Valley“ Mo., 23.11.: Luk Landau – „Riffe der Erdgeschichte mit Einblicken in die aktuelle Forschung“ Für Teilnehmende einzelner Vorträge beträgt der Eintritt 10,00 Euro pro Veranstaltung.
Sie lesen gerne Romane und moderne Belletristik? Lesen ist Ihr Hobby? Sie würden gerne mit anderen Gleichgesinnten über Ihre Lieblingsbücher reden? Dann sind Sie hier richtig! Jeden Monat lesen wir gemeinsam ein Buch und plaudern darüber in lockerer Runde. Es geht um den Spaß am Lesen und darüber, sich auszutauschen und andere Bücherfreunde kennenzulernen. Die Dozentin wird für die ersten Leserunden die Lektüre vorgeben, anschließend suchen wir gemeinsam unsere neuen Romane aus, gerne auch Krimis, historische Romane etc. Das Buch für den ersten Termin: "Northhanger Abbey" von Jane Austen. Bitte besorgen Sie sich Ihr Exemplar zeitnah vorab, wir lesen im Vorfeld und besprechen das Buch gleich beim ersten Termin! Das Buch für den zweiten Termin: "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig.
STUDIUM GENERALE Die wichtigsten Epochen der Geschichte von der Entstehung des Menschen bis zum 20. Jahrhundert werden von allen Seiten beleuchtet: Medizin, Geschichte, Kunst, Musik, Literatur, Theologie, Recht, Technik, Philosophie und Wissenschaft sind Themen der einzelnen Vorlesungen. Jeden Dienstag ein neuer Aspekt der Epoche, jedes Semester eine neue Epoche. Das studium generale der Volkshochschule Bad Homburg wendet sich an alle, die als junge Leute einen weiten Blick in die Welt der Geschichte, Kultur und der Wissenschaften werfen, als Berufstätige über ihre Spezialisierung hinausblicken und ihre Allgemeinbildung erweitern oder als nicht (mehr) Berufstätige sich Wissensgebieten zuwenden möchten, mit denen sie sich „schon immer mal“ beschäftigen wollten. Die Dozentinnen und Dozenten kommen von Hochschulen, Universitäten, Museen und aus der Praxis. Anmeldungen sind auch während des laufenden Semesters möglich. Konzept und Organisation: Gero Fuhrmann Kontakt: hgfuhrmann@t-online.de Tel.: 0170 3 49 4040 2. Semester ÄGYPTEN, KRETA, MYKENE und ANTIKE, 1. Teil Eröffnungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Dienstag, 08. September 2026, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek, Dorotheenstraße 24 Raoul Schrott liest aus seiner Übersetzung der Ilias von Homer Es war die Geburtsstunde des studium generale: Am 1. Februar 2011 las Raoul Schrott in der Stadtbibliothek Bad Homburg zur Eröffnung aus seiner viel diskutierten Übersetzung von Homers Ilias. Der Abend ist für die damaligen Teilnehmenden unvergesslich: Die neue Übersetzung, aus der Schrott vortrug, war in einer Sprache verfasst, die uns Heutigen verständlich macht, warum Homers Epos sich seit über 2500 Jahren schriftlich - und davor schon Jahrhunderte lang mündlich - erhalten hat. Im Vortrag von Raoul Schrott wurde die Ilias zu einem begeisternden Leben erweckt. 15 Jahre später wollen wir das Semester zur Antike mit der gleichen Lesung eröffnen. Einfach, weil es so schön war. Allerdings mit einer kleinen Änderung seiner Übersetzung, die den Text in einem völlig neuen Licht zeigt. Zum Autor Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. 2023 hatte er die Ernst-Jandl-Dozentur der Universität Wien inne. Bei Hanser erschien u.a. »Erste Erde« (Epos, 2016), »Politiken & Ideen« (Essays, 2018), »Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal« (Roman, 2019), »Inventur des Sommers« (Über das Abwesende, 2023) und zuletzt das einzigartige Buchprojekt »Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit« (2024) sowie „Zeitgeist. Ein Plädoyer für die Menschlichkeit“ (2026). 15.09. Priv.-Doz. Alexander Ilin-Tomich Herrschaft, Verwaltung und Gesellschaft im alten Ägypten zur Pharaonenzeit Vieles, wofür das alte Ägypten berühmt ist – von den Pyramiden bis zu Tempeln und Gräbern der Spätzeit – ist auf die effiziente Verwaltung und Organisation auf unterschiedlichen Ebenen zurückzuführen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Macht der Pharaonen, Verwaltungsstrukturen sowie die erkennbaren Berufsgruppen der ägyptischen Gesellschaft vom Alten Reich bis zur Spätzeit (2686–332 v. Chr.): Priester, Militär, Beamte und Landarbeiter. Er liefert zudem Einblicke in die Ideologie des göttlichen Königtums, aktuelle Forschungsmeinungen zum Staatsbegriff in Anwendung auf Altägypten sowie die Pflichten und Abgaben, denen die Mehrheit der Ägypter unterlag. Der Referent ist Privatdozent für Ägyptologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Personennamen, Bildproduktion – sowohl im großen Format (z. B. Stelen) als auch in kleinem (z. B. Skarabäen) – sowie Verwaltung und Chronologie. Derzeit leitet er in Mainz zwei DFG-Projekte zu Skarabäen der Dritten Zwischenzeit und zur Tradierung der Opferformel. Im Sommersemester vertritt Alexander Ilin-Tomich die Professur für Ägyptologie an der Universität Heidelberg. 22.09. Dr. Nadine Gräßler Zwischen Göttern und Gräbern. Religion und Totenkult im alten Ägypten Prachtvolle Gräber, aufwendig präparierte und kunstvoll gestaltete Mumien sowie umfangreiche, geheimnisvolle religiöse Texte zeugen von einer Kultur, in der Religion und Tod untrennbar miteinander verknüpft waren. Der Vortrag lädt zu einer Reise in die Gedankenwelt der alten Ägypter ein und geht der Frage nach, wie sie Leben, Sterben und das Jenseits verstanden. Anhand aussagekräftiger archäologischer, materieller und schriftlicher Zeugnisse wird aufgezeigt, wie eng religiöse Vorstellungen und Totenkult mit gesellschaftlichen Strukturen und dem altägyptischen Weltbild verbunden waren. Zugleich wird deutlich, dass diese Konzepte keineswegs statisch blieben, sondern sich im Verlauf der mehr als 3000-jährigen Geschichte des alten Ägypten immer wieder wandelten und neu ausgestaltet wurden. Die Referentin war wissenschaftliche Mitarbeiterin des Arbeitsbereichs Ägyptologie am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sie wurde mit einer Arbeit über Konzepte des Auges im Alten Ägypten promoviert. 20.10. Prof. Dr. Kathrin Gabler Mit dem Reliefbildhauer Jpuy einen Blick hinter die Kulissen werfen: Die Arbeitersiedlung Deir el-Medine in Theben-West im Neuen Reich Deir el-Medine gilt als wissenschaftlicher Sonderfall in der Ägyptologie, der mit einem gigantischen erhaltenen Quellenkorpus einen einzigartigen Einblick in die Sozialgeschichte des Alten Ägypten gewährt. In der Arbeitersiedlung auf dem thebanischen Westufer lebten in der 18., 19. und 20. Dynastie (1550 bis 1070 v. Chr.) diejenigen Arbeiter und ihre Familien, die die Gräber im Tal der Könige und im Tal der Königinnen anfertigten, zu welchen der Reliefbildhauer Ipuy zählt. Der Vortrag beleuchtet exemplarisch den Mikrokosmos um die Familie des Reliefbildhauers und lässt einen Blick hinter die Kulissen in das alltägliche Leben der Bewohner:innen in der späten Bronzezeit werfen. Die Dozentin ist seit Juli 2024 Professorin für Ägyptologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wo sie ihre Forschungsinteressen und -schwerpunkte Theben, Deir el-Medine, Hieratistik, Prosopographie und Materialstudien aktiv in die Lehre einbringt. Sie leitet seit 2021 das Projekt zu TT 217 – the Tomb of the Sculptor Ipuy in Context (Kooperation mit IFAO Kairo) und seit 2026 das Colossi of Memnon and Amenhotep III Temple Conservation Project (Kooperation mit DAI Kairo). Nach dem Studium und der Promotion in München und Leiden war Kathrin Gabler fast zehn Jahre außerhalb Deutschlands in Forschung und Lehre an den Standorten Basel, Kopenhagen, Kairo, Oxford und Uppsala tätig. 27.10. Prof. Dr. Diamanis Panagiotopoulos Die Minoer Auf der Insel Kreta entstand um 2000 v. Chr. die erste Hochkultur auf europäischem Boden, die bei den modernen Betrachtern noch immer Staunen hervorruft und die Wissenschaft vor zahlreiche Rätsel stellt. Die Minoer errichteten monumentale Paläste in einer von Erdbeben gefährdeten Region, entwickelten verschiedene Schriftsysteme, schmückten ihre Räume mit herrlichen Wandmalereien, förderten das Kunsthandwerk und dominierten mit ihren Schiffen das ägäische Meer. Im Vortrag wird die Erfolgsgeschichte dieses Inselvolkes, seine Gesellschaftsstruktur und sein prägender Einfluss auf die Mittelmeerwelt nachgezeichnet, wobei die neuesten Erkenntnisse der Forschung einbezogen werden. 03.11. Prof. Dr. Diamantis Panagiotopoulos Die Mykener Der Vortrag beschäftigt sich mit den Mykenern als einer Kultur an der Schwelle der historischen Zeit. Neben einem kurzen Überblick über die wichtigsten Wendepunkte ihrer geschichtlichen Entwicklung werden Leitaspekte ihrer materiellen Kultur, Schriftlichkeit und ihres Beziehungsnetzes mit anderen Kulturregionen inner- und außerhalb der Ägäis behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktuellen archäologischen Neufunden und neuen Interpretationsansätzen, die zeigen, inwiefern sich traditionelle Forschungsmeinungen bestätigen oder revidieren lassen. Der Dozent lehrt seit 2003 als Professor am Institut für Klassische Archäologie und Byzantinische Archäologie in Heidelberg. Seit 2018 ist Panagiotopoulos Vorstandsmitglied und stellvertretender Direktor des Heidelberg Center for Cultural Heritage. Er forscht unter anderem zur ägäischen Bronzezeit und dabei vor allem zu Siegelpraxis, Administration, sozialen Strukturen und der Ikonographie. Weiterhin setzt sich Panagiotopoulos mit Themen wie der kulturellen Interaktion im östlichen Mittelmeer, archäologischer Theoriebildung, historischen Landschaften sowie Strategien zur Bewahrung und Erschließung des kulturellen Erbes auseinander. Seine letzte Publikation ist das Handbuch „Das minoische Kreta“ (Stuttgart 2021). 10.11. Prof. Dr. Kai Trampedach Aufbruch zu neuen Ufern – die große griechische Kolonisation (8.-6. Jh. v. Chr.) Die sogenannte große griechische Kolonisation war eine historisch bedeutsame und folgenreiche Bewegung, die dazu führte, daß im Laufe von gut zwei Jahrhunderten, zwischen dem 8. und dem 6. vorchristlichen Jahrhundert, ungefähr 230 griechische Städte an den Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres entstanden. Im 4. Jahrhundert konnte Platon von den Griechen sagen, daß sie ums Mittelmeer säßen wie Frösche um einen Teich. Nach einer kurzen Erörterung des Begriffs der „Kolonisation“ und der Quellenproblematik geht der Dozent auf die Gründe für die Auswanderung, die Herkunft und Rekrutierung der Siedler, die Auswahl des Siedlungsplatzes sowie den Siedlungsbeginn und die Stadtgründung ein. Anhand von ausgewählten Beispielen beleuchtet er zudem die Beziehungen der neuen Städte zur indigenen Bevölkerung, zu den griechischen Nachbar- und Mutterstädten und den pan-hellenischen Heiligtümern, bevor er abschließend nach Rückwirkungen der Kolonisationsbewegung auf das griechische Mutterland fragen wird. Der Referent ist Professor für Alte Geschichte (unter besonderer Berücksichtigung der griechischen Geschichte) an der Universität Heidelberg. Seine Publikationen beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Verhältnis von Philosophie bzw. Religion/Theologie einerseits und Politik andererseits sowie mit der politischen Anthropologie in der Antike. Konkrete Forschungsfelder sind die athenische Demokratie, die Geschichte des Apollon-Heiligtums von Delphi und des dortigen Orakels, Judäa in hellenistischer und römischer Zeit sowie politische Rituale und Hagiographie in der Spätantike. 17.11. Dr. David Toalster Stadt - Land - Polis Die Polis war in der Antike ab dem frühen 9. Jahrhundert der für Griechenland typische Stadtstaat. Als politisch autonome Gemeinschaft besaß sie eine eigene Verfassung, Rechtsprechung und Regierung, wobei diese anfänglich oft aristokratisch geprägt war. Sowohl Wehrfähigkeit als auch Wirtschaft basierten auf der Teilhabe der Bürger. Zentrale Elemente der Polis waren die Agora (Marktplatz) und die Akropolis (Burg). Trotz der aus der Selbständigkeit (Autarkie) resultierenden politischen Zersplitterung einte die griechischen Stadtstaaten eine gemeinsame Sprache, Religion und Kultur. Die Polis bildete den Kern des griechischen Lebens und prägt mit Begriffen wie „Politik“ noch bis heute unser Verständnis von Staat und Gesellschaft. Der Dozent arbeitet als Lehrkraft an einer Schule für hochbegabte Minderleister sowie als Lehrbeauftragter für antike und mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. In seiner Freizeit widmet er sich dem Schreiben von Büchern und der Malerei. 24.11. Prof. Dr. Anja Klöckner Von der Anschauung zur Anbetung - die Griechen und ihre Götter(bilder) Ob beim gemeinsamen Essen oder beim Sport, auf dem Marktplatz oder im Theater - die Menschen im antiken Griechenland waren auch außerhalb der großen öffentlichen Heiligtümer im ständigen Kontakt mit ihren Göttern. Dabei spielten die Götterbilder eine zentrale Rolle. Sie waren nicht nur künstlerischer Ausdruck religiöser Vorstellungen, sondern auch Medien für die individuelle und kollektive Erfahrung göttlicher Präsenz. Der Vortrag führt anhand anschaulicher Beispiele in die Welt der Götterkulte ein und visualisiert die verschiedenen Formen religiöser Kommunikation der griechischen Antike. Prof. Dr. Anja Klöckner wurde 2004 habilitiert mit der Arbeit ‚Bilder des Unsichtbaren. Griechische Weihreliefs als Medien religiöser Kommunikation‘. Nach Lehrtätigkeiten in Saarbrücken und Greifswald war sie Visiting Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles und ab 2007 Professorin für Klassische Archäologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2016 lehrt sie an der Universität Frankfurt. Sie beschäftigt sich vorrangig mit visuellen Medien der Antike, griechischer und römischer Sepulkralkultur, sakralen Räumen und deren Ästhetisierung sowie mit griechischen Weihreliefs. 01.12. PD Dr. Marion Bolder-Boos Von Kanaan nach Gibraltar – die Phönizier zwischen Ost und West Von den Phöniziern geht eine besondere Faszination aus. In antiken Schriftquellen werden sie wahlweise als ehrbare Handelspartner, verkommene Götzenanbeter, vorzügliche Künstler, treulose Barbaren, fortschrittliche Erfinder oder gierige Gauner beschrieben. Ihr Mutterland liegt überwiegend auf dem Gebiet des heutigen Libanon sowie den angrenzenden Staaten Syrien und Israel. Die berühmteste phönizische Stadt liegt jedoch nicht in der Levante, sondern an der nordafrikanischen Mittelmeerküste: Karthago. Auch etliche weitere, zum Teil bis heute bestehende Städte im zentralen und westlichen Mittelmeerraum weisen ein phönizisches Erbe auf. Im Vortrag soll ein Überblick über die Geschichte und Kultur der Phönizier gegeben werden, der anhand einiger Fallbeispiele auch die phönizische Expansion von ihrem Ursprungsland bis zur iberischen und nordafrikanischen Atlantikküste umfasst. Die Dozentin wurde im Fach Klassische Archäologie an der Technischen Universität Darmstadt mit einer Arbeit über „Phönizische Siedlungen im zentralen und westlichen Mittelmeerraum von der Gründung bis ins 6. Jh. v. Chr. habilitiert. Sie hatte Vertretungsprofessuren in Eichstätt, Leipzig und Bonn inne und leitet zur Zeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein DFG-Projekt zu römischen Kultstätten im republikanischen Italien. 08.12. apl. Prof. Dr. Lilian Maul-Balensiefen Die Werke der Bildhauerkunst in der griechischen Antike: Wozu waren sie eigentlich da? Figürliche Skulpturen bebilderten und belebten in der griechischen Welt die öffentlichen Räume und trugen so maßgeblich zu deren Erscheinungsbild bei. Aus Holz, Ton, Metall oder Stein plastisch geformt, stellten sie einzeln oder in Gruppen Menschen, Gottheiten, Tiere und Mischwesen dar. Das Hervorbringen einer überaus wirkmächtigen Plastik ist eine der Hochleistungen der griechischen Kultur in der Zeit vom 8. bis zum 1. Jh. v. Chr. Der Vortrag behandelt anhand repräsentativer Beispiele die politischen, religiösen und sozialen Funktionen, die den Werken der griechischen Bildhauerkunst zukamen. Er fragt danach, was in solchen Bildern über die formale Gestalt und das dargestellte Thema hinaus noch zu erkennen war. Dabei richtet er den Blick auf die engen Bezüge, die zwischen der Formensprache und Bildthematik auf der einen und dem Aufstellungs- oder Anbringungsort der Skulpturen auf der anderen Seite bestanden. Er wird – so das übergeordnete Ziel – Statuen und Reliefs zum Sprechen bringen über das Leben, Handeln und Denken der Menschen, die sich im antiken Griechenland mit Werken der Plastik umgaben, kurzum deren kulturgeschichtliches Aussagepotential aufzeigen. Die Dozentin habilitierte sich im Fach Klassische Archäologie an der FU Berlin. Sie lehrte dort sowie an den Universitäten in München, Cottbus, Saarbrücken und Gießen. Seit 2008 unterrichtet sie an der Universität Heidelberg, wo sie zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt wurde. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u. a. an der kommentierten Neuedition der Schriften von J. J. Winckelmann beteiligt, der hierzulande als der Begründer der Klassischen Archäologie gilt. Neben der Geschichte des Faches gehören die griechische und römische Ikonographie, insbesondere Bildwerke mit mythologischen Darstellungen, die Bezüge zwischen Skulptur und Architektur sowie die öffentlichen Bibliotheken Roms zu ihren zentralen Forschungsinteressen. 15.12. Dieter Dorth Politische Philosophie der Antike Im 5. Jhdt. v. Chr. begann in der griechischen Antike das philosophische Nachdenken über die Politik. Das folgende 4. Jahrhundert erlebt die Kontroverse Platon / Aristoteles - die Suche nach Gerechtigkeit als ideale theoretische Konstruktion gegen das im Empirisch-Konkreten Gegebene. Im Mittelpunkt dieser Überlegungen stehen u.a. Natur und Ursprung des Staates, das Wesen der Gerechtigkeit, der Gesellschaftsvertrag und die Rolle des Individuums in der politischen und sozialen Gemeinschaft. Prominent sind dabei Sokrates, Platon und Aristoteles in der griechischen, Marcus Tullius Cicero in der römischen Antike. Der Referent war Fachbereichsleiter Geisteswissenschaften und IT an der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises. Seine Interessen gelten der Vermittlung historischer, philosophischer und literaturgeschichtlicher Themen. 19.01. Dr. Florian Leitmeir Klänge der Vergangenheit – Eine musikarchäologische Spurensuche von der Frühzeit des Menschen bis in die griechische Archaik Das Erzeugen von Musik und Klängen zählt zu den frühesten Kulturtechniken der Menschheit. Ausgehend von den Flöten der jüngeren Altsteinzeit werden wir uns auf eine Reise über die frühen Hochkulturen bis ins archaische Griechenland begeben und mit den archäologischen Überresten von Musik und Klang auseinandersetzen. Der grundlegende Einblick in die musikarchäologische Forschung wird dabei auch mit Rekonstruktionen antiker Musikinstrumente von der Steinzeit über Ägypten, den Vorderen Orient und Griechenland hörbar untermalt. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek und Lehrtätigkeit am Institut für Klassische Archäologie München ist der Dozent seit 2012 als Akademischer Oberrat wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das antike Porträt, Antikenrezeption und antike Musik. 26.01. Dr. Volker Benad-Wagenhoff Bewässerungstechnik in der Antike Die Wasserversorgung größerer Siedlungen wird in der Antike zu einer technischen Herausforderung. Die benötigten Mengen müssen meist aus größerer Entfernung herangeführt werden. Der Vortrag beschreibt die dafür errichteten Bauwerke und Systeme an markanten Beispielen (Jerusalem, Samos, Arles) und skizziert die damit verbundenen messtechnischen und baulichen Probleme. Dr. phil. Dipl.-Ing. Volker Benad-Wagenhoff war bis 2014 Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und ist seit 2017 in Projektarbeit und als externer Kurator für das Gutenberg-Museum Mainz tätig. Veröffentlichungen zur Geschichte der industriellen Fertigungstechnik, der Massenproduktion, der frühneuzeitlichen Münztechnik und der Drucktechnik in Europa und Asien. Abschlusskonzert in der Erlöserkirche 2. Februar 2027 um 19:30 Uhr Acis und Galatea Oper von Georg Friedrich Händel Das Libretto von John Gay stützt sich auf die Legende von Acis, Galatea und Polyphem, wie sie Ovid in seinen Metamorphosen aus der griechischen Mythologie überliefert hat. Auch hier endet die Auseinandersetzung von Göttern und Menschen tragisch für den Menschen – Polyphem, Sohn des Poseidon, erschlägt seinen Rivalen um Galatea – und erst durch Acis‘ Verwandlung in eine ewig sprudelnde Quelle kann Händel die Oper in einem Freudengesang enden lassen. Mitwirkende: Vokalsolisten Kammerchor der Erlöserkirche Barockorchester Leitung: Susanne Rohn Eintritt 30,00 (ermäßigt 20,00) Euro - Für Teilnehmer des studium generale frei. Tickets nur an der Abendkasse und im Internet auf der Seite der Erlöserkirche.
Lateinamerika ist ein Kulturraum mit vielfältigen Ressourcen und auch Problemen, beides verankert in der Geschichte und in der Gegenwart. Wie spiegelt sich das in der gegenwärtigen Literatur? Dieser Frage gehen wie anhand von vier Romanen nach, die unterschiedliche Länder und Erfahrungen zum Gegenstand haben. Miguel Beonnefoy, Der Traum des Jaguars (2024) Miguel Bonnefoy nimmt uns mit in die Geschichte Venezuelas. Bei diesem Familienroman fühlt man sich an die Zeiten des magischen Realismus erinnert, als die Literatur Lateinamerikas auch bei uns einen breiten Leserkreis fand. Rodrigo Hasbún, Die Affekte (2015) Rodrigo Hasbún zeichnet die Geschichte der Familie Ertl nach und erinnert damit daran, dass aus Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unterschiedliche Flüchtlinge und Auswanderer in Lateinamerika ankamen. Alia Trabuco Zerán, Mein Name ist Estela (2022) Aus der Ich-Perspektive erzählt Alia Trabuco Zerán von der beklemmenden Situation einer Hausangestellten in einem reichen Haushalt. Aura Xilonen, Gringo Champ (2015) In einem rasant geschriebenen Roman macht uns Aura Xilonen mit der Lage derer bekannt, die von Mexiko aus die Grenze in die USA illegal übertreten haben.
Gelesen und erläutert werden Texte zur Errichtung und Erweiterung des ersten Kurhauses (1841–1858) sowie zum Bau und zur Unterhaltung des im März 1945 zerstörten zweiten Kurhauses (1861-1867). Ergänzend erhalten die Teilnehmenden wieder Transkriptionshilfen sowie Informationen zu wichtigen Hilfsmitteln. Der Kurs eignet sich gleichermaßen für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Der Kurs baut auf dem vorangegangenen Kurs im Frühjahrssemester auf – neue Interessierte sind herzlich willkommen.
Hier erfahren Sie nicht nur Grundsätzliches zum Skatspiel, sondern bekommen auch Tipps von erfahrenen Skatspielern, damit Sie am Stammtisch oder zu Hause „mitmischen“ können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei einer Skatrunde mitzuspielen.
Die gesetzliche Rentenversicherung ist zentraler Bestandteil der Altersvorsorge – sie ist aber ein komplexes Thema. In dieser zweistündigen Veranstaltung erhalten Sie einen verständlichen Überblick darüber, wie das System funktioniert, welche Leistungen es bietet und welche Ansprüche Sie persönlich daraus ableiten können. Anhand anschaulicher Beispiele erfahren Sie unter anderem: - welche Leistungen die gesetzliche Rentenversicherung erbringt - wer versichert ist – und welche Zeiten angerechnet werden - wann und unter welchen Voraussetzungen der Renteneintritt möglich ist - ob freiwillige Beiträge sinnvoll sind und welche Wirkung sie haben - was unter der Aktivrente zu verstehen ist - wie viel Hinzuverdienst neben der Rente erlaubt ist - wie Sie Ihre Rente beantragen und worauf Sie dabei achten müssen. Der Referent ist gerichtlich zugelassener Rentenberater.
In diesem Vortrag lernen Sie die Grundzüge des Erbrechts kennen und Sie erfahren, welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben. Weitere Themen sind die richtige Erstellung eines Testaments, Regelungen zum Pflichtteilsrecht und zur Erbschaftssteuer sowie Möglichkeiten der Steuerersparnis.
Wie lesen wir, und könnten wir besser lesen? Oder zumindest anders? Der Kurs „Besser lesen mit Literaturwissenschaft” versucht, eine Antwort auf diese Fragen in gemeinsamem Gespräch über Bücher zu geben. Wer privat liest, liest anders, als Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler lesen; nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders. Die Literaturwissenschaft versucht in der Diskussion herauszufinden, welche Bedeutung – für das Leben, die Gesellschaft, die Literatur oder andere Sinnfelder – ein Text hat: Sie diskutiert offen, mit direktem Bezug zum Text, auf der Suche nach Einigung über die Textbedeutung. PD Dr. Tim Lanzendörfer, Amerikanist an der Goethe-Universität Frankfurt, versucht, das literaturwissenschaftliche Lesen als Möglichkeit zu vermitteln, mit der man auch – anders – über Bücher reden kann. Gemeinsam werden wir uns Bücher aussuchen und mit literaturwissenschaftlichem Zugriff diskutieren, um etwas über Herangehensweisen und Nützlichkeit von Literaturwissenschaft zu erfahren. Lesen können wir vieles, von Klassikern der deutschen oder amerikanischen Literatur wie Faust oder Moby Dick zu Gegenwartsliteratur von Frank Schätzing bis Monika Maron, von Dan Brown bis Toni Morrison. Was wir lesen, entscheiden wir gemeinsam. Die Veranstaltung ist kostenfrei. PD Dr. Tim Lanzendörfer, Amerikanist an der Goethe-Universität Frankfurt
Die Saalburg dürfte fast jeder schon einmal besucht haben. Doch finden sich in den Wäldern im Umfeld des alles überstrahlenden Römerkastells gleich mehrere eher unbekannte, jedoch hochinteressante archäologische Denkmäler, Unter anderem werden wir uns im Rahmen der Exkursion die Preußenschanze, die Gickelsburg, die Limesanlagen zwischen Saalburg und Lochmühle sowie die Schanze beim Kloster Thron ansehen. Bitte Proviant und festes Schuhwerk mitnehmen.
Wenn die Tage kürzer werden und das Laub sich bunt färbt, bietet die Natur noch vieles, was sich sammeln und nutzen lässt. Beeren und Samen reifen an Sträuchern und Bäumen und der Herbst ist traditionell Wurzel-Ernte-Zeit. Auf einem gemeinsamen Spaziergang lernen Sie typische Herbstfunde wie Hagebutten, Samenstände, Löwenzahnwurzeln oder Eicheln kennen. Sie erfahren, wie diese Pflanzen früher verwendet wurden und welche Ideen es heute für Küche und Alltag gibt. Eine kleine Verkostung sowie ein Handout sind inklusive. Voranmeldung erforderlich.
Das Jahr 1680 war für die kleine Stadt Meiningen im Werratal ein bis heute im Stadtbild erlebbarer historischer Wendepunkt. Nach einer Erbteilung im Hause Wettin wurde es Residenzstadt eines neugebildeten Herzogtums und von der Herzogsfamilie bis zu deren Abdankung 1918 repräsentativ zu einer „Musenresidenz“ umgeformt. Das macht heute mit der Elisabethenburg, dem Hoftheater und den einstigen Regierungsgebäuden den besonderen Charme der kleinen „fränkischen“ Stadt in Thüringen aus. Im Rahmen einer Tagesfahrt lernen wir neben der Stadt auch die Elisabethenburg, die wunderbare Kulissensammlung aus der Zeit des großen „Theaterherzogs“ und die stattliche Liebfrauenkirche kennen. Unweit von Meiningen liegt Kühndorf mit seiner einzigartigen Burg aus der Blütezeit der Johanniter. Wir werden von der Besitzerfamilie, die seit Jahrzehnten die einst sehr ruinöse Anlage liebevoll restauriert, durch die wichtigsten Bauten geführt. Und sollte es möglich sein, was leider nicht immer der Fall ist, werden wir auch vor unserem Abschied aus Thüringen noch einen Blick in die Wehrkirche in Rohr werfen – ein malerischer Bau mit einer Krypta aus der Zeit der Karolinger. Abfahrt in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 7:30 Uhr (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben). Abfahrt in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz / Busbahnhof) um 8:00 Uhr.
Sie kennen die Grundregeln des Schachs und möchten Ihre Spielstärke weiterentwickeln? In diesem fortlaufenden Kurs treffen sich Einsteiger:innen mit ersten Vorkenntnissen, um gemeinsam zu üben, zu spielen und voneinander zu lernen. Neue Teilnehmende sind willkommen. Im Mittelpunkt stehen typische Eröffnungsprinzipien, taktische Motive wie Gabeln, Spieße, Abzüge und einfache Kombinationen sowie grundlegende Endspiele. Ergänzt wird der Kurs durch gemeinsames Spielen, kurze Analysen und Einblicke in die Schachgeschichte und aktuelle Entwicklungen im Schach. Das nötige Spielmaterial wird gestellt.
Unter sachkundiger Führung von Mitgliedern der AG des DGB führt dieser antifaschistische Stadtrundgang zu Erinnerungsorten, die lange Zeit kaum beachteten Opfergruppen der nationalsozialistischen Verfolgung gewidmet sind. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die nicht in das rassistische und ausgrenzende Weltbild der NS-Diktatur passten und deshalb diskriminiert, entrechtet und verfolgt wurden. Dazu gehörten unter anderem queere Menschen, als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Personen sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Während andere Opfergruppen nach 1945 zunehmend in die öffentliche Erinnerung aufgenommen wurden, blieben viele dieser Verfolgten über Jahrzehnte hinweg ausgegrenzt. Häufig erhielten sie weder gesellschaftliche Anerkennung noch eine Entschädigung für das erlittene Unrecht. Die Folgen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirkten für viele Betroffene weit über das Ende des Nationalsozialismus hinaus fort. Der Rundgang macht die Schicksale dieser Menschen sichtbar und beleuchtet die Geschichte einer lange verdrängten Verfolgung. Er lädt dazu ein, den Blick auf jene Opfergruppen zu richten, die bis heute oft zu wenig Beachtung finden. Die Stadtrundgänge werden seit 1979 von der AG Antifaschistischer Stadtrundgang des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Frankfurt am Main angeboten. Die AG besteht seit Anfang der 1960er Jahre und wurde damals von Widerstandskämpfer:innen mitgegründet. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg. Anmeldungen nimmt die vhs Hochtaunus entgegen (Tel.: 06171/5848-0, www.vhs-hochtaunus.de ).
Wenn goldenes Licht über Wiesen und Waldränder fällt und die Natur zur Ruhe kommt, zeigt sich der Spätsommer von seiner besonderen Seite. Auf unserer Wanderung entdecken wir Wildkräuter, Samenstände, Früchte und späte Blüten, die jetzt reif sind. Wir lernen ihre Merkmale kennen, erfahren Spannendes über ihre Verwendung und genießen die Atmosphäre dieser Jahreszeit. Wir erkunden, was jetzt wächst, wie wir es sicher erkennen und nutzen können. Zum Abschluss erwartet Sie ein „wilder“ Imbiss mit saisonalen Kräutern und Köstlichkeiten. Der Termin findet auch bei Regen statt – bitte wetterfeste Kleidung tragen.
Troja gilt heute als historisch belegt – doch was lässt sich über die Stadt und einen möglichen historischen Kern des Trojanischen Krieges tatsächlich sagen? Am ersten Termin des Kurses (28.9.) steht das archäologische Troja im Mittelpunkt: Ausgrabungen, Befunde und aktuelle Deutungen. Der zweite Termin (26.10.) richtet den Blick auf das homerische Troja: die Welt der Ilias, ihre Figuren und ihre Wirkungsgeschichte. Für alle, die Mythos und Geschichte differenziert einordnen möchten. Auch eine Teilnahme an einem einzelnen Termin (Abendkasse, 10 Euro) ist möglich.
Rhythmus, Begegnung und ein Hauch Brasilien: Der brasilianische Musiker Geovany da Silveira bringt traditionelle und moderne Stücke aus seiner Heimat auf die Bühne. Die Musik schafft einen entspannten Rahmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und andere Kulturen kennenzulernen. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen. Veranstalter: WIR-Vielfaltszentrum und Büro für interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe sowie VHS Bad Homburg
Vor beinahe 1200 Jahren gründete Einhard, der Biograph Karls des Großen, ein Kloster im Ort „Ober-Mühlheim“. Von dieser Gründung hat der größte Teil der Abteikirche alle Zeiten bis heute überdauert und damit ist sie der größte karolingische Kirchenbau nördlich der Alpen. Das Kloster selbst hat als Mönchsgemeinschaft die Säkularisation nicht überstanden, die Klostergebäude aber sehr wohl. Bei einem Rundgang durch die Stadt vor den Toren des Klosters werden wir von der kaiserlichen Pfalz am Main bis zum schmucken Marktplatz den historischen Kern der Stadt erkunden und dabei auch erfahren, dass sie ihren schönen Namen angeblich dem Ausspruch Karls des Großen, „selig sei die Stadt genannt, in der ich meine Emma wiederfand“, verdankt.
Wie sieht eigentlich der Boden unter unseren Füßen aus? Im Gemüsegarten der Solidarischen Landwirtschaft nehmen wir ihn genauer unter die Lupe: Wir untersuchen Proben, entdecken kleine Bodenlebewesen und klären, was guten Boden ausmacht. Erde wird mit allen Sinnen erfahrbar – von Struktur und Geruch bis zur Farbe. Aus Naturpigmenten gestalten die Kinder eigene kleine Kunstwerke zum Mitnehmen. Nebenbei wird verständlich, warum gesunder Boden die Grundlage für gutes Gemüse ist. Kleine Snacks aus dem Anbau inklusive. Für Kinder mit erwachsener Begleitung. Bitte festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung, Frühstück, Wasser und Sonnenschutz mitbringen.
In einer zunehmend digitalen Welt ist es wichtig, nicht nur den materiellen Nachlass zu regeln, sondern auch, was mit meinem digitalen Eigentum geschehen soll. Was passiert etwa mit meinem E-Mail-Konto, wer hat Zugriff darauf? Welche Daten über mich sind in sozialen Medien oder bei Online-Händlern gespeichert? Erfahren Sie in diesem Seminar, welche Probleme bei mangelnder Vorbereitung drohen, wie Sie Ihre Daten sinnvoll verwalten und Ihren digitalen Nachlass organisieren können, um Ihre digitale Identität zu schützen und für Ihre Angehörigen zu erhalten. Themen: die Bedeutung des digitalen Nachlasses potenzielle Probleme bei fehlender Vorbereitung praktische Strategien zur Organisation von Online-Konten und digitalen Zugangsdaten
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon! Gesprächsgäste: Paulino José Miguel, Cahit Basar, Moderation: Nhi Le Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990. Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen der Gegenwart anregen.
Pilze gehören weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren – sie bilden eine ganz eigene Gruppe. Sie zersetzen totes Material und räumen so den Wald auf. Einige Arten arbeiten als Symbionten mit Bäumen und Pflanzen zusammen. Auf einem zweieinhalbstündigen Spaziergang machen wir uns auf die Suche nach typischen Arten. Auch Pilz-Neulinge sind willkommen! Die Wanderung dient NICHT dem Sammeln von Speisepilzen. Vielmehr wird anhand der Pilzfunde besprochen, was die wichtigsten Bestimmungsmerkmale von Pilzen sind und worauf man beim Sammeln achten muss. Bitte mitbringen: luftdurchlässiges Körbchen, Taschenmesser, wetterangepasste Kleidung und feste Schuhe.
Wie ist das Weltall entstanden? Woher kommen Sterne, Planeten und unsere Erde? In diesem Ferienkurs gehen wir auf Zeitreise durch Milliarden Jahre Kosmosgeschichte. Wir schauen auf den Urknall, ferne Galaxien, die Entstehung unseres Sonnensystems und darauf, wie sich die Erde entwickelt hat. Mit spannenden Bildern, kleinen Experimenten und kreativen Aktionen wird Wissen anschaulich und altersgerecht vermittelt.
Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt Piemont heißt wörtlich übersetzt „zu Füßen der Berge“ und in der Tat dehnt sich Piemont von den höchsten Gipfeln der Alpen um den Mont Blanc bis in die weiten Reisfelder der Poebene. Palmen und ewiger Schnee, Weinberge und sumpfige Ebenen, waldreiche Mittelgebirge und endlose Äcker bilden auf engstem Raum eine landschaftliche Szenerie, die an Vielfalt in Europa kaum ihresgleichen hat. Piemont ist aber auch altes Kulturland – von den Zeugnissen römisch-antiker Zivilisation über die Klöster und Burgen des Mittelalters bis hin zum Glanz der barocken Hofhaltungen der savoyischen Herzöge und Könige glänzt das Land um Turin mit bedeutenden Kunstschätzen und reizvollen historischen Stadtbildern. Eine sechstägige Reise mit dem Ausgangspunkt Turin macht allen Facetten des Piemont bekannt. REISETERMIN: Mi., 14.10. – Mo., 19.10.2026 ABFAHRT: Zustieg in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) oder am Busbahnhof / Bahnhofsvorplatz Bad Homburg möglich. Die genauen Abfahrtszeiten werden noch bekanntgegeben. ABLAUF DER REISE (Änderungen vorbehalten): Mittwoch, 14. Oktober 2026 Die Fahrt von Bad Homburg nach Turin führt über den Sankt Gotthard, den Luganer See und die Reisfelder um Novara. Die Fahrtstrecke beträgt ungefähr 750 km, lässt also keine Besichtigungsstopps zu. Gemeinsames Abendessen. Donnerstag, 15. Oktober 2026 Wir widmen uns den ganzen Tag der Metropole des Piemont, Turin. Wir unternehmen eine Zeitreise von den römisch-antiken Wurzeln der Stadt über das mittelalterliche Turin bis hin zu den großzügigen eleganten Ensembles der Barockzeit. Turin ist sicher die schönste Barockstadt Italiens, die Königsschlösser und die zahlreichen eigenwilligen Kirchen verleihen der Stadt ein festliches Gepräge und machen vergessen, dass Turin, die FIAT-Metropole, auch eine der wichtigsten Industriestädte Italiens ist. Zu den besonderen Zielen zählen die beiden Guarini-Kirchen, S. Lorenzo und die Sindone-Kapelle mit dem Turiner Grabtuch, die Palazzi Carigniano und Madama und das Ägyptische Museum. Freitag, 16. Oktober 2026 Ein Ausflug führt uns ins alpine Tal der Dora Riparia. Neben der landschaftlich schönen Strecke von der Ebene ins Hochgebirge locken drei besondere Ziele. Zunächst besuchen wir das einstige Kloster S. Antonio di Ranverso. Die gotische Kirche beeindruckt als wohlerhaltenes Ensemble und mit einer Fülle mittelalterlicher Fresken. Unweit thront auf steilem Fels hoch über dem Tal die faszinierende Klosterburg S. Michele. Nicht zu Unrecht vergleicht man die stilreine mittelalterliche Anlage mit dem Mont-St.-Michel an der normannischen Küste. In der Nähe der Klosterburg sind dann für uns Plätze zum Mittagessen im Bauernhof Cascina die Canonici reserviert. Wichtigste Stadt im Tal ist die über 2000 Jahre alte Stadt Susa. Ihre Bedeutung verdankt sie ihrer günstigen Lage am Fuß mehrer Passrouten, von denen die über den Mont-Cenis die bedeutendste war. Ein Rundgang erschließt eine pittoreske verschlafene Stadt mit vielen Erinnerungen an die Römerzeit. Samstag, 17. Oktober 2026 Zur Abwechselung wird es heute lieblich. Unsere Zielregion sind die Langhe, die Weinhügel im Süden Turins. Auf der Strecke dorthin ist uns Racconigi einen Aufenthalt wert. Das dortige Schloss ist eines der großen Barockschlösser der Savoyer, geplant von Guarino Guarini mit einem Garten nach Plänen des französischen Gartenpapstes Le Notre. Über Bra mit einer schönen Barockkirche, ebenfalls von Guarini, geht es in die Hügellandschaft um Barolo, aus dem die gleichnamigen Weine stammen und die besten Trüffel zu finden sind. Im Gebiet um La Morra, dem Balkon der Langhe, werden wir einen Wein verkosten und dann beschwingt über Alba und das Monferrat nach Turin zurückkehren. Sonntag, 18. Oktober 2026 Da wir mit der Rückreise wieder eine lange Busstrecke vor uns haben, bewegen wir uns heute nur im Umland Turins. Drei Ziele sind besonders besuchenswert. Zunächst besichtigen wir das Jagdschloss Stupinigi. Der gewaltige Bau Filippo Juvarras ist vielleicht das größte Jagdschloss Europas, auf jeden Fall ist das Gesamtensemble außerordentlich beeindruckend. Ebenso großzügig geplant war das Königsschloss Venaria. Vollendet wurde es nie, aber das Vollendete ist imponierend, ebenso die zugehörigen Gartenanlagen. Und die letzte Station des Tages ist die aussichtsreichste: Superga. Die barocke Wallfahrtskirche von Juvarra liegt auf einem Berg über der Stadt und bietet bei gutem Wetter ein schönes Alpenpanorama. Die Kirche allein ist aber auch schon ein lohnendes Ziel unter anderem deswegen, weil sie die Königsgräber der Savoyer birgt. Montag, 19. Oktober 2026 Die Rückreise nach Bad Homburg erfolgt über die gleiche Strecke wie bei der Anreise. ENTHALTENE LEISTUNGEN: - 5 Übernachtungen mit reichhaltigem Frühstücksbüfett im Hotel Concord Turin - 1 Drei-Gang-Menü in der Nähe des Hotels Concord - Fahrt mit dem Reisebus der Firma Pitz - Sämtliche Straßensteuern, Maut- und Parkgebühren - Reiseleitung und örtliche Führungen durch den Kunsthistoriker Thomas Huth und den lokalen Kollegen Giorgio Nigra - Eintritte: Schlösser Venaria, Stupinigi, Racconigi und Madama, Ägyptisches Museum Turin, Sacra di San Michele, Kloster Ranverso - Weinprobe mit Imbiss im Weingut Cadia in Verduno - Audiosysteme für die ganze Fahrt NICHT IM PREIS ENTHALTEN: Die City Taxe beträgt gegenwärtig für alle Tage zusammen rund 25 Euro pro Person. Sie wird im Bus eingesammelt. HOTEL: Hotel Concord Turin Via Giuseppe Luigi Lagrange, 47, 10123 Torino https://www.hotelconcordtorino.com/ REISEPREIS PRO PERSON: 1.279 Euro im Doppelzimmer; 1.479 Euro im Einzelzimmer Mindestteilnehmerzahl: 20 Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte schriftlich. Das Anmeldeformular steht anbei zum Download bereit, wir schicken es Ihnen aber auch gerne zu (mohn@vhs-badhomburg.de, Tel.: 06172/9257-18). Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars. Die VHS ist Vermittler der Reise und trägt das Anmeldeverfahren.
In Daniel Glattauers höchst amüsanter Komödie „Die Wunderübung“ fliegen die Fetzen, denn Valentin und Joana Dorek führen während der Paartherapie im Beisein der zunehmend verzweifelten Therapeutin ihren Ehekrieg einfach weiter. Wir lesen szenisch in verteilten Rollen aus dem Stück. Schafft die Therapeutin es, die Eheleute mit einer „Wunderübung“ näher zueinander zu bringen? Das erfahren wir in diesem Wochenende ebenso wie die Antwort auf Fragen literarischer und schauspielerischer Art: Was ist Subtext? Wie führt man einen Dialog? Wie spiele ich Emotionen? Anhand einfacher Schauspiel- und Improvisationsübungen finden wir den richtigen Einstieg in den Text und in unsere Rolle. Ganz nebenbei trainieren wir unsere Lachmuskulatur und genießen unsere Kreativität als Wunderübung für die Seele. Bitte mitbringen: Schreibutensilien, gute Laune, Lust sich zu zeigen. Die Kosten für ein ausführliches Materialheft sind in der Kursgebühr enthalten. Patrick Henckens ist studierter Sänger (Tenor), Dirigent, Schriftsteller und verfügt über langjährige Gesangs- und Sprechunterrichtserfahrung.
Die Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. gehört zu den bekanntesten Ereignissen der römisch-germanischen Geschichte. Doch viele Fragen sind bis heute offen. Der Vortrag stellt neuere archäologische Funde und aktuelle Forschungsansätze vor und beleuchtet die Rollen von Arminius und Varus differenziert. Wie verlässlich sind die antiken Quellen? Und was lässt sich über Verlauf und Bedeutung der Schlacht tatsächlich sagen?
This gathering explores impermanence as a central theme in art and culture. Across different periods and traditions, artists have reflected on change, transience, and the fragile nature of beauty. We will move through a range of artistic expressions, from Vanitas still lifes and Impressionism to Abstract Expressionism and performance-based works, examining how impermanence appears as both loss and transformation, and by connecting visual art with literary and cultural examples, we will consider how shifting states such as growth, decay, and renewal shape both artistic creation and human experience. ‘The Culture Club‘ is a series for everyone curious about art, culture, and creativity — and who would like to share their thoughts and reflections in English within a relaxed and supportive atmosphere. Each gathering will focus on a theme and begin with a short presentation illustrated by artworks, stories, and cultural examples. Together we will explore ideas that connect different cultures and historical periods — from ancient myths and artefacts to literature, as well as modern art, music, and film. Through these images and stories, we will uncover the threads of connection that bind human life, and discover how art and myth can inspire fresh perspectives on our own experiences. No previous knowledge is required. ‘The Culture Club‘ offers a welcoming space for dialogue, discovery, and creative reflection. Further information about ‘The Culture Club’ and Dr. Petek Göker Erköse can be found HERE .
Der römische Kaiser Marcus Aurelius nimmt in der Ideengeschichte der Antike eine Sonderstellung ein. Als „Philosoph auf dem Kaiserthron“ verkörpert er die seltene Verbindung höchster politischer Macht mit der philosophischen Verpflichtung zur stoischen Ethik. Seine „Selbstbetrachtungen“ bieten keine systematische Theorie der Stoa, sondern die Selbstvergewisserung einer praktischen Haltung: Philosophisches Denken dient hier als Instrument zur Bewältigung krisenhafter Realitäten – von Grenzkriegen bis zur Antoninischen Pest. Gerade darin liegt bis heute die besondere Wirkung dieses Textes.
Das Jahr 260 n. Chr. gilt oft als Zeitpunkt, an dem Rom den obergermanisch-raetischen Limes aufgab und sich an Rhein und Donau zurückzog. Schriftquellen und archäologische Funde zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Statt einer einfachen Räumung zeigt sich eine Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Kurs setzt die Veranstaltung aus dem Frühjahrssemester fort und vertieft offene Fragen zu Ursachen, Ablauf und Akteuren dieser Entwicklungen. Neue Interessierte sind willkommen – ein kurzer Überblick zu Beginn erleichtert den Einstieg.
Unser gutes Recht begleitet uns tagein, tagaus. Es beschützt, es straft, es richtet und nicht selten gibt es uns große Rätsel auf, etwa: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich – aber was soll das eigentlich bedeuten? Und wie sieht es so neben, hinter oder unter dem Gesetz aus? Wie damit umgehen, wenn Recht und Gerechtigkeit miteinander übereinstimmen sollen, es aber nicht tun? Und erspart der Blick ins Gesetz tatsächlich immer dummes Geschwätz, wie es eine Juristenwahrheit sagt, oder geht es damit gerade erst los? Felix Burghardt macht sich auf eine literarische Spurensuche; vom Paragraphendschungel bis zu den Irrgärten der Justiz. Die Lesung „Fast alles, was Recht ist“ wagt einen Einblick in die juristische Welt – sowohl aus der Perspektive derjenigen, die sie geschaffen haben, als auch aus der derjenigen, die sie zu erleiden haben. Mal ernst, mal augenzwinkernd führt der Streifzug durch eine Vielzahl literarischer Formate: von Romanauszügen, Briefen und Kurzgeschichten über Novellen und Flugschriften bis hin zur Justizpoesie selbst, denn gerade Juristen neigen nicht selten zu prosaischen Stilblüten. Goethe, Kafka, Flaubert und Kleist kommen im Lauf der Veranstaltung zu Wort, aber ebenso Heinrich Heine, Mark Twain und auch das eine oder andere Gericht, das sich literarisch verewigt hat. Denn schon der amerikanische Rechtsanwalt Clarence Seward Darrow hielt fest, dass in jedem Juristen das Wrack eines Poeten stecke – und traf es damit ziemlich gut.
Sie sind Kronberger:in, Frankfurter:in, Bewohner:in des Rhein-Gebietes? Was bedeutet das genau? Wir fragen nach etwas scheinbar ganz Selbstverständlichem: Kollektiver Identität. Unternehmen Sie eine kurzweilige wie irritierende Reise durch die Geschichte unserer Region: Einwanderung, Globalisierung und Ebbelwoi seit 2000 Jahren – das Rhein-Main-Gebiet ist ein Kerngebiet deutscher und europäischer Entwicklung. Hier hat sich die Moderne sehr früh entfaltet – und das ist kein Zufall. Wir gehen vom Streit ums moderne Flachdach in den 1920er Jahren aus, der Erfindung der Einbauküche und dem Vergleich des Rhein-Main-Gebiets als „Metropolregion" mit London und Paris: Was antworten Sie eigentlich, wenn man Sie ganz persönlich fragt, woher Sie kommen? Rhein-Main? Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg. Anmeldungen nimmt die vhs Hochtaunus entgegen (Tel.: 06171/5848-0, www.vhs-hochtaunus.de ).
Die Katastrophe von 79 n. Chr. konservierte Pompeii und Herculaneum in einem einzigartigen Erhaltungszustand. Pompeji bietet als ausgedehntes Wirtschaftszentrum wertvolle Einblicke in die Handelsstrukturen und das typische römische Alltagsleben. Das wohlhabendere, am Meer gelegene Herculaneum erlaubt eine detaillierte Rekonstruktion luxuriöser privater Lebenswelten. Die umfangreichen Quellen und Ausgrabungen zeigen sie als bunte Spiegel lebendiger römischer Lebensweise. Besonders die Entzifferung der verkohlten Papyri aus der Villa dei Papiri in Herculaneum markiert einen Meilenstein der aktuellen Forschung.
Tauchen Sie ein in die spannende Welt der Ahnen- und Familienforschung! In diesem Kurs erhalten Sie praktische Tipps und maßgeschneiderte Lösungen. Sie lernen, gezielt und effektiv online zu recherchieren und dabei kostenfreie Quellen, Datenbanken, Archive sowie Genealogie-Programme zu nutzen, um Ihre eigene Ahnentafel oder Familienchronik zu erstellen. Gemeinsam erkunden wir alte Urkunden, Kirchenbücher und Standesamtsaufzeichnungen, zum Beispiel aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Sie erhalten wertvolle Unterstützung beim Lesen und Verstehen.
Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA stellt der Vortrag die vielleicht stabilste Erzählung dar, die wir von den USA haben: den „American Dream.“ Der Traum hat viele Facetten: vom Leibeigenen zum freien Landbesitzer´, vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Immigranten zum reichsten Mann der Welt. Wir schauen uns das Spannungsverhältnis von Erzählung und Wirklichkeit an, werfen einen Blick in wichtige Texte und bekommen so einen Eindruck davon, wie die USA über sich denken, wie sie von anderen wahrgenommen werden und wahrgenommen werden wollen. PD Dr. Tim Lanzendörfer ist Amerikanist an der Goethe-Universität Frankfurt.
Mit ungewöhnlicher Architektur wurde die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall bedeutend erweitert und bietet nun noch mehr Platz für noch mehr Kunst. Eröffnet wird das neue/alte Haus im September 2026 mit einer opulenten Werkschau von mehr als 70 Arbeiten von Anselm Kiefer. Dieser zählt zu den weltweit renommiertesten deutschen Künstlern und nimmt in der Sammlung von Reinhold Würth einen besonderen Stellenwert ein – nicht zuletzt, weil den Sammler seit vielen Jahren ein enger persönlicher Kontakt mit dem Künstler verbindet. Bei einer Tagesfahrt nach Schwäbisch Hall wird der Besuch der Ausstellung in der Kunsthalle Würth im Mittelpunkt stehen. Darüber sei aber die reizvolle Altstadt von Schwäbisch Hall, die sich zur eindrucksvollen Michaelskirche hinaufstaffelt, nicht vergessen. Bei einem Stadtrundgang erleben wir die liebevoll gepflegten Fachwerkensembles und gönnen uns als Zugabe die besterhaltene Klosterburg Deutschlands, Großcomburg. Abfahrt in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 7:30 Uhr (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben). Abfahrt in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz / Busbahnhof) um 8:00 Uhr. HINWEIS: Die Tagesfahrt ist aktuell an diesem Termin ausgebucht. Wir haben aber für den Folgetag (So., 25.10.) einen zusätzlichen Termin mit gleichem Ablauf geplant. Alle weiteren Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.vhs-badhomburg.de/p/474-C-262D02-66
Der Buddhismus prägt seit über 2.000 Jahren Gesellschaften in Asien und findet auch im Westen wachsende Beachtung. Der Kurs bietet eine kompakte Einführung in zentrale Lehren, wichtige Strömungen und kulturelle Unterschiede – von frühen Schulen bis zu heutigen Formen. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich buddhistische Praxis von verbreiteten westlichen Vorstellungen unterscheidet. Im Anschluss wird die Thai Sala im Kurpark Bad Homburg besucht. Vor Ort werden Architektur, Symbolik und die Rolle des Buddhismus in Thailand erläutert.
Verbringen Sie einen Tag im alten Rom! Das Seminar verbindet Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag mit einem leichten Zugang zur lateinischen Sprache. Auch wer sein Schul-Latein längst vergessen hat, ist hier richtig: Gemeinsam nehmen wir einen kurzen Originaltext in den Blick und entdecken die Sprache im Kontext ihrer Zeit.
Mit ungewöhnlicher Architektur wurde die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall bedeutend erweitert und bietet nun noch mehr Platz für noch mehr Kunst. Eröffnet wird das neue/alte Haus im September 2026 mit einer opulenten Werkschau von mehr als 70 Arbeiten von Anselm Kiefer. Dieser zählt zu den weltweit renommiertesten deutschen Künstlern und nimmt in der Sammlung von Reinhold Würth einen besonderen Stellenwert ein – nicht zuletzt, weil den Sammler seit vielen Jahren ein enger persönlicher Kontakt mit dem Künstler verbindet. Bei einer Tagesfahrt nach Schwäbisch Hall wird der Besuch der Ausstellung in der Kunsthalle Würth im Mittelpunkt stehen. Darüber sei aber die reizvolle Altstadt von Schwäbisch Hall, die sich zur eindrucksvollen Michaelskirche hinaufstaffelt, nicht vergessen. Bei einem Stadtrundgang erleben wir die liebevoll gepflegten Fachwerkensembles und gönnen uns als Zugabe die besterhaltene Klosterburg Deutschlands, Großcomburg. Abfahrt in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 7:30 Uhr (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben). Abfahrt in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz / Busbahnhof) um 8:00 Uhr.
Räuber und Gesetzlose prägten über Jahrhunderte auch den Taunus. Diese Wanderung führt in eine Zeit, in der die Wälder Rückzugsraum, Handelsweg und gefährliches Terrain zugleich waren. Zuerst werden wir das frühe Räubertum im Allgemeinen beleuchten und untersuchen, warum gerade dann die Taunus-Region besonders günstige Bedingungen bot. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Schinderhannes und seiner Gefolgsleute im späten 18. Jahrhundert. Die Führung verbindet lebendig, anschaulich und authentisch historische Fakten mit atmosphärischen Einblicken in die damalige Zeit. Gut begehbare Wanderstrecke (ca. 5 km) – bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und eine kleine Flasche Wasser denken.
Sie lesen gerne Romane und moderne Belletristik? Lesen ist Ihr Hobby? Sie würden gerne mit anderen Gleichgesinnten über Ihre Lieblingsbücher reden? Dann sind Sie hier richtig! Jeden Monat lesen wir gemeinsam ein Buch und plaudern darüber in lockerer Runde. Es geht um den Spaß am Lesen und darüber, sich auszutauschen und andere Bücherfreunde kennenzulernen. Die Dozentin wird für die ersten beiden Termine die Lektüre vorgeben, anschließend suchen wir gemeinsam unsere neuen Romane aus, gerne auch Krimis, historische Romane etc. Die Bücher: „Neujahr“ von Julia Zeh (im September, erschienen 2018 bei Luchterhand Verlag), „Dreimeterdreißig“ von Jaqueline Scheiber (im Oktober, erschienen 2025 bei Leykam Verlag). Bitte besorgen Sie sich und lesen Sie die Romane zeitnah vorab, damit wir sie bei den Treffen besprechen können!