Viele von uns sind mit den Gaben des Nikolaus aufgewachsen, und auch sein Begleiter Knecht Ruprecht ist uns seit Kindheitstagen vertraut. In der Vorweihnachtszeit begegnet uns der Nikolaus heute zudem überall – oft Seite an Seite mit dem Weihnachtsmann in den Regalen der Geschäfte. An diesem Abend begeben wir uns auf eine spannende Reise zurück ins vierte Jahrhundert und werfen einen Blick auf das Wirken des Bischofs Nikolaus von Myra. Dabei entdecken wir, welche Aspekte seines Lebens und Handelns bis heute Bedeutung haben und hören besinnliche Geschichten rund um die Figur des Nikolaus. Gabriele Wolff-Starck: Diplom-Pädagogin, Journalistin, Dozentin, Geschichten-Schreiberin und Geschichten-Erzählerin.
Auguste Rodin gilt als Wegbereiter der modernen Bildhauerei. Berühmt wurde er mit Skulpturen wie „Der Denker“ oder dem monumentalen „Höllentor“. Anders als viele Bildhauer seiner Zeit strebte Rodin nicht nach glatten, idealisierten Formen. Ihn interessierten Bewegung, Ausdruck und das lebendige Spiel von Licht und Schatten auf der Oberfläche. Seine Figuren wirken oft wie Momentaufnahmen – voller Spannung und innerer Dynamik. Der Vortrag stellt Rodins wichtigste Werke vor und zeigt, warum seine Kunst als Aufbruch in die Moderne gilt.
Nicht die bekannten Ziele wie Acapulco oder die Pyramiden von Yucatán stehen im Mittelpunkt dieser 4.500 Kilometer langen Reise, sondern das Unterwegssein selbst: Begegnungen mit Menschen wie den Tarahumara-Indianern, Eindrücke aus Metropolen wie Mexiko-City und Guadalajara sowie imposante Landschaften – vom Hochland über den Kupfer-Canyon bis nach Baja California. Erzählt wird von abenteuerlichen Bahnfahrten, darunter dem bekannten „Chepe“ von Chihuahua an die Pazifikküste, aber auch dem heruntergekommenen „Honky-Tonk-Train“ No. 13, in dem es um Kopf und Kragen ging. Eine persönliche Rückschau auf ein Land, das sich vom Zug aus ganz anders zeigt.
Nach der Zerstörung Karthagos 146 v. Chr. und der Annexion des Nachbarkönigreichs Numidien im 1. Jh. n. Chr. entstanden in Nordafrika die Provinzen Numidia und Africa proconsularis, die rasch romanisiert wurden. Rom profitierte vom landwirtschaftlichen Reichtum, der durch schriftliche und archäologische Quellen gut belegt ist. Zahlreiche gut erhaltene Ruinenstätten wie Cherchel, Dougga und Sbeitla zeugen vom Wohlstand der Region unter römischer Herrschaft. Carthago wurde unter Caesar neu gegründet und entwickelte sich zur Metropole. Der reich bebilderte Vortrag führt in die römische Vergangenheit der heutigen Staaten Libyen, Tunesien und Algerien.
Zwei Monate mit dem Rucksack durch Ecuador und Peru: von den schneebedeckten Vulkanen der Anden bis in den Regenwald, von farbenfrohen Märkten bis zu historischen Städten. Die Reise führt zu beeindruckenden Natur- und Kulturlandschaften, darunter die Besteigung des 5.900 Meter hohen Cotopaxi, die Galápagosinseln, Cusco und das legendäre Machu Picchu. Eindrucksvolle Fotos und Filmsequenzen zeigen Begegnungen mit Menschen, der einzigartigen Tierwelt und außergewöhnlichen Landschaften. Ein lebendiger Vortrag über zwei der faszinierendsten Länder Südamerikas.
Wie wurden Farben hergestellt, womit gebunden und warum waren sie oft haltbarer als moderne Anstriche? Ein Blick auf historische Farbwelten zwischen Handwerk, Chemie und überraschenden Nebenwirkungen. Was Dinge uns erzählen, wenn man genau hinschaut: Ein Restaurator aus der Praxis erklärt an konkreten Beispielen, wie Materialien altern, warum Spuren entstehen – und was sie über ihre Zeit verraten.
Israel und Deutschland verbindet eine historisch belastete, politisch besondere Beziehung. Der Vortrag zeichnet nach, wie sich aus den schwierigen Anfängen der 1950er-Jahre und der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 schrittweise eine Partnerschaft entwickelte – begleitet von Kontroversen um Rüstungsexporte, politischer Verantwortung und der von Angela Merkel geprägten Formel der „Staatsräson“. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Nahen Osten und ihrer Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft in Deutschland fragt der Abend, wie sich dieses besondere Verhältnis heute einordnen lässt.
Wie kann die Pflegesituation von Menschen mit Demenz so gestaltet werden, dass sie für alle Beteiligten mehr Zufriedenheit, Lebensqualität und Wohlbefinden bringt? Der Vortrag gibt Einblick in wichtige Rahmenbedingungen, Handlungsmöglichkeiten und Stellschrauben, die eine Entlastung im Pflegealltag schaffen können. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen sowie eine angeleitete Selbstreflexion, um individuelle Verbesserungen in der eigenen Pflegesituation zu entwickeln. Katrin Fink, Diplom-Sozialarbeiterin, städtische Beauftragte für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung der Stadt Oberursel, Resilienzcoach und Autorin, berät seit zwölf Jahren pflegende Angehörige.
Kaum zu glauben, aber wahr: Johann Wolfgang von Goethe hätte die Fotografie noch kennenlernen können. Denn sechs Jahre vor seinem Tod gelang dem heute weitgehend unbekannten Nicéphore Niépce das erste Bild, das man als Foto bezeichnen kann. Sogar dieses erste „geschossene“ Foto – eine Heliografie – ist bis heute erhalten. Es zeigt den Blick aus seinem Arbeitszimmer, die Belichtungszeit dauerte allerdings eine halbe Ewigkeit. Über Daguerre und Talbot entwickelte sich daraus die Fotografie, wie viele Generationen sie kannten – heute weitgehend abgelöst durch digitales Fotografieren. Der Vortrag erzählt die Geschichte der Fotografie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart und stellt bekannte Fotograf:innen wie Ansel Adams, Henri Cartier-Bresson, Edward Steichen, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky vor.
In Zusammenarbeit mit der StadtBibliothek sowie dem Büro für interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bad Homburg v.d. Höhe Kolumbien zählt zu den vielfältigsten Ländern Südamerikas. Andenhochland, tropischer Regenwald und Karibikküste prägen Landschaft und Leben ebenso wie lebendige Städte und eine reiche kulturelle Mischung. In den vergangenen Jahren hat sich das Land stark verändert und ist für viele Reisende neu interessant geworden. An diesem Abend stellt Ihnen Federico Marín-Vargas sein Heimatland vor. In Bad Homburg und Umgebung sind Menschen aus allen fünf Kontinenten zu Hause. In dieser Reihe stellen einige von ihnen sich und ihr Land auf kreative Weise vor. Die Abende sind alles andere als trockene Landeskunde – lassen Sie sich überraschen!