Auguste Rodin gilt als Wegbereiter der modernen Bildhauerei. Berühmt wurde er mit Skulpturen wie „Der Denker“ oder dem monumentalen „Höllentor“. Anders als viele Bildhauer seiner Zeit strebte Rodin nicht nach glatten, idealisierten Formen. Ihn interessierten Bewegung, Ausdruck und das lebendige Spiel von Licht und Schatten auf der Oberfläche. Seine Figuren wirken oft wie Momentaufnahmen – voller Spannung und innerer Dynamik. Der Vortrag stellt Rodins wichtigste Werke vor und zeigt, warum seine Kunst als Aufbruch in die Moderne gilt.
Nicht die bekannten Ziele wie Acapulco oder die Pyramiden von Yucatán stehen im Mittelpunkt dieser 4.500 Kilometer langen Reise, sondern das Unterwegssein selbst: Begegnungen mit Menschen wie den Tarahumara-Indianern, Eindrücke aus Metropolen wie Mexiko-City und Guadalajara sowie imposante Landschaften – vom Hochland über den Kupfer-Canyon bis nach Baja California. Erzählt wird von abenteuerlichen Bahnfahrten, darunter dem bekannten „Chepe“ von Chihuahua an die Pazifikküste, aber auch dem heruntergekommenen „Honky-Tonk-Train“ No. 13, in dem es um Kopf und Kragen ging. Eine persönliche Rückschau auf ein Land, das sich vom Zug aus ganz anders zeigt.
1988 eröffnete das erste Jüdische Museum in Deutschland im einstigen Palais der Familie Rothschild seine Pforten. Damals ermöglichte es einen Überblick über die Geschichte der traditionsreichen Frankfurter jüdischen Gemeinde. Seit dem großen Um- und Anbau zeigt es deren Geschichte in den letzten gut zweihundert Jahren von der rechtlichen Gleichstellung über Verfolgung und Völkermord bis zur lebendigen Gegenwart der zweitgrößten Gemeinde Deutschlands. Neben einem Schwerpunkt zum Thema Bilder jüdischer Maler wie Daniel Moritz Oppenheim steht vor allem das, was jüdisches Leben in seinen religiösen Wurzeln ausmacht, im Mittelpunkt der Präsentation. Hinweis: Der Eintritt ins Museum muss vor Ort zusätzlich gezahlt werden (Museumsufercardbesitzer sind frei).
Nach der Zerstörung Karthagos 146 v. Chr. und der Annexion des Nachbarkönigreichs Numidien im 1. Jh. n. Chr. entstanden in Nordafrika die Provinzen Numidia und Africa proconsularis, die rasch romanisiert wurden. Rom profitierte vom landwirtschaftlichen Reichtum, der durch schriftliche und archäologische Quellen gut belegt ist. Zahlreiche gut erhaltene Ruinenstätten wie Cherchel, Dougga und Sbeitla zeugen vom Wohlstand der Region unter römischer Herrschaft. Carthago wurde unter Caesar neu gegründet und entwickelte sich zur Metropole. Der reich bebilderte Vortrag führt in die römische Vergangenheit der heutigen Staaten Libyen, Tunesien und Algerien.
Was kann Design gesellschaftlich bewirken? Die Führung durch die Ausstellung "How to Design a Revolution" im Museum Angewandte Kunst führt in das Chile der frühen 1970er Jahre. Unter Präsident Salvador Allende entstand dort ein außergewöhnlicher Reformprozess – eine seltene Verbindung aus Demokratie, Sozialpolitik und Gestaltung. Gezeigt wird, wie Grafik- und Industriedesign gezielt genutzt wurden: etwa mit Plakaten für kollektives Handeln oder funktionalen Alltagsprodukten für breite Bevölkerungsschichten. Ein besonderer Blickfang ist die Rekonstruktion des futuristischen Cybersyn-Kontrollraums, mit dem Produktion und staatliche Betriebe vernetzt werden sollten. Im Anschluss bleibt Zeit zur individuellen Museumsbesichtigung, auch der Präsentation „Elementarteile“.
Zwei Monate mit dem Rucksack durch Ecuador und Peru: von den schneebedeckten Vulkanen der Anden bis in den Regenwald, von farbenfrohen Märkten bis zu historischen Städten. Die Reise führt zu beeindruckenden Natur- und Kulturlandschaften, darunter die Besteigung des 5.900 Meter hohen Cotopaxi, die Galápagosinseln, Cusco und das legendäre Machu Picchu. Eindrucksvolle Fotos und Filmsequenzen zeigen Begegnungen mit Menschen, der einzigartigen Tierwelt und außergewöhnlichen Landschaften. Ein lebendiger Vortrag über zwei der faszinierendsten Länder Südamerikas.
Wie wurden Farben hergestellt, womit gebunden und warum waren sie oft haltbarer als moderne Anstriche? Ein Blick auf historische Farbwelten zwischen Handwerk, Chemie und überraschenden Nebenwirkungen. Was Dinge uns erzählen, wenn man genau hinschaut: Ein Restaurator aus der Praxis erklärt an konkreten Beispielen, wie Materialien altern, warum Spuren entstehen – und was sie über ihre Zeit verraten.
Kaum zu glauben, aber wahr: Johann Wolfgang von Goethe hätte die Fotografie noch kennenlernen können. Denn sechs Jahre vor seinem Tod gelang dem heute weitgehend unbekannten Nicéphore Niépce das erste Bild, das man als Foto bezeichnen kann. Sogar dieses erste „geschossene“ Foto – eine Heliografie – ist bis heute erhalten. Es zeigt den Blick aus seinem Arbeitszimmer, die Belichtungszeit dauerte allerdings eine halbe Ewigkeit. Über Daguerre und Talbot entwickelte sich daraus die Fotografie, wie viele Generationen sie kannten – heute weitgehend abgelöst durch digitales Fotografieren. Der Vortrag erzählt die Geschichte der Fotografie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart und stellt bekannte Fotograf:innen wie Ansel Adams, Henri Cartier-Bresson, Edward Steichen, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky vor.
In Zusammenarbeit mit der StadtBibliothek sowie dem Büro für interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bad Homburg v.d. Höhe Kolumbien zählt zu den vielfältigsten Ländern Südamerikas. Andenhochland, tropischer Regenwald und Karibikküste prägen Landschaft und Leben ebenso wie lebendige Städte und eine reiche kulturelle Mischung. In den vergangenen Jahren hat sich das Land stark verändert und ist für viele Reisende neu interessant geworden. An diesem Abend stellt Ihnen Federico Marín-Vargas sein Heimatland vor. In Bad Homburg und Umgebung sind Menschen aus allen fünf Kontinenten zu Hause. In dieser Reihe stellen einige von ihnen sich und ihr Land auf kreative Weise vor. Die Abende sind alles andere als trockene Landeskunde – lassen Sie sich überraschen!
Die Fotografie kann in diesem Jahr auf zweihundert Jahre Belichtungsgeschichte zurückblicken und Wetzlar hat mit der Firma Leica einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Geschichte des Mediums geleistet. Bei einem Besuch in der Firma Leica erleben wir im Ernst Leitz Museum die Geschichte der Fotografie und sehen in ausgewählten Fotos, was sich mit diesem „Rolls-Royce“ unter den Kameras abbilden lässt. Die Firma Leitz gehört mit Buderus zu den Schrittmachern auf dem Weg der altehrwürdigen, aber auch extrem verschnarchten Reichsstadt zur Industriestadt. Das Nebeneinander von Industrie- und historischer Fachwerkaltstadt verleiht Wetzlar seinen unverwechselbaren Charakter. Rund um den sogenannten Dom, der eines der besten Beispiele mittelalterlichen Bauens in der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik in Deutschland ist, schart sich eines der reizvollsten Altstadtensembles Hessens. Dom und Altstadt werden wir bei einem Rundgang kennenlernen. Und es wäre ein großer Zufall, liefe uns dabei nicht auch ein gewisser Assessor Goethe über den Weg – oder zumindest sein Andenken. Im Lottehaus beschäftigen wir uns mit seiner „Wetzlarer Affäre“ und seinem größten Erfolg auf der Bestsellerliste des 18. Jahrhunderts, mit dem „Werther“. Wenn es die Zeit zulässt, werden wir im Stadtteil Hermannstein noch einen Blick auf den einzigen erhaltenen „Donjon“ Deutschlands, einen mittelalterlichen Wehr- und Wohnturm französischer Prägung, werfen. Abfahrt in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 8:30 Uhr (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben). Abfahrt in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz / Busbahnhof) um 9:00 Uhr.