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Geschichte, Politik, Zeitgeschehen

53 Kurse

Hier finden Sie spannende Einblicke in historische Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft – informativ, anregend und mit Blick auf das Wesentliche.

Volker Mohn
Fachbereichsleiter Politik, Gesellschaft, Geschichte, Exkursionen, Kunst-/ Kulturgeschichte, Gesundheit

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studium generale [Frühjahrssemester 2026] 1. Semester: Von der Entstehung des Menschen bis zu den ersten Hochkulturen
Di. 03.03.2026 19:30
Bad Homburg
1. Semester: Von der Entstehung des Menschen bis zu den ersten Hochkulturen

STUDIUM GENERALE Die wichtigsten Epochen der Geschichte von der Entstehung des Menschen bis zum 20. Jahrhundert werden von allen Seiten beleuchtet: Medizin, Geschichte, Kunst, Musik, Literatur, Theologie, Recht, Technik, Philosophie und Wissenschaft sind Themen der einzelnen Vorlesungen. Jedes Semester eine neue Epoche, jeden Dienstag ein neuer Aspekt der Epoche. Das studium generale der Volkshochschule Bad Homburg wendet sich an alle, die als junge Leute einen weiten Blick in die Welt der Geschichte, Kultur und der Wissenschaften werfen, als Berufstätige über ihre Spezialisierung hinausblicken und ihre Allgemeinbildung erweitern oder als nicht (mehr) Berufstätige sich Wissensgebieten zuwenden möchten, mit denen sie sich „schon immer mal“ beschäftigen wollten. Die Dozentinnen und Dozenten kommen von Hochschulen, Universitäten, Museen und aus der Praxis. Anmeldungen sind auch während des laufenden Semesters möglich. Konzept und Organisation: Gero Fuhrmann Kontakt: hgfuhrmann@t-online.de, Tel.: 0170 3 49 4040 1. Semester Von der Entstehung des Menschen bis zu den ersten Hochkulturen Eröffnungsveranstaltung in der Stadtbibliothek 03. März 2026 Stefan M. Maul liest aus seiner Übersetzung des Gilgamesch-Epos Das Gilgamesch-Epos ist eine der ältesten überlieferten, schriftlich fixierten Dichtungen. Es erzählt den Mythos des Königs Gilgamesch von Uruk, der erst nach zahllosen Abenteuern und leidvollen Erfahrungen die Fähigkeit erwirbt, ein wirklich guter Herrscher zu sein. Stefan M. Maul bietet eine Übersetzung des Epos, in der spektakuläre neue Textfunde erstmals bekannt gemacht werden. Die überzeitliche Schönheit des Werkes lässt er so in neuem Licht erstrahlen. Stefan M. Maul ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er lehrt als Ordinarius der Assyriologie an der Universität Heidelberg. Für seine Forschungsleistungen wurde er 1997 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Die Vorlesungen dienstags, 19:30 bis ca. 21:15 Uhr in der Hölderlin-Schule, Hessenring 156 10. März, Jan Wacker Die Wurzeln der Menschheit, Teil 1 Vom Spitzhörnchen zum Primaten Die Geschichte unserer Ahnen beginnt weit in der Vergangenheit. Die ersten Säugetiere gab es bereits in der Dinosaurierzeit, aber erst nach dem großen Artensterben vor 66 Mio. Jahren entwickeln sich viele neue Arten innerhalb dieser Gruppe. Darunter auch der Zweig, der zu uns Menschen geführt hat. Funde wie „Ida“ aus Messel geben uns eine Idee, wie dieser vielleicht ausgesehen haben könnte. Der Vortrag zeichnet den Weg dieser frühen Entwicklung bis hin zu den ersten aufrecht gehenden Vertretern nach. 17. März, Jan Wacker Die Wurzeln der Menschheit, Teil 2 Von Lucy zum modernen Menschen Fossilien von Homininen sind rar gesät. Dementsprechend sind die Diskussionen unter Wissenschaftlern über unseren Stammbaum vielfältig. Neben der Problematik zur Einordnung von Fossilien zeigt der Vortrag einzelne Funde von Vertretern dieser Gruppe auf. Er schlägt einen Bogen von der Entwicklung des aufrechten Ganges über die Nutzung von Werkzeugen und dem größer werdenden Gehirn bis hin zur Ausbreitung von Afrika nach Europa und Asien. Der Referent studierte Geologie-Paläontologie in Frankfurt und ist lange Jahre für die Abt. Bildung und Vermittlung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt tätig. Er ist Mitbegründer der Spurensucher-Naturerlebnisschule Taunus e.V., leitet den Geologischen Arbeitskreis der VHS Bad Homburg mit kleinem Museum und arbeitet u.a. mit dem Sinclairhaus, der Goldkammer Frankfurt und dem UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel zusammen. Seit Herbst 2025 arbeitet er für ein Projekt der Biodidaktik der Goethe-Universität Frankfurt. 24. März, Dr. Lutz Kindler Haben ist besser als Brauchen – Steinzeitliche Konsumlandschaft Mangelwirtschaft oder Überflussgesellschaft? Was haben unsere Vorfahren eigentlich konsumiert? Wie haben sie ihre Bedürfnisse befriedigt? Ist der steinzeitliche Konsum vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft? Der Vortrag gibt Antworten von gestern für die Fragen von morgen. Dr. Lutz Kindler ist Zooarchäologe und Prähistoriker am Archäologischen Forschungszentrum und Museum „Monrepos“ in Neuwied am Rhein, einer Abteilung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und Lehrbeauftragter der Johannes Guttenberg-Universität, Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung der menschlichen Ernährung und Subsistenz in der frühen Menschheitsgeschichte. 14. April, Prof. Dr. Tanja Pommerening Zur heilkundlichen Praxis vor Hippokrates Der Vortrag zeigt, welche frühen Vorstellungen in den ersten Schriftkulturen zur Heilkunde überliefert sind - mit besonderem Fokus auf dem alten Ägypten. Es wird verdeutlicht, wie praktische, theoretische und religiöse Aspekte ein medizinisches System bildeten, das über lange Zeit Bestand hatte, aber auch offen war, neues Wissen zu integrieren. Wie der Austausch von Wissen zwischen Ägypten, Mesopotamien und Griechenland im Laufe der Zeit sichtbar wird, wird an eindrucksvollen Quellen demonstriert. Die Dozentin ist Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Universität Marburg. Ihre Forschungen widmen sich unter anderem der Natur- und Heilkunde sowie Wissensgeschichte und methodischen Fragen im interdisziplinären Austausch zwischen Kultur- und Naturwissenschaften. Sie ist u.a. Mitglied der Académie internationale d’histoire de la pharmacie und der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main. 21. April, Dr. Gabriele Franke Steinerne Leinwände - Felsbildkunst als weltweites Phänomen Der Wunsch des Menschen, Erlebnisse oder Vorstellungen auf steinernen Leinwänden auszudrücken, ist ein weltweites Phänomen, das auf allen Kontinenten zu unterschiedlichen Zeiten auftrat und noch auftritt. Teilweise sind die Felsbilder älter als die eiszeitlichen Höhlenmalereien in Europa. Der Vortrag stellt Beispiele aus allen Kontinenten und Zeiten vor und diskutiert die Frage der Interpretation. 28. April, Dr. Gabriele Franke Von Höhlen und Figuren - eiszeitliche "Kunst" in Europa Mit einem Alter von 37.000 Jahren gehört die Grotte Chauvet zu den ältesten und spektakulärsten Felsbildstellen der Welt. In ihrer Pracht steht sie jüngeren Höhlenmalereien wie in Lascaux in nichts nach. Doch der damalige Mensch in Europa hat seine Gedankenwelt nicht nur in Bildern ausgedrückt. Vor allem im Donautal finden sich kunstvoll geschnitzte Statuetten, die zur ältesten figurativen Kunst der Menschheit gehören. Beide Phänomene werden im Vortrag vorgestellt und in den archäologischen Kontext der eiszeitlichen Besiedlung Europas eingebunden. Dr. Gabriele Franke war als Archäologin mit Schwerpunkt Westafrika von 2008 bis 2021 am Institut für archäologische Wissenschaften der Goethe Universität Frankfurt tätig. Seit 2022 ist sie als externe Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt auf Felsbildern Afrikas am Frobenius Institut und der Goethe Universität assoziiert. 05. Mai, Prof. Dr. Madelaine Böhme Wie wir Menschen wurden – Hominidenfunde aus dem Allgäu Dass die Wiege der Menschheit in Afrika liegt – das galt lange als unumstößliche Erkenntnis. Doch in den vergangenen Jahren tauchten immer mehr Fossilien auf, die zeitlich und räumlich nicht ins Bild passten. Einer dieser Funde stammt aus Süddeutschland. Er legt nahe, dass der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt haben. Die neue Menschenaffen-Art Danuvius guggenmosi, die vor 11,62 Millionen Jahren im Allgäu lebte, läßt den Schluss zu, dass der aufrechte Gang nicht nur älter ist als bisher vermutet, sondern sich schon zu Beginn der Hominiden-Evolution herausbildete. Diese Entdeckung rüttelt an bisherigen Theorien zur Entwicklung von Menschenaffen und Menschen und gibt Anlass zu neuen Forschungsfragen. Prof. Dr. Madelaine Böhme ist Geowissenschaftlerin und Paläontologin und seit 2009 Professorin für Terrestrische Paläoklimatologie an der Universität Tübingen, außerdem Gründungsdirektorin des Senckenberg Center for Human Evolution and Paläoenvironment. Sie und ihr Team haben bei Ausgrabungen im Allgäu neben vielen anderen Funden inzwischen über 50 fossile Relikte des Danuvius Guggenmosi gefunden und wissenschaftlich untersucht. 12. Mai, Apl. Prof. Dr. Thomas Richter Altorientalische Schriften - Damals und bis heute Die Schrift, möglicherweise zuerst im alten Mesopotamien entstanden, muss als eine der fundamentalsten Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit gelten - vergleichbar mit Landwirtschaft und Viehzucht, auch diese vielleicht zuerst im Vorderen Orient, oder mit der Erfindung des Rads. Seit dem Ende des 4. Jt. v. Chr. darf man von einer altorientalischen Schriftkultur sprechen, die nach und nach nahezu alle Lebensbereiche erfasste und (aus unserer heutigen Sicht) prägte. Auch wenn die zuerst entstandene Keilschrift ein „toter Ast" in der Schriftgeschichte ist, so hat sich die Idee des Schreibens doch als ein eminenter Stimulus für die Entwicklung anderer Schriften erwiesen. Fast alle altorientalischen Schriftschöpfungen gingen zwar früher oder später verloren, aber die phönizische Schrift lebt bis heute im lateinischen Alphabet fort. Der Dozent ist Professor für Altorientalische Philologie am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Namenkunde und hurritische Lexikologie. 19. Mai, Prof. Dr. Enno Giele Die Jungsteinzeit und früheste Städte in China Archäologie in China feiert derzeit erst ihren hundertsten Jahrestag. Deswegen und weil die auch wirtschaftlich potente Volksrepublik China mit Archäologie gerne den Nationalstolz bedient, boomt das Fach – Gelegenheit für uns, einen Überblick über die jungsteinzeitlichen Anfänge des Urbanismus in China zu wagen und zu überlegen, ob dies die „chinesische Zivilisation“ wirklich „5000 Jahre alt“ macht, wie oft behauptet wird. Prof. Dr. Enno Giele ist Professor für Klassische Sinologie an der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Vorgeschichte und der Zivilisationsgeschichte des Alten China. 26. Mai, Apl. Prof. Dr. Thomas Richter Altorientalische Wissenschaften Altorientalische Wissenschaft(en) und wo wir ihre Spuren heute noch finden Wissenschaft bzw. ihre Ergebnisse zeigen sich heute und zeigten sich schon vor Jahrtausenden auch im alltäglichen Leben. Das vielleicht deutlichste Beispiel ist der Kalender, genauer: ein Kalender, der die durch die Himmelsmechanik vorgegebenen Abläufe (Tag, Monat, Jahr) möglichst genau abbildet und daher über lange Zeiträume in Benutzung bleiben konnte. Unser heutiger Kalender hat seine Wurzeln im Alten Orient, und dies gilt auch für andere Bereiche der Astronomie: Astronomisches (und astrologisches) Wissen wurde im alten Griechenland übernommen und weiterentwickelt. Auch die babylonische Mathematik war hoch entwickelt und hat zum Teil Ergebnisse erbracht, die erst Jahrtausende später neu erreicht worden sind (z.B. der Satz des Pythagoras). 02. Juni, Dr. Gabriele Franke Stonehenge – Kult und Baukunst vor 5000 Jahren Stonehenge, da denkt man an lang vergangene Zeiten, an eine Kultstätte bestehend aus riesigen Steinen und an Druiden, die Rituale zur Sonnwende durchführten. Doch was war Stonehenge wirklich? Wer hat es erbaut? Wie alt ist es? Wofür wurde es genutzt? Die Wissenschaft machte in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte, nicht nur, was Alter, Bau und Nutzung der Anlage angeht. Heute ist auch bekannt, dass Stonehenge nicht für sich alleine stand, sondern Teil einer stein- und bronzezeitlichen Kulturlandschaft war, die vor mindestens 5000 Jahren entstand. Der Vortrag geht diesen Fragen nach und stellt die neusten archäologischen Erkenntnisse vor. 09. Juni [Hinweis: Prof. Wicke kann den Vortrag aus gesundheitlichen Gründen leider nicht halten. Stattdessen freuen wir uns auf einen Vortrag von Dr. Gabriele Franke zum Thema] Ackerbau und Viehzucht im antiken Mesopotamien Die Wurzeln von Tierhaltung und Landwirtschaft reichen in der Region des Fruchtbaren Halbmondes bis das 10. Jahrtausend vor Christus zurück. Mit modernen archäologischen Methoden kann dabei der Übergang zur „produzierenden Wirtschaftsweise“ heute immer besser nachvollzogen werden. Der Vortrag bietet einen Überblick von den Anfängen der Domestikation von Pflanze und Tier in Mesopotamien bis zur vollen Nutzung des landwirtschaftlichen Potenzials des Zweistromlandes durch die Bewässerungskulturen der Assyrer und Babylonier im 2. und 1. Jt. v. Chr. Hier geben neben den archäologischen Befunden die reichen Textquellen Hinweise auf diesen im Grunde wichtigsten Wirtschaftszweig der antiken Kulturen. Der Dozent ist Inhaber des Lehrstuhls für Vorderasiatische Archäologie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Während seine Forschungsschwerpunkte das altorientalische Kunsthandwerk, eisenzeitliche Plastik in Nordsyrien und Südostanatolien sowie die Frage der altorientalischen Brandbestattungen bilden, ist er vorwiegend im Nordirak archäologisch tätig, jüngst mit einem Ausgrabungsprojekt in der Shahrizor-Ebene, Provinz Sulaimaniyah. 16. Juni, Prof. Dr. Dirk Wicke Große Kunst in kleinen Bildern - Tonbildnerei, Beinschnitzerei und Siegelkunst im Alten Orient Zählen Malerei und Plastik als „Großkunst“ zweifellos zu den prominenteren Gattungen in der Archäologie der Klassischen Antike, gilt für den Vorderen Orient, dass hier vor allem in der „Kleinkunst“ ein hohes Maß an Kunstfertigkeit und Ästhetik zu finden ist. Kleinformatige Terrakotten zeigen Details von Kleidung oder Körperschmuck, die sonst nicht erhalten sind. Darstellungen auf Siegeln präsentieren Motive und Szenen, die keinen Vergleich in großformatigen, repräsentativen Reliefs haben. Hinzu kommt eine beeindruckende handwerkliche Fertigkeit angesichts des Detailreichtums der Ausführungen der nur wenige Zentimeter großen Bildwerke. Der Vortrag behandelt neben den Darstellungen die Materialien und die grundlegenden Techniken der Bearbeitung von Ton und Bein sowie die Arbeit der Siegelschneider des Alten Orients. Abschlusskonzert Dienstag, 23. Juni 2026, 19.30 Uhr in der Erlöserkirche in Zusammenarbeit mit der Erlöserkirche Bad Homburg „Am Rande der Zeit” (1999/2000) Nach Texten von Hazrat Inayat Khan, Jeanne Hersch, Rainer Maria Rilke, Gerhard Müller-Hornbach, Max Frisch, Hermann Hesse und Rabindranath Tagore Komposition von Gerhard Müller-Hornbach Die Komposition von Gerhard Müller-Hornbach und die in ihr verwendeten Texte thematisieren verschiedene Sichtweisen auf das Phänomen „Zeit“. Das vielfältige Wechselspiel zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Erfahrungsraum menschlichen Seins und die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz werden aus der Perspektive unterschiedlicher Denktraditionen und subjektiver Erfahrungen in Beziehung gesetzt. Die Relativität unserer Sicht auf die Zeit artikuliert sich auch in der Widmung, die der Komponist seiner Partitur vorangestellt hat: „Der Vielfalt von Paradoxien und Ambivalenzen Rechnung tragend, widme ich diese Komposition allen Sternen, die für uns leuchten, obwohl sie schon erloschen sind.“ Hans Christoph Begemann: Bariton Kammerchor der Erlöserkirche MUTARE ENSEMBLE Leitung: Susanne Rohn mit einer Einführung durch den Komponisten Eintritt: 20,00 (16,00) Euro - Karten über die Homepage der Erlöserkirche oder an der Abendkasse. Für die Teilnehmenden des studium generale der Volkshochschule Bad Homburg ist der Eintritt frei. Gebühr für das studium generale (Autorenlesung, 13 Vorlesungen und Abschlussveranstaltung): 255,00 Euro

Kursnummer B101000
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Gebühr: 255,00
Tagesfahrt: Fachwerk, Festungen und Glockenklang entlang der Dill
Do. 25.06.2026 08:00
Bad Homburg

Der Dill gehört in den Gurkensalat, aber die Dill unbedingt bereist. Ihr landschaftlich reizvolles Tal am Rande des Westerwaldes beeindruckt mit Zeugnissen der einst großen historischen Bedeutung und der Industriegeschichte im einstigen Herrschaftsbereich der Nassauer und Solmser. Das alte Zentrum des Tales, die kleine Stadt Herborn, überrascht mit einer Fülle schöner Fachwerkhäuser, die sich unter Stiftskirche und ehemaliger Burg scharen. Dillenburg rühmt sich, die Heimat des niederländischen Königshauses, der Oranier, zu sein und beeindruckt mit einem Labyrinth unterirdischer Kasematten, dem einzigen Rest der einst stolzen Festung über dem engen Dilltal. In Sinn besuchen wir die Gießerei der Familie Rincker. Hier werden seit mindestens 1590 Glocken gegossen – einige davon werden uns bald darauf in der Burg Greifenstein begegnen. Dort besichtigen wir die prachtvoll ausstuckierte Burgkirche sowie das Museum Glockenwelt in einem ehemaligen Geschützturm. Sollte es die Zeit erlauben, werfen wir noch einen Blick in die Stadtkirche in Haiger. Sie bewahrt mit einem der größten mittelalterlichen Freskenzyklen Hessens einen ganz besonderen Schatz. Abfahrt in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 7:30 Uhr (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben) Abfahrt in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz / Busbahnhof) um 8:00 Uhr.

Kursnummer B101149
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Gebühr: 118,00
Exkursion: „Muna“ und KZ-Außenlager Hundstadt Der Schoß ist fruchtbar noch ... eine Wanderung in die Vergangenheit.
Sa. 04.07.2026 13:45
Der Schoß ist fruchtbar noch ... eine Wanderung in die Vergangenheit.

Nach der Machtübertragung an die Nazis 1933 hat das NS-Regime zur Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges verstärkt aufgerüstet. Der Grundstein dafür wurde im Vierjahresplan 1936 bis 1940 gelegt. Ziel war neben der Herstellung synthetischer Rohstoffe (Benzin und Gummi) unter anderem auch der Aufbau einer flexiblen und leistungsstarken Sprengstoffindustrie. Zur Tarnung wurden viele neue Rüstungsstandorte in Waldgebieten eingerichtet. So wurden von den drei Teilstreitkräften der Wehrmacht (Heer, Marine und Luftwaffe) ab 1936 dezentral im gesamten Reichsgebiet auch insgesamt 370 Munitionsanstalten aufgebaut und betrieben. Diese staatlichen Einrichtungen hatten die Aufgabe, die bereits fertiggestellte oder angelieferte Munition bis zur Abgabe an die Truppe aufzubewahren und zu verwalten. Dazu sollten auch die dort durchgeführten Munitionsarbeiten mit scharfen und unscharfen Munitionsteilen, Werkstoffen, Munitions- und Betriebsgeräten dienen. – Die Teilnehmenden an unserer Exkursion werden dort direkt am Stacheldrahtzaun über die damalige „Heeres-Neben-Munitionsanstalt Wilhelmsdorf“ informiert, die heute als „Muna Hundstadt“ bekannt ist. Darüber hinaus können die Teilnehmer/innen noch weitere Berichte über das in der Nähe liegende, der „Muna“ angegliederte Zwangsarbeiterlager „Waldfrieden“ erwarten. Sie erhalten aber auch noch Informationen über das ehemalige Lager „Bemelberg“ des Reichsarbeits-dienstes (nebst dem separat daneben liegenden RAD-Führerlager), über das nachfolgende Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend und das anschließend dort auch noch eingerichtete KZ-Außenlager Hundstadt des „Arbeitserziehungslagers“ Frankfurt-Heddernheim mit zwischen 150 und 300 Gefangenen der Gestapo, die am „Hasselborner Tunnel“ eingesetzt wurden. Nach Kriegsende wurde das Lager „Bemelberg“ zuerst zum Zwischenlager für deutsche Kriegsgefangene und danach eine Unterkunft für „Displaced Persons“ (DP). – Ab Mai 1946 wurden in allen vier Lagern (incl. der „Muna“) etwa 300 Sudetendeutsche untergebracht. Aus der „Muna Hundstadt“ wurde nach Kündigung der Bewohner 1958 später ein Lager des Bundesgrenzschutzes, ab Juli 2005 dann das Zentrale Versorgungslager der Bundespolizei. Treffpunkt ist am Samstag, 4. Juli 2026 um 13.45 Uhr die Haltestelle Wilhelmsdorf der Taunusbahn. Der Rundgang (unter Einschluss der Rückkehr ggf. dorthin zurück) wird etwa dreieinhalb Stunden dauern. Bitte an passende Kleidung denken (feste Schuhe anziehen, bei schlechtem Wetter ggf. auch Gummistiefel). Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“ in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg. Anmeldungen nimmt die VHS Bad Homburg entgegen.

Kursnummer B101528
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Gebühr: kostenlos
Bildungsurlaub: Vielfalt des Lebens. Biodiversität im Taunus entdecken
Mo. 03.08.2026 09:00
Bad Homburg

In unmittelbarer Nähe zum Ballungsgebiet Rhein-Main liegt der Taunus mit seinen Wäldern, Wiesen und Bächen und einer großen Vielfalt an Leben. Warum unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere so wichtig sind und welche Gefahren, aber auch Chancen es im Zusammenspiel mit den Menschen gibt, erleben Sie in diesem Wochenseminar hautnah. Exkursionen in die nahe Umgebung und Übungen in der Natur sowie dazu passende fachkundige Informationen ermöglichen es Ihnen, Biodiversität – also Lebensvielfalt – zu begreifen und zu erfahren. Seminarinhalte: – Kennenlernen von verschiedenen Lebensräumen wie Wald, Wiese und Stadt – Angeleitete Naturbeobachtung und Aufbau einer guten Beziehung Mensch – Natur – Einführung in die Bestimmung und Dokumentation von Pflanzen und Tieren – Ursachen der Gefährdung und Herausforderungen beim Schutz der Ökosysteme und Artenvielfalt lokal im Taunus und überregional – Natur zu den verschiedenen Tageszeiten einschließlich der Dunkelheit am Abend erleben Der Kurs findet Mo–Fr täglich von 9:00–16:30 Uhr statt. Bitte beachten Sie, dass einzelne Praxisteile wie die abendliche Naturbeobachtung auch außerhalb dieser Uhrzeiten geplant sind (Wochentage sind wetterabhängig). Die Kursleiterin Dr. Mareike Possienke ist Biologin und ausgebildete Naturpädagogin. Seit fast 20 Jahren dokumentiert sie als Naturfotografin die Vielfalt des Lebens und präsentiert dies auf ihrer Website Naturalium.de. Sie ist zudem Buchautorin zum Thema Schmetterlinge sowie Dozentin der NABU-naturgucker Akademie. Diese Veranstaltung ist als Bildungsurlaub gemäß Bildungsurlaubsgesetz anerkannt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine entsprechende Bescheinigung für den Arbeitgeber. Hinweis: Die Stornofrist für Kurse, die als Bildungsurlaub angeboten werden, endet vier Wochen vor Kursbeginn!

Kursnummer B113100
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Gebühr: 285,00
Alternative Taunusrundfahrt zu Stätten des Zweiten Weltkrieges und damaligen KZ-Außenlagern
Sa. 29.08.2026 09:00
Bad Homburg
zu Stätten des Zweiten Weltkrieges und damaligen KZ-Außenlagern

Die Exkursion durch den Naturpark Hochtaunus zeigt seine andere Seite: Der Taunus in der Zeit der Nazi-Herrschaft und im Zweiten Weltkrieg. Hier gab es während des Zweiten Weltkrieges Stätten, die für das Kriegsgeschehen eine besondere Bedeutung hatten: – das frühere Führerhauptquartier „Adlerhorst“ in Ziegenberg (Ober-Mörlen) und Wiesental (Butzbach) – Schloss Kransberg, eine Dependance des „Adlerhorst“ – der „Hasselborner Tunnel“ bei Grävenwiesbach – der frühere Flugplatz Merzhausen (Neu-Anspach und Usingen) Die Rundfahrt vermittelt über den lokalen Bezug hinaus historische Informationen über das NS-Regime, den Zweiten Weltkrieg und das System der Konzentrationslager. Eine Mittagspause ist in einer Gaststätte vorgesehen (auf eigene Kosten). In Kransberg und Ziegenberg kann das jeweilige Gelände zwar nicht betreten werden, wir werden uns die Anlagen aber von außen aus ansehen. Hinweis: Die Rundfahrt ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Abfahrt: 09:00 Uhr Bad Homburg v. d. Höhe, Bahnhof / Busbahnhof (vor dem „Gambrinus“) 09:15 Uhr Oberursel (Taunus), Bahnhof / Bushaltestelle (Richtung Adenauerallee) 09:35 Uhr Wehrheim, gegenüber vom „Alten Rathaus“ (roter Backsteinbau) Rückkehr gegen 17:00 Uhr. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg. Anmeldungen nimmt die VHS Bad Homburg entgegen, Telefon: 06172 23006, E-Mail: info@vhs-badhomburg.de.

Kursnummer B101505
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Gebühr: 35,00
Spuren der Vergangenheit – Das „Führerhauptquartier Adlerhorst“ in Ziegenberg/Wiesental
Do. 03.09.2026 18:00
Bad Homburg

In der östlichen Taunusregion gab es während des Zweiten Weltkrieges Stätten, die für das Kriegsgeschehen eine besondere Bedeutung hatten, die aber heute fast niemand mehr kennt. Auch unsere nähere Heimat war in das strategische Denken und Handeln des Nationalsozialismus einbezogen. Mit diesem Vortrag soll eine dieser Stätten des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte und deren Bedeutung dem Vergessen entrissen werden. Hitlers Führerhauptquartier „Adlerhorst“ war nicht nur sein erstes, sondern auch sein größtes auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik. Es lag seinerzeit ganz in unserer Nähe, in Ziegenberg (Ober-Mörlen) und im heutigen Wiesental (Butzbach). In Ziegenberg wurde bereits ab Sommer 1939 die Kernanlage dieses Hauptquartiers gebaut, eine riesige unterirdische Bunkeranlage im Berghang der östlichen Taunusausläufer. Hier sollte die militärische Befehlszentrale für den Westfeldzug entstehen. Daneben wurde in Wiesental noch eine kleinere Bunkeranlage gebaut. Die Bauarbeiten hatten aber insgesamt einen solchen Umfang angenommen, dass sie nicht mehr rechtzeitig für den Überfall auf die westlichen Nachbarländer fertig wurden, sondern erst nach dem Ende des Blitzkrieges gegen Frankreich und die Benelux-Länder. Danach wurde die Invasion Großbritanniens geplant, die „Operation Seelöwe“. Diese sollte nach einem vorbereitenden Luft- und Seekrieg gegen England noch im Sommer 1940 von „Adlerhorst“ aus befehligt werden. Wegen des anhaltend großen Widerstands von der Insel aus musste dieses Vorhaben dann aber aufgegeben werden. Erst ganz am Ende des Zweiten Weltkriegs sollte dieses Führerhauptquartier „Adlerhorst“ doch noch zum Einsatz kommen, im Dezember 1944 zur „Ardennen-Offensive“. Dann kam Hitler auch erstmals in sein seit 1939 vorbereitetes Hauptquartier – aber nur nach Wiesental. Denn in der Großanlage in Ziegenberg hatte bereits vorher der Oberbefehlshaber West, Generalfeldmarschall von Rundstedt, sein Hauptquartier aufgeschlagen. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg.

Kursnummer 262D09-50
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Gebühr: kostenlos
Friedrichsdorfer Persönlichkeiten – Führung im Philipp-Reis-Haus
So. 06.09.2026 11:00
Friedrichsdorf

Friedrichsdorf wurde von markanten Persönlichkeiten geprägt: vom Landgrafen als Gründer über Hugenottenfamilien, Unternehmer:innen, Forscher:innen bis zu engagierten Bürger:innen. Diese thematische Führung stellt ausgewählte Lebenswege vor und zeigt, wie Ideen, Mut und Tatkraft die Stadtgeschichte beeinflusst haben. Im Mittelpunkt stehen bekannte Namen wie Philipp Reis, Marie Blanc oder Edouard Désor ebenso wie weniger bekannte Menschen, die Friedrichsdorf mitgestaltet haben. Dabei entsteht ein vielseitiges Bild zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Alltag und gesellschaftlichem Wandel.

Kursnummer 262D03-06
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Gebühr: 8,00
studium generale – Von der Entstehung des Menschen bis zum 20. Jahrhundert 2. Semester: Ägypten, Kreta, Mykene und Antike 1. Teil
Di. 08.09.2026 19:30
Bad Homburg
2. Semester: Ägypten, Kreta, Mykene und Antike 1. Teil

STUDIUM GENERALE Die wichtigsten Epochen der Geschichte von der Entstehung des Menschen bis zum 20. Jahrhundert werden von allen Seiten beleuchtet: Medizin, Geschichte, Kunst, Musik, Literatur, Theologie, Recht, Technik, Philosophie und Wissenschaft sind Themen der einzelnen Vorlesungen. Jeden Dienstag ein neuer Aspekt der Epoche, jedes Semester eine neue Epoche. Das studium generale der Volkshochschule Bad Homburg wendet sich an alle, die als junge Leute einen weiten Blick in die Welt der Geschichte, Kultur und der Wissenschaften werfen, als Berufstätige über ihre Spezialisierung hinausblicken und ihre Allgemeinbildung erweitern oder als nicht (mehr) Berufstätige sich Wissensgebieten zuwenden möchten, mit denen sie sich „schon immer mal“ beschäftigen wollten. Die Dozentinnen und Dozenten kommen von Hochschulen, Universitäten, Museen und aus der Praxis. Anmeldungen sind auch während des laufenden Semesters möglich. Konzept und Organisation: Gero Fuhrmann Kontakt: hgfuhrmann@t-online.de Tel.: 0170 3 49 4040 2. Semester ÄGYPTEN, KRETA, MYKENE und ANTIKE, 1. Teil Eröffnungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Dienstag, 08. September 2026, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek, Dorotheenstraße 24 Raoul Schrott liest aus seiner Übersetzung der Ilias von Homer   Es war die Geburtsstunde des studium generale: Am 1. Februar 2011 las Raoul Schrott in der Stadtbibliothek Bad Homburg zur Eröffnung aus seiner viel diskutierten Übersetzung von Homers Ilias. Der Abend ist für die damaligen Teilnehmenden unvergesslich: Die neue Übersetzung, aus der Schrott vortrug, war in einer Sprache verfasst, die uns Heutigen verständlich macht, warum Homers Epos sich seit über 2500 Jahren schriftlich - und davor schon Jahrhunderte lang mündlich - erhalten hat. Im Vortrag von Raoul Schrott wurde die Ilias zu einem begeisternden Leben erweckt.  15 Jahre später wollen wir das Semester zur Antike mit der gleichen Lesung eröffnen. Einfach, weil es so schön war. Allerdings mit einer kleinen Änderung seiner Übersetzung, die den Text in einem völlig neuen Licht zeigt.   Zum Autor Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. 2023 hatte er die Ernst-Jandl-Dozentur der Universität Wien inne. Bei Hanser erschien u.a. »Erste Erde« (Epos, 2016), »Politiken & Ideen« (Essays, 2018), »Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal« (Roman, 2019), »Inventur des Sommers« (Über das Abwesende, 2023) und zuletzt das einzigartige Buchprojekt »Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit« (2024) sowie „Zeitgeist. Ein Plädoyer für die Menschlichkeit“ (2026).  15.09. Priv.-Doz. Alexander Ilin-Tomich Herrschaft, Verwaltung und Gesellschaft im alten Ägypten zur Pharaonenzeit Vieles, wofür das alte Ägypten berühmt ist – von den Pyramiden bis zu Tempeln und Gräbern der Spätzeit – ist auf die effiziente Verwaltung und Organisation auf unterschiedlichen Ebenen zurückzuführen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Macht der Pharaonen, Verwaltungsstrukturen sowie die erkennbaren Berufsgruppen der ägyptischen Gesellschaft vom Alten Reich bis zur Spätzeit (2686–332 v. Chr.): Priester, Militär, Beamte und Landarbeiter. Er liefert zudem Einblicke in die Ideologie des göttlichen Königtums, aktuelle Forschungsmeinungen zum Staatsbegriff in Anwendung auf Altägypten sowie die Pflichten und Abgaben, denen die Mehrheit der Ägypter unterlag. Der Referent ist Privatdozent für Ägyptologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Personennamen, Bildproduktion – sowohl im großen Format (z. B. Stelen) als auch in kleinem (z. B. Skarabäen) – sowie Verwaltung und Chronologie. Derzeit leitet er in Mainz zwei DFG-Projekte zu Skarabäen der Dritten Zwischenzeit und zur Tradierung der Opferformel. Im Sommersemester vertritt Alexander Ilin-Tomich die Professur für Ägyptologie an der Universität Heidelberg.  22.09. Dr. Nadine Gräßler Zwischen Göttern und Gräbern. Religion und Totenkult im alten Ägypten Prachtvolle Gräber, aufwendig präparierte und kunstvoll gestaltete Mumien sowie umfangreiche, geheimnisvolle religiöse Texte zeugen von einer Kultur, in der Religion und Tod untrennbar miteinander verknüpft waren. Der Vortrag lädt zu einer Reise in die Gedankenwelt der alten Ägypter ein und geht der Frage nach, wie sie Leben, Sterben und das Jenseits verstanden. Anhand aussagekräftiger archäologischer, materieller und schriftlicher Zeugnisse wird aufgezeigt, wie eng religiöse Vorstellungen und Totenkult mit gesellschaftlichen Strukturen und dem altägyptischen Weltbild verbunden waren. Zugleich wird deutlich, dass diese Konzepte keineswegs statisch blieben, sondern sich im Verlauf der mehr als 3000-jährigen Geschichte des alten Ägypten immer wieder wandelten und neu ausgestaltet wurden. Die Referentin war wissenschaftliche Mitarbeiterin des Arbeitsbereichs Ägyptologie am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sie wurde mit einer Arbeit über Konzepte des Auges im Alten Ägypten promoviert.  20.10. Prof. Dr. Kathrin Gabler Mit dem Reliefbildhauer Jpuy einen Blick hinter die Kulissen werfen: Die Arbeitersiedlung Deir el-Medine in Theben-West im Neuen Reich Deir el-Medine gilt als wissenschaftlicher Sonderfall in der Ägyptologie, der mit einem gigantischen erhaltenen Quellenkorpus einen einzigartigen Einblick in die Sozialgeschichte des Alten Ägypten gewährt. In der Arbeitersiedlung auf dem thebanischen Westufer lebten in der 18., 19. und 20. Dynastie (1550 bis 1070 v. Chr.) diejenigen Arbeiter und ihre Familien, die die Gräber im Tal der Könige und im Tal der Königinnen anfertigten, zu welchen der Reliefbildhauer Ipuy zählt. Der Vortrag beleuchtet exemplarisch den Mikrokosmos um die Familie des Reliefbildhauers und lässt einen Blick hinter die Kulissen in das alltägliche Leben der Bewohner:innen in der späten Bronzezeit werfen. Die Dozentin ist seit Juli 2024 Professorin für Ägyptologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wo sie ihre Forschungsinteressen und -schwerpunkte Theben, Deir el-Medine, Hieratistik, Prosopographie und Materialstudien aktiv in die Lehre einbringt. Sie leitet seit 2021 das Projekt zu TT 217 – the Tomb of the Sculptor Ipuy in Context (Kooperation mit IFAO Kairo) und seit 2026 das Colossi of Memnon and Amenhotep III Temple Conservation Project (Kooperation mit DAI Kairo). Nach dem Studium und der Promotion in München und Leiden war Kathrin Gabler fast zehn Jahre außerhalb Deutschlands in Forschung und Lehre an den Standorten Basel, Kopenhagen, Kairo, Oxford und Uppsala tätig.  27.10. Prof. Dr. Diamanis Panagiotopoulos Die Minoer Auf der Insel Kreta entstand um 2000 v. Chr. die erste Hochkultur auf europäischem Boden, die bei den modernen Betrachtern noch immer Staunen hervorruft und die Wissenschaft vor zahlreiche Rätsel stellt. Die Minoer errichteten monumentale Paläste in einer von Erdbeben gefährdeten Region, entwickelten verschiedene Schriftsysteme, schmückten ihre Räume mit herrlichen Wandmalereien, förderten das Kunsthandwerk und dominierten mit ihren Schiffen das ägäische Meer. Im Vortrag wird die Erfolgsgeschichte dieses Inselvolkes, seine Gesellschaftsstruktur und sein prägender Einfluss auf die Mittelmeerwelt nachgezeichnet, wobei die neuesten Erkenntnisse der Forschung einbezogen werden.  03.11. Prof. Dr. Diamantis Panagiotopoulos Die Mykener Der Vortrag beschäftigt sich mit den Mykenern als einer Kultur an der Schwelle der historischen Zeit. Neben einem kurzen Überblick über die wichtigsten Wendepunkte ihrer geschichtlichen Entwicklung werden Leitaspekte ihrer materiellen Kultur, Schriftlichkeit und ihres Beziehungsnetzes mit anderen Kulturregionen inner- und außerhalb der Ägäis behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktuellen archäologischen Neufunden und neuen Interpretationsansätzen, die zeigen, inwiefern sich traditionelle Forschungsmeinungen bestätigen oder revidieren lassen. Der Dozent lehrt seit 2003 als Professor am Institut für Klassische Archäologie und Byzantinische Archäologie in Heidelberg. Seit 2018 ist Panagiotopoulos Vorstandsmitglied und stellvertretender Direktor des Heidelberg Center for Cultural Heritage. Er forscht unter anderem zur ägäischen Bronzezeit und dabei vor allem zu Siegelpraxis, Administration, sozialen Strukturen und der Ikonographie. Weiterhin setzt sich Panagiotopoulos mit Themen wie der kulturellen Interaktion im östlichen Mittelmeer, archäologischer Theoriebildung, historischen Landschaften sowie Strategien zur Bewahrung und Erschließung des kulturellen Erbes auseinander. Seine letzte Publikation ist das Handbuch „Das minoische Kreta“ (Stuttgart 2021).  10.11. Prof. Dr. Kai Trampedach Aufbruch zu neuen Ufern – die große griechische Kolonisation (8.-6. Jh. v. Chr.) Die sogenannte große griechische Kolonisation war eine historisch bedeutsame und folgenreiche Bewegung, die dazu führte, daß im Laufe von gut zwei Jahrhunderten, zwischen dem 8. und dem 6. vorchristlichen Jahrhundert, ungefähr 230 griechische Städte an den Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres entstanden. Im 4. Jahrhundert konnte Platon von den Griechen sagen, daß sie ums Mittelmeer säßen wie Frösche um einen Teich. Nach einer kurzen Erörterung des Begriffs der „Kolonisation“ und der Quellenproblematik geht der Dozent auf die Gründe für die Auswanderung, die Herkunft und Rekrutierung der Siedler, die Auswahl des Siedlungsplatzes sowie den Siedlungsbeginn und die Stadtgründung ein. Anhand von ausgewählten Beispielen beleuchtet er zudem die Beziehungen der neuen Städte zur indigenen Bevölkerung, zu den griechischen Nachbar- und Mutterstädten und den pan-hellenischen Heiligtümern, bevor er abschließend nach Rückwirkungen der Kolonisationsbewegung auf das griechische Mutterland fragen wird.   Der Referent ist Professor für Alte Geschichte (unter besonderer Berücksichtigung der griechischen Geschichte) an der Universität Heidelberg. Seine Publikationen beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Verhältnis von Philosophie bzw. Religion/Theologie einerseits und Politik andererseits sowie mit der politischen Anthropologie in der Antike. Konkrete Forschungsfelder sind die athenische Demokratie, die Geschichte des Apollon-Heiligtums von Delphi und des dortigen Orakels, Judäa in hellenistischer und römischer Zeit sowie politische Rituale und Hagiographie in der Spätantike.   17.11. Dr. David Toalster Stadt - Land - Polis Die Polis war in der Antike ab dem frühen 9. Jahrhundert der für Griechenland typische Stadtstaat. Als politisch autonome Gemeinschaft besaß sie eine eigene Verfassung, Rechtsprechung und Regierung, wobei diese anfänglich oft aristokratisch geprägt war. Sowohl Wehrfähigkeit als auch Wirtschaft basierten auf der Teilhabe der Bürger. Zentrale Elemente der Polis waren die Agora (Marktplatz) und die Akropolis (Burg). Trotz der aus der Selbständigkeit (Autarkie) resultierenden politischen Zersplitterung einte die griechischen Stadtstaaten eine gemeinsame Sprache, Religion und Kultur. Die Polis bildete den Kern des griechischen Lebens und prägt mit Begriffen wie „Politik“ noch bis heute unser Verständnis von Staat und Gesellschaft. Der Dozent arbeitet als Lehrkraft an einer Schule für hochbegabte Minderleister sowie als Lehrbeauftragter für antike und mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. In seiner Freizeit widmet er sich dem Schreiben von Büchern und der Malerei.  24.11. Prof. Dr. Anja Klöckner Von der Anschauung zur Anbetung - die Griechen und ihre Götter(bilder) Ob beim gemeinsamen Essen oder beim Sport, auf dem Marktplatz oder im Theater - die Menschen im antiken Griechenland waren auch außerhalb der großen öffentlichen Heiligtümer im ständigen Kontakt mit ihren Göttern. Dabei spielten die Götterbilder eine zentrale Rolle. Sie waren nicht nur künstlerischer Ausdruck religiöser Vorstellungen, sondern auch Medien für die individuelle und kollektive Erfahrung göttlicher Präsenz. Der Vortrag führt anhand anschaulicher Beispiele in die Welt der Götterkulte ein und visualisiert die verschiedenen Formen religiöser Kommunikation der griechischen Antike. Prof. Dr. Anja Klöckner wurde 2004 habilitiert mit der Arbeit ‚Bilder des Unsichtbaren. Griechische Weihreliefs als Medien religiöser Kommunikation‘. Nach Lehrtätigkeiten in Saarbrücken und Greifswald war sie Visiting Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles und ab 2007 Professorin für Klassische Archäologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2016 lehrt sie an der Universität Frankfurt. Sie beschäftigt sich vorrangig mit visuellen Medien der Antike, griechischer und römischer Sepulkralkultur, sakralen Räumen und deren Ästhetisierung sowie mit griechischen Weihreliefs.  01.12. PD Dr. Marion Bolder-Boos Von Kanaan nach Gibraltar – die Phönizier zwischen Ost und West Von den Phöniziern geht eine besondere Faszination aus. In antiken Schriftquellen werden sie wahlweise als ehrbare Handelspartner, verkommene Götzenanbeter, vorzügliche Künstler, treulose Barbaren, fortschrittliche Erfinder oder gierige Gauner beschrieben. Ihr Mutterland liegt überwiegend auf dem Gebiet des heutigen Libanon sowie den angrenzenden Staaten Syrien und Israel. Die berühmteste phönizische Stadt liegt jedoch nicht in der Levante, sondern an der nordafrikanischen Mittelmeerküste: Karthago. Auch etliche weitere, zum Teil bis heute bestehende Städte im zentralen und westlichen Mittelmeerraum weisen ein phönizisches Erbe auf. Im Vortrag soll ein Überblick über die Geschichte und Kultur der Phönizier gegeben werden, der anhand einiger Fallbeispiele auch die phönizische Expansion von ihrem Ursprungsland bis zur iberischen und nordafrikanischen Atlantikküste umfasst. Die Dozentin wurde im Fach Klassische Archäologie an der Technischen Universität Darmstadt mit einer Arbeit über „Phönizische Siedlungen im zentralen und westlichen Mittelmeerraum von der Gründung bis ins 6. Jh. v. Chr. habilitiert. Sie hatte Vertretungsprofessuren in Eichstätt, Leipzig und Bonn inne und leitet zur Zeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein DFG-Projekt zu römischen Kultstätten im republikanischen Italien.  08.12. apl. Prof. Dr. Lilian Maul-Balensiefen Die Werke der Bildhauerkunst in der griechischen Antike: Wozu waren sie eigentlich da? Figürliche Skulpturen bebilderten und belebten in der griechischen Welt die öffentlichen Räume und trugen so maßgeblich zu deren Erscheinungsbild bei. Aus Holz, Ton, Metall oder Stein plastisch geformt, stellten sie einzeln oder in Gruppen Menschen, Gottheiten, Tiere und Mischwesen dar. Das Hervorbringen einer überaus wirkmächtigen Plastik ist eine der Hochleistungen der griechischen Kultur in der Zeit vom 8. bis zum 1. Jh. v. Chr. Der Vortrag behandelt anhand repräsentativer Beispiele die politischen, religiösen und sozialen Funktionen, die den Werken der griechischen Bildhauerkunst zukamen. Er fragt danach, was in solchen Bildern über die formale Gestalt und das dargestellte Thema hinaus noch zu erkennen war. Dabei richtet er den Blick auf die engen Bezüge, die zwischen der Formensprache und Bildthematik auf der einen und dem Aufstellungs- oder Anbringungsort der Skulpturen auf der anderen Seite bestanden. Er wird – so das übergeordnete Ziel – Statuen und Reliefs zum Sprechen bringen über das Leben, Handeln und Denken der Menschen, die sich im antiken Griechenland mit Werken der Plastik umgaben, kurzum deren kulturgeschichtliches Aussagepotential aufzeigen. Die Dozentin habilitierte sich im Fach Klassische Archäologie an der FU Berlin. Sie lehrte dort sowie an den Universitäten in München, Cottbus, Saarbrücken und Gießen. Seit 2008 unterrichtet sie an der Universität Heidelberg, wo sie zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt wurde. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u. a. an der kommentierten Neuedition der Schriften von J. J. Winckelmann beteiligt, der hierzulande als der Begründer der Klassischen Archäologie gilt. Neben der Geschichte des Faches gehören die griechische und römische Ikonographie, insbesondere Bildwerke mit mythologischen Darstellungen, die Bezüge zwischen Skulptur und Architektur sowie die öffentlichen Bibliotheken Roms zu ihren zentralen Forschungsinteressen.  15.12. Dieter Dorth Politische Philosophie der Antike Im 5. Jhdt. v. Chr. begann in der griechischen Antike das philosophische Nachdenken über die Politik. Das folgende 4. Jahrhundert erlebt die Kontroverse Platon / Aristoteles - die Suche nach Gerechtigkeit als ideale theoretische Konstruktion gegen das im Empirisch-Konkreten Gegebene. Im Mittelpunkt dieser Überlegungen stehen u.a. Natur und Ursprung des Staates, das Wesen der Gerechtigkeit, der Gesellschaftsvertrag und die Rolle des Individuums in der politischen und sozialen Gemeinschaft. Prominent sind dabei Sokrates, Platon und Aristoteles in der griechischen, Marcus Tullius Cicero in der römischen Antike. Der Referent war Fachbereichsleiter Geisteswissenschaften und IT an der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises. Seine Interessen gelten der Vermittlung historischer, philosophischer und literaturgeschichtlicher Themen.  19.01. Dr. Florian Leitmeir Klänge der Vergangenheit – Eine musikarchäologische Spurensuche von der Frühzeit des Menschen bis in die griechische Archaik Das Erzeugen von Musik und Klängen zählt zu den frühesten Kulturtechniken der Menschheit. Ausgehend von den Flöten der jüngeren Altsteinzeit werden wir uns auf eine Reise über die frühen Hochkulturen bis ins archaische Griechenland begeben und mit den archäologischen Überresten von Musik und Klang auseinandersetzen. Der grundlegende Einblick in die musikarchäologische Forschung wird dabei auch mit Rekonstruktionen antiker Musikinstrumente von der Steinzeit über Ägypten, den Vorderen Orient und Griechenland hörbar untermalt. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek und Lehrtätigkeit am Institut für Klassische Archäologie München ist der Dozent seit 2012 als Akademischer Oberrat wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das antike Porträt, Antikenrezeption und antike Musik.  26.01. Dr. Volker Benad-Wagenhoff Bewässerungstechnik in der Antike Die Wasserversorgung größerer Siedlungen wird in der Antike zu einer technischen Herausforderung. Die benötigten Mengen müssen meist aus größerer Entfernung herangeführt werden. Der Vortrag beschreibt die dafür errichteten Bauwerke und Systeme an markanten Beispielen (Jerusalem, Samos, Arles) und skizziert die damit verbundenen messtechnischen und baulichen Probleme. Dr. phil. Dipl.-Ing. Volker Benad-Wagenhoff war bis 2014 Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und ist seit 2017 in Projektarbeit und als externer Kurator für das Gutenberg-Museum Mainz tätig. Veröffentlichungen zur Geschichte der industriellen Fertigungstechnik, der Massenproduktion, der frühneuzeitlichen Münztechnik und der Drucktechnik in Europa und Asien. Abschlusskonzert in der Erlöserkirche 2. Februar 2027 um 19:30 Uhr Acis und Galatea Oper von Georg Friedrich Händel Das Libretto von John Gay stützt sich auf die Legende von Acis, Galatea und Polyphem, wie sie Ovid in seinen Metamorphosen aus der griechischen Mythologie überliefert hat. Auch hier endet die Auseinandersetzung von Göttern und Menschen tragisch für den Menschen – Polyphem, Sohn des Poseidon, erschlägt seinen Rivalen um Galatea – und erst durch Acis‘ Verwandlung in eine ewig sprudelnde Quelle kann Händel die Oper in einem Freudengesang enden lassen.   Mitwirkende: Vokalsolisten Kammerchor der Erlöserkirche Barockorchester Leitung: Susanne Rohn Eintritt 30,00 (ermäßigt 20,00) Euro - Für Teilnehmer des studium generale frei. Tickets nur an der Abendkasse und im Internet auf der Seite der Erlöserkirche.  

Kursnummer 262D01-01
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Gebühr: 255,00
Geschichte im Gespräch: Die Hallstattzeit (Kelten in Mitteleuropa)
Mi. 09.09.2026 10:30
Bad Homburg

Dieser Kurs lädt ein, historische Entwicklungen und Ereignisse gemeinsam zu beleuchten und zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Themen von den frühen Kulturen nach der Eiszeit über Antike und Mittelalter bis in die frühe Neuzeit. Der Kursleiter gibt Impulse, die Teilnehmenden bringen Fragen und Interessen ein. So entsteht ein lebendiges Gespräch über Vergangenheit und ihre Spuren bis heute. Neueinsteiger:innen sind herzlich willkommen, keine Vorkenntnisse erforderlich. Im Fokus steht in diesem Semester die Hallstattzeit als frühe Phase der keltischen Kultur in Mitteleuropa.

Kursnummer 262D05-01
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Gebühr: 85,00
Totaler Umbruch – Stasi, Neonazi, Neuanfang (online) Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (1)
Mi. 16.09.2026 18:00
Online
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (1)

Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema. Moderation: Knut Elstermann Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990. Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen der Gegenwart anregen.

Kursnummer 262D10-39
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Gebühr: kostenlos
Eine kleine Geschichte der Zauberkunst keller.geist.reich. Menschen, Themen und Gespräche
Do. 17.09.2026 19:00
Usingen
keller.geist.reich. Menschen, Themen und Gespräche

Bei der Zauberkunst ging es längst nicht immer um reine Unterhaltung. Im 18. Jahrhundert waren Zaubertricks Mittel der Täuschung und des Betrugs der breiten Bevölkerung. Von Aufklärern wie Johann Christian Wiegleb hingegen wurden naturwissenschaftliche Anleitungen zu Zaubertricks veröffentlicht, um die Gesellschaft vom Joch des Aberglaubens zu befreien. Der Zauberkünstler und Historiker Convin Splettsen nimmt das Publikum mit auf eine spannende Reise in die Geschichte der Magie. In seiner Vortragsperformance kombiniert er wissenschaftlichen Vortrag, Zauberkunst und szenische Lesung, um Geschichte lebendig werden zu lassen. Der Abend ist Teil der Reihe „keller.geist.reich. Menschen, Themen und Gespräche“: In der Oktave7 spukt´s nicht: Hier begegnen sich spannende Themen und ein neugieriges Publikum. Lebendig, überraschend, nie ganz vorhersehbar – aber immer geistreich. Unter dem Titel ‚keller.geist.reich‘ laden wir zu besonderen Abenden in den Usinger Untergrund: Von Lesung bis Musik, von Film bis Diskussion: Wir schaffen Raum für Austausch und gute Gespräche. Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Hochtaunus, Stadt Usingen und vhs Bad Homburg. Einlass ab 18:30 Uhr.

Kursnummer 262D05-50
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Gebühr: 5,00
Ohne Voranmeldung. Tickets an der Abendkasse erhältlich
Spuren der Vergangenheit: Die „12. SS-Eisenbahn-Baubrigade“ Ein mobiles Konzentrationslager im Nazi-Kriegseinsatz
Fr. 18.09.2026 18:00
Bad Homburg
Ein mobiles Konzentrationslager im Nazi-Kriegseinsatz

Die unselige Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland war auch geprägt durch das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“, dem nach dem Überfall auf die europäischen Nachbarländer Millionen von ausländischen Zwangsarbeitern, vor allem aber auch die Häftlinge in den Konzentrationslagern ausgeliefert waren. Wenig hingegen ist darüber bekannt, dass im Machtbereich der Nazis zum Ende des Zweiten Weltkriegs auch mobile Häftlingskommandos gezielt zur Beseitigung von alliierten Bombenschäden eingesetzt worden sind. Diesmal wird über neuere Forschungsergebnisse zu einem solchen mobilen „Konzentrationslager auf Rädern“ berichtet, der so genannten 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade. Dieses Kommando wurde am 24.12.1944 im KZ Sachsenhausen aufgestellt und bestand aus 504 Häftlingen mit ihren SS-Bewachern. Es wurde zuerst in Kamp am Rhein und danach in Bad Kreuznach stationiert; anschließend wurde es über Mainz und Frankfurt am Main nach Bad Nauheim verlegt. Diese 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade kam dann im März 1945 auch noch nach Gießen und Großen-Buseck, um auch dort die im Kriegsverlauf durch alliierte Bombenangriffe massiv zerstörten Schienenanlagen wieder notdürftig zu reparieren. Und dabei verloren dort zehn Häftlinge ihr Leben. Danach wurde sie weiter nach Dres-den und Pilsen verlegt, bevor sie kurz vor dem Kriegsende endgültig im Außenlager Eben-see des KZ Mauthausen aufgelöst wurde. Diese 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade war ein gefährliches, mörderisches KZ-Kommando und hinterließ an vielen ihrer Stationierungs- und Einsatzorte auch eine verräterische Blutspur in Form von Gräbern von Häftlingen, die mangels ausreichender Ernährung an Entkräftung starben, von der SS ermordet worden sind oder durch alliierte Bombenabwürfe auf ihre wechselnden Arbeitsplätze getötet wurden. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg. Anmeldungen nimmt die VHS Bad Homburg entgegen.

Kursnummer 262D09-54
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Gebühr: kostenlos
Führung: Das Quarzitwerk im Köpperner Tal Hinter den Kulissen: Orte und Geschichten
Sa. 19.09.2026 10:00
Friedrichsdorf
Hinter den Kulissen: Orte und Geschichten

Viele haben die helle Felswand im Wald aus der Ferne gesehen. Von außen kaum zu erahnen sind jedoch die gewaltigen Dimensionen des Quarzitwerks. Die Führung bietet die seltene Gelegenheit, das Gelände aus nächster Nähe kennenzulernen. Das 1899 gegründete Werk ist heute der größte Quarzitbruch Europas. Das Gestein, das auch andernorts im Taunus vorkommt, ist zwischen Köppern und Wehrheim besonders homogen und aufgrund seiner Zusammensetzung unter anderem hitzebeständig und vielseitig nutzbar. Sie erfahren mehr über Geologie, Industriegeschichte und moderne Rohstoffgewinnung: von Sprengungen und Großmaschinen bis zur Verarbeitung des hellen, harten Gesteins. Es gibt im Taunus versteckte Orte, die man auf gewöhnlichem Wege kaum erreicht. Spannendes und Einzigartiges liegt oft im Verborgenen, fernab der üblichen Wege. Auch schätzen kreative Köpfe für ihr Schaffen häufig ein stilles Kämmerlein, ihr eigenes Atelier oder andere Rückzugsorte. Die vhs lädt Sie ein, diese besonderen Orte und Menschen kennenzulernen. Entdecken Sie ihre Geschichten und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen – ermöglicht durch die, die sich dort auskennen und ihre Türen für uns öffnen.

Kursnummer 262D03-20
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Gebühr: 10,00
Führung: Das Quarzitwerk im Köpperner Tal Hinter den Kulissen: Orte und Geschichten
Sa. 19.09.2026 11:30
Friedrichsdorf
Hinter den Kulissen: Orte und Geschichten

Viele haben die helle Felswand im Wald aus der Ferne gesehen. Von außen kaum zu erahnen sind jedoch die gewaltigen Dimensionen des Quarzitwerks. Die Führung bietet die seltene Gelegenheit, das Gelände aus nächster Nähe kennenzulernen. Das 1899 gegründete Werk ist heute der größte Quarzitbruch Europas. Das Gestein, das auch andernorts im Taunus vorkommt, ist zwischen Köppern und Wehrheim besonders homogen und aufgrund seiner Zusammensetzung unter anderem hitzebeständig und vielseitig nutzbar. Sie erfahren mehr über Geologie, Industriegeschichte und moderne Rohstoffgewinnung: von Sprengungen und Großmaschinen bis zur Verarbeitung des hellen, harten Gesteins. Es gibt im Taunus versteckte Orte, die man auf gewöhnlichem Wege kaum erreicht. Spannendes und Einzigartiges liegt oft im Verborgenen, fernab der üblichen Wege. Auch schätzen kreative Köpfe für ihr Schaffen häufig ein stilles Kämmerlein, ihr eigenes Atelier oder andere Rückzugsorte. Die vhs lädt Sie ein, diese besonderen Orte und Menschen kennenzulernen. Entdecken Sie ihre Geschichten und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen – ermöglicht durch die, die sich dort auskennen und ihre Türen für uns öffnen.

Kursnummer 262D03-21
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Gebühr: 10,00
Lesen und Verstehen historischer Texte – Geschichte des Homburger Kurwesens von den Anfängen bis 1866 Die Errichtung der ersten beiden Kurhäuser
Di. 22.09.2026 18:30
Bad Homburg
Die Errichtung der ersten beiden Kurhäuser

Gelesen und erläutert werden Texte zur Errichtung und Erweiterung des ersten Kurhauses (1841–1858) sowie zum Bau und zur Unterhaltung des im März 1945 zerstörten zweiten Kurhauses (1861-1867). Ergänzend erhalten die Teilnehmenden wieder Transkriptionshilfen sowie Informationen zu wichtigen Hilfsmitteln. Der Kurs eignet sich gleichermaßen für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Der Kurs baut auf dem vorangegangenen Kurs im Frühjahrssemester auf – neue Interessierte sind herzlich willkommen.

Kursnummer 262D05-07
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Gebühr: 99,00
Patina oder Schaden? Wie Alter sichtbar wird Geschichte hinter den Dingen
Mi. 23.09.2026 19:00
Bad Homburg
Geschichte hinter den Dingen

Ab wann gilt eine Oberfläche als beschädigt, wann als historisch wertvoll? Anhand typischer Materialien geht es um Alterung, Gebrauchsspuren und die Frage, warum „neu machen“ oft mehr zerstört als erhält. Was Dinge uns erzählen, wenn man genau hinschaut: Ein Restaurator aus der Praxis erklärt an konkreten Beispielen, wie Materialien altern, warum Spuren entstehen – und was sie über ihre Zeit verraten.

Kursnummer 262D05-31
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Gebühr: 12,00
Exkursion: Geländedenkmäler um die Saalburg Spurensuche im Gelände: Limes und Wallanlagen
Sa. 26.09.2026 10:00
Treffpunkt: Haupteingang Saalburg
Spurensuche im Gelände: Limes und Wallanlagen

Die Saalburg dürfte fast jeder schon einmal besucht haben. Doch finden sich in den Wäldern im Umfeld des alles überstrahlenden Römerkastells gleich mehrere eher unbekannte, jedoch hochinteressante archäologische Denkmäler, Unter anderem werden wir uns im Rahmen der Exkursion die Preußenschanze, die Gickelsburg, die Limesanlagen zwischen Saalburg und Lochmühle sowie die Schanze beim Kloster Thron ansehen. Bitte Proviant und festes Schuhwerk mitnehmen.

Kursnummer 262D03-26
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Gebühr: 20,00
Troja: Historische Spuren und homerische Dichtung
Mo. 28.09.2026 19:30
Wehrheim

Troja gilt heute als historisch belegt – doch was lässt sich über die Stadt und einen möglichen historischen Kern des Trojanischen Krieges tatsächlich sagen? Am ersten Termin des Kurses (28.9.) steht das archäologische Troja im Mittelpunkt: Ausgrabungen, Befunde und aktuelle Deutungen. Der zweite Termin (26.10.) richtet den Blick auf das homerische Troja: die Welt der Ilias, ihre Figuren und ihre Wirkungsgeschichte. Für alle, die Mythos und Geschichte differenziert einordnen möchten. Auch eine Teilnahme an einem einzelnen Termin (Abendkasse, 10 Euro) ist möglich.

Kursnummer 262D05-18
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Gebühr: 19,00
Brasilianische Rhythmen – Livemusik mit Geovany da Silveira
Mi. 30.09.2026 19:00
Bad Homburg

Rhythmus, Begegnung und ein Hauch Brasilien: Der brasilianische Musiker Geovany da Silveira bringt traditionelle und moderne Stücke aus seiner Heimat auf die Bühne. Die Musik schafft einen entspannten Rahmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und andere Kulturen kennenzulernen. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen. Veranstalter: WIR-Vielfaltszentrum und Büro für interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe sowie VHS Bad Homburg

Kursnummer 262D10-42
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Gebühr: kostenlos
(ohne Voranmeldung)
Führung: Selig dank Emma – Seligenstadt
Sa. 03.10.2026 10:30

Vor beinahe 1200 Jahren gründete Einhard, der Biograph Karls des Großen, ein Kloster im Ort „Ober-Mühlheim“. Von dieser Gründung hat der größte Teil der Abteikirche alle Zeiten bis heute überdauert und damit ist sie der größte karolingische Kirchenbau nördlich der Alpen. Das Kloster selbst hat als Mönchsgemeinschaft die Säkularisation nicht überstanden, die Klostergebäude aber sehr wohl. Bei einem Rundgang durch die Stadt vor den Toren des Klosters werden wir von der kaiserlichen Pfalz am Main bis zum schmucken Marktplatz den historischen Kern der Stadt erkunden und dabei auch erfahren, dass sie ihren schönen Namen angeblich dem Ausspruch Karls des Großen, „selig sei die Stadt genannt, in der ich meine Emma wiederfand“, verdankt.

Kursnummer 262D03-28
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Gebühr: 19,00
Eure Einheit, unsere Einheit: An wen erinnern wir? (online) Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (2)
Do. 08.10.2026 18:00
Online
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (2)

Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon! Gesprächsgäste: Paulino José Miguel, Cahit Basar, Moderation: Nhi Le Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990. Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen der Gegenwart anregen.

Kursnummer 262D10-40
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Gebühr: kostenlos
Arminius und Varus: Neue Erkenntnisse zur Varusschlacht
Mo. 19.10.2026 19:00
Friedrichsdorf

Die Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. gehört zu den bekanntesten Ereignissen der römisch-germanischen Geschichte. Doch viele Fragen sind bis heute offen. Der Vortrag stellt neuere archäologische Funde und aktuelle Forschungsansätze vor und beleuchtet die Rollen von Arminius und Varus differenziert. Wie verlässlich sind die antiken Quellen? Und was lässt sich über Verlauf und Bedeutung der Schlacht tatsächlich sagen?

Kursnummer 262D05-55
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Gebühr: 10,00
Die „Selbstbetrachtungen“ eines Philosophenkaisers – Marcus Aurelius und sein Buch Neu-Anspacher Kulturabende
Mi. 21.10.2026 19:00
Neu-Anspach
Neu-Anspacher Kulturabende

Der römische Kaiser Marcus Aurelius nimmt in der Ideengeschichte der Antike eine Sonderstellung ein. Als „Philosoph auf dem Kaiserthron“ verkörpert er die seltene Verbindung höchster politischer Macht mit der philosophischen Verpflichtung zur stoischen Ethik. Seine „Selbstbetrachtungen“ bieten keine systematische Theorie der Stoa, sondern die Selbstvergewisserung einer praktischen Haltung: Philosophisches Denken dient hier als Instrument zur Bewältigung krisenhafter Realitäten – von Grenzkriegen bis zur Antoninischen Pest. Gerade darin liegt bis heute die besondere Wirkung dieses Textes.

Kursnummer 262D05-58
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Gebühr: 10,00
Roms nördliche Grenze: Der obergermanisch-raetische Limes nach 260 Fortsetzungskurs
Mi. 21.10.2026 19:30
Bad Homburg
Fortsetzungskurs

Das Jahr 260 n. Chr. gilt oft als Zeitpunkt, an dem Rom den obergermanisch-raetischen Limes aufgab und sich an Rhein und Donau zurückzog. Schriftquellen und archäologische Funde zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Statt einer einfachen Räumung zeigt sich eine Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Kurs setzt die Veranstaltung aus dem Frühjahrssemester fort und vertieft offene Fragen zu Ursachen, Ablauf und Akteuren dieser Entwicklungen. Neue Interessierte sind willkommen – ein kurzer Überblick zu Beginn erleichtert den Einstieg.

Kursnummer 262D05-17
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Gebühr: 47,00
Fast alles, was Recht ist Unterwegs im Paragraphendschungel und Justizirrgarten
Do. 22.10.2026 19:00
Bad Homburg
Unterwegs im Paragraphendschungel und Justizirrgarten

Unser gutes Recht begleitet uns tagein, tagaus. Es beschützt, es straft, es richtet und nicht selten gibt es uns große Rätsel auf, etwa: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich – aber was soll das eigentlich bedeuten? Und wie sieht es so neben, hinter oder unter dem Gesetz aus? Wie damit umgehen, wenn Recht und Gerechtigkeit miteinander übereinstimmen sollen, es aber nicht tun? Und erspart der Blick ins Gesetz tatsächlich immer dummes Geschwätz, wie es eine Juristenwahrheit sagt, oder geht es damit gerade erst los? Felix Burghardt macht sich auf eine literarische Spurensuche; vom Paragraphendschungel bis zu den Irrgärten der Justiz. Die Lesung „Fast alles, was Recht ist“ wagt einen Einblick in die juristische Welt – sowohl aus der Perspektive derjenigen, die sie geschaffen haben, als auch aus der derjenigen, die sie zu erleiden haben. Mal ernst, mal augenzwinkernd führt der Streifzug durch eine Vielzahl literarischer Formate: von Romanauszügen, Briefen und Kurzgeschichten über Novellen und Flugschriften bis hin zur Justizpoesie selbst, denn gerade Juristen neigen nicht selten zu prosaischen Stilblüten. Goethe, Kafka, Flaubert und Kleist kommen im Lauf der Veranstaltung zu Wort, aber ebenso Heinrich Heine, Mark Twain und auch das eine oder andere Gericht, das sich literarisch verewigt hat. Denn schon der amerikanische Rechtsanwalt Clarence Seward Darrow hielt fest, dass in jedem Juristen das Wrack eines Poeten stecke – und traf es damit ziemlich gut.

Kursnummer 262D05-59
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Gebühr: 12,00
Ahnen- und Familienforschung: Der Weg zu den eigenen Wurzeln
Fr. 23.10.2026 18:00
Bad Homburg

Tauchen Sie ein in die spannende Welt der Ahnen- und Familienforschung! In diesem Kurs erhalten Sie praktische Tipps und maßgeschneiderte Lösungen. Sie lernen, gezielt und effektiv online zu recherchieren und dabei kostenfreie Quellen, Datenbanken, Archive sowie Genealogie-Programme zu nutzen, um Ihre eigene Ahnentafel oder Familienchronik zu erstellen. Gemeinsam erkunden wir alte Urkunden, Kirchenbücher und Standesamtsaufzeichnungen, zum Beispiel aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Sie erhalten wertvolle Unterstützung beim Lesen und Verstehen.

Kursnummer 262D05-04
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Gebühr: 62,00
Einblick in den Buddhismus – mit Besuch der Thai Sala im Kurpark
Sa. 24.10.2026 09:30
Bad Homburg

Der Buddhismus prägt seit über 2.000 Jahren Gesellschaften in Asien und findet auch im Westen wachsende Beachtung. Der Kurs bietet eine kompakte Einführung in zentrale Lehren, wichtige Strömungen und kulturelle Unterschiede – von frühen Schulen bis zu heutigen Formen. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich buddhistische Praxis von verbreiteten westlichen Vorstellungen unterscheidet. Im Anschluss wird die Thai Sala im Kurpark Bad Homburg besucht. Vor Ort werden Architektur, Symbolik und die Rolle des Buddhismus in Thailand erläutert.

Kursnummer 262D05-27
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Gebühr: 26,00
Ein Tag im alten Rom. Alltag, Kultur – und ein bisschen Latein
Sa. 24.10.2026 13:00
Bad Homburg

Verbringen Sie einen Tag im alten Rom! Das Seminar verbindet Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag mit einem leichten Zugang zur lateinischen Sprache. Auch wer sein Schul-Latein längst vergessen hat, ist hier richtig: Gemeinsam nehmen wir einen kurzen Originaltext in den Blick und entdecken die Sprache im Kontext ihrer Zeit.

Kursnummer 262D05-15
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Gebühr: 23,00
Führung: Der Schinderhannes und andere dunkle Geschichten aus dem Taunus Eine räuberische Zeitreise im Herbstwald
So. 25.10.2026 10:00
Eine räuberische Zeitreise im Herbstwald

Räuber und Gesetzlose prägten über Jahrhunderte auch den Taunus. Diese Wanderung führt in eine Zeit, in der die Wälder Rückzugsraum, Handelsweg und gefährliches Terrain zugleich waren. Zuerst werden wir das frühe Räubertum im Allgemeinen beleuchten und untersuchen, warum gerade dann die Taunus-Region besonders günstige Bedingungen bot. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Schinderhannes und seiner Gefolgsleute im späten 18. Jahrhundert. Die Führung verbindet lebendig, anschaulich und authentisch historische Fakten mit atmosphärischen Einblicken in die damalige Zeit. Gut begehbare Wanderstrecke (ca. 5 km) – bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und eine kleine Flasche Wasser denken.

Kursnummer 262D03-30
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Gebühr: 28,00
Taunus anno dazumal: Bembel, Bleu und Bajonett
Mi. 04.11.2026 19:00
Neu-Anspach

Der Taunus und Frankreich teilen sich eine lange und wechselvolle Geschichte. Erste verbindende Elemente finden sich bereits vor über 2.000 Jahren, als die Gebiete als Teil verschiedener Provinzen zum Römischen Reich gehörten. Von den Hugenotten über die Ausläufer der Französischen Revolution bis hin zu den Weltkriegen im 20. Jahrhundert – die Beziehung zu Frankreich hat eine bewegte Vergangenheit. Der beständige Austausch im Herzen von Europa verlief nicht immer friedlich, führte aber doch mit der Zeit zu einem immer stärkeren Zusammenwachsen: Seien es Sprache, Stadtgründungen, Rechtssystem oder Freiheitskämpfe – in der hessischen Geschichte ist Frankreich heute nicht wegzudenken. In diesem Vortrag begeben sich Felix Burghardt und Alexander Maser auf eine kleine Rundfahrt durch die hessisch-französische Geschichte mit einem Fokus auf die Taunusregion. Interessierte können aber unbesorgt sein, denn einer von beiden kann auch kein Französisch. Auch in ihrem Geschichtspodcast „Hesstory“ (www.hesstory.de ) behandeln sie regelmäßig historische Themen mit Hessenbezug, dabei blicken sie auch über den „Bembelrand“ auf die deutsche und europäische Geschichte.

Kursnummer 262D05-64
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Gebühr: 12,00
Bad Homburg international – Nachbarn aus aller Welt: Singapur Zwischen futuristischer Architektur und grünen Oasen
Do. 05.11.2026 19:00
Bad Homburg
Zwischen futuristischer Architektur und grünen Oasen

In Zusammenarbeit mit der StadtBibliothek sowie dem Büro für interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bad Homburg v.d. Höhe Singapur zählt zu den dynamischsten Stadtstaaten der Welt – kompakt, multikulturell und voller Kontraste. In wenigen Jahrzehnten entwickelte sich das Land zum wirtschaftlichen Kraftzentrum der Region. Moderne Skyline und traditionelle Viertel liegen dabei auf engem Raum dicht beieinander. An diesem Abend stellt Ihnen Catherine Chen-Fliege ihr Heimatland vor und erklärt auch, was man unter „Singlish“ versteht. In Bad Homburg und Umgebung sind Menschen aus allen fünf Kontinenten zu Hause. In dieser Reihe stellen einige von ihnen sich und ihr Land auf kreative Weise vor. Die Abende sind alles andere als trockene Landeskunde – lassen Sie sich überraschen!

Kursnummer 262D10-45
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Gebühr: 5,00
Jungsein in Demokratie und Diktatur (online) Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (3)
Di. 10.11.2026 18:00
Online
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch (3)

Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gesprächsgäste: Lisa Trebs, Tim Eisenlohr, Moderation: Miriam Menzel Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990. Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen der Gegenwart anregen.

Kursnummer 262D10-41
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Gebühr: kostenlos
Sütterlin: Die altdeutsche Schrift lesen und verstehen. Eine Einführung
Di. 10.11.2026 18:30
Wehrheim

Die Sütterlin-Schrift wurde 1911 von dem Berliner Graphiker Ludwig Sütterlin entwickelt. In vielen Familien schlummern noch Zeugnisse dieser Schrift aus vergangenen Zeiten: Urkunden, Briefe der Großeltern, Kochrezepte oder Ortschroniken. Doch ohne Vorkenntnisse ist es alles andere als einfach, den Inhalt auch nur ansatzweise zu verstehen. In diesem Einführungskurs erlernen Sie Grundkenntnisse der Sütterlinschrift bzw. verwandter Schriftarten. Teilnehmende, die diese Schrift neu erlernen möchten oder bereits kennen und Erlerntes auffrischen wollen, sind herzlich willkommen.

Kursnummer 262D05-10
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Gebühr: 38,00
Taunus anno dazumal: Bembel, Bleu und Bajonett
Do. 12.11.2026 19:00
Bad Homburg

Der Taunus und Frankreich teilen sich eine lange und wechselvolle Geschichte. Erste verbindende Elemente finden sich bereits vor über 2.000 Jahren, als die Gebiete als Teil verschiedener Provinzen zum Römischen Reich gehörten. Von den Hugenotten über die Ausläufer der Französischen Revolution bis hin zu den Weltkriegen im 20. Jahrhundert – die Beziehung zu Frankreich hat eine bewegte Vergangenheit. Der beständige Austausch im Herzen von Europa verlief nicht immer friedlich, führte aber doch mit der Zeit zu einem immer stärkeren Zusammenwachsen: Seien es Sprache, Stadtgründungen, Rechtssystem oder Freiheitskämpfe – in der hessischen Geschichte ist Frankreich heute nicht wegzudenken. In diesem Vortrag begeben sich Felix Burghardt und Alexander Maser auf eine kleine Rundfahrt durch die hessisch-französische Geschichte mit einem Fokus auf die Taunusregion. Interessierte können aber unbesorgt sein, denn einer von beiden kann auch kein Französisch. Auch in ihrem Geschichtspodcast „Hesstory“ (www.hesstory.de ) behandeln sie regelmäßig historische Themen mit Hessenbezug, dabei blicken sie auch über den „Bembelrand“ auf die deutsche und europäische Geschichte.

Kursnummer 262D05-65
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Gebühr: 12,00
Bilder vom Krieg – Krieg der Bilder (online)
Mi. 18.11.2026 19:00
Online

Kriegsfotografie ist fast so alt wie das Medium Fotografie. Die ersten Aufnahmen entstehen schon im amerikanisch-mexikanischen Krieg. Danach werden alle Kriege mehr oder weniger umfangreich fotografisch dokumentiert. Und so kommt es, dass viele der wichtigsten Bilder des 20. Jahrhunderts Kriegsaufnahmen sind, so wie die vom „Napalm-Mädchen“ oder dem Foto, auf dem Marines das Sternenbanner auf der japanischen Insel Iwo Jima hissen. Sie haben sich in das kollektive Bildgedächtnis unlöschbar eingeprägt. Der Vortrag von Michael Ebert liefert ein umfassendes Bild über die Geschichte der Kriegsfotografie von ihren Anfängen bis in die Jetztzeit.

Kursnummer 262D05-35
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Gebühr: 9,00
Indien verstehen: Von frühen Hochkulturen bis Gandhi
Sa. 21.11.2026 09:15
Bad Homburg

Indien ist mehr als ein Land – es ist ein Subkontinent der Kulturen, Religionen, Imperien und Ideen. Dieses Kompaktseminar vermittelt einen gut verständlichen Überblick über mehr als 4000 Jahre Geschichte: von frühen Hochkulturen über prägende religiöse und philosophische Traditionen bis zur Kolonialzeit unter dem British Empire und der Unabhängigkeit unter Mahatma Gandhi. Im Fokus stehen zentrale Umbrüche und Kontinuitäten, die das heutige Indien prägen. Beleuchtet werden politische, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Entwicklungen.

Kursnummer 262D05-29
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Gebühr: 26,00
Einführung in die ägyptischen Hieroglyphen: Sprache und Zeichen einer Hochkultur
Sa. 21.11.2026 14:00
Bad Homburg

Hieroglyphen sind weit mehr als alte Schriftzeichen – sie öffnen ein Fenster in die Welt des alten Ägypten. Der Kurs vermittelt, wie dieses komplexe Schriftsystem entstand und funktionierte. Anhand ausgewählter Inschriften von Tempeln und Gräbern wird gezeigt, welche Geschichten und Bedeutungen sich hinter den Zeichen verbergen. Die Teilnehmenden versuchen sich selbst an einfachen Beispielen – ein Einblick in Sprache und Kultur einer faszinierenden Zivilisation. Die Ägyptologin Dr. Nadine Gräßler war 15 Jahre lang wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Altertumswissenschaften der Universität Mainz, wo sie momentan das Studienbüro für überfachliche Studiengänge leitet.

Kursnummer 262D05-13
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Gebühr: 29,00
Warum früher alles länger hielt – und was daran stimmt Geschichte hinter den Dingen
Mi. 25.11.2026 19:00
Bad Homburg
Geschichte hinter den Dingen

War früher wirklich alles besser gebaut? Der Vortrag ordnet gängige Mythen ein und zeigt, welche Materialien und Techniken tatsächlich langlebig waren – und wo wir uns heute selbst im Weg stehen. Was Dinge uns erzählen, wenn man genau hinschaut: Ein Restaurator aus der Praxis erklärt an konkreten Beispielen, wie Materialien altern, warum Spuren entstehen – und was sie über ihre Zeit verraten.

Kursnummer 262D05-32
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Gebühr: 12,00
Der Fake in der Kriegsfotografie (online)
Mi. 25.11.2026 19:00
Online

„Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst“. Dieses Zitat gilt in unserer visuellen Welt stärker als je zuvor – und das ganz besonders auch für Fotos. Bereits im amerikanischen Bürgerkrieg wurden gefälschte Fotocollagen zur politischen Einflussnahme genutzt. Also zieht sich der Foto-Fake wie ein roter Faden durch die Geschichte der Kriegsfotografie. Heute sehen wir uns durch KI, unkontrollierte soziale Medien und die digitale Verbreitung mit massenhaften Bildfälschungen konfrontiert. Eine Entwicklung, die erst am Anfang steht. In dem reich bebilderten Vortrag beleuchtet der Hochschuldozent, Fotograf und Kurator Michael Ebert die Geschichte des Fakes in der Kriegsfotografie.

Kursnummer 262D05-36
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Gebühr: 9,00
The Culture Club (3): Art, Myth and Creative Reflections Oneness in Art, Literature, and Nature
Do. 26.11.2026 19:00
Bad Homburg
Oneness in Art, Literature, and Nature

Today's event focuses on the idea of unity and interconnectedness as expressed in art, literature, and music. From prehistoric cave paintings to the works of Vincent van Gogh, Hilma af Klint, and Andy Goldsworthy, we will explore how artists have sought to represent the relationship between human beings and the wider world. The session also draws on literary voices such as Walt Whitman and Stefan Zweig, alongside musical works by Gustav Mahler and Arvo Pärt, to trace how different disciplines approach the idea of belonging to a greater whole. ‘The Culture Club‘ is a series for everyone curious about art, culture, and creativity — and who would like to share their thoughts and reflections in English within a relaxed and supportive atmosphere. Each gathering will focus on a theme and begin with a short presentation illustrated by artworks, stories, and cultural examples. Together we will explore ideas that connect different cultures and historical periods — from ancient myths and artefacts to literature, as well as modern art, music, and film. Through these images and stories, we will uncover the threads of connection that bind human life, and discover how art and myth can inspire fresh perspectives on our own experiences. No previous knowledge is required. ‘The Culture Club‘ offers a welcoming space for dialogue, discovery, and creative reflection. Further information about ‘The Culture Club’ and Dr. Petek Göker Erköse can be found HERE .

Kursnummer 262D05-46
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Gebühr: 10,00
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