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Kunst- und Kulturgeschichte

7 Kurse
Volker Mohn
Fachbereichsleiter Politik, Gesellschaft, Geschichte, Exkursionen, Kunst-/ Kulturgeschichte, Gesundheit

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studium generale – Von der Entstehung der Erde bis zum 20. Jahrhundert in 10 Semestern 6. Semester: Das 18. Jahrhundert
Di. 12.03.2024 19:30
Bad Homburg
6. Semester: Das 18. Jahrhundert

Die wichtigsten Epochen der Geschichte von der Entstehung der Erde bis zum 20. Jahrhundert werden von allen Seiten beleuchtet: Ihre Geschichte, Kunst, Musik, Literatur, Theologie, Recht, Technik, Philosophie und Wissenschaft sind Themen der einzelnen Vorlesungen. Jedes Semester eine neue Epoche, jeden Dienstag ein neuer Aspekt der Epoche. Das studium generale der Volkshochschule Bad Homburg wendet sich an alle, die als junge Leute einen weiten Blick in die Welt der Geschichte, Kultur und der Wissenschaften werfen, als Berufstätige über ihre Spezialisierung hinausblicken und ihre Allgemeinbildung erweitern oder als nicht (mehr) Berufstätige sich Wissensgebieten zuwenden möchten, mit denen sie sich „schon immer mal“ beschäftigen wollten.  Die Dozentinnen und Dozenten kommen von Hochschulen, Universitäten, Museen und aus der Praxis.  Anmeldungen sind auch während des laufenden Semesters noch möglich. Konzept und Organisation: Gero Fuhrmann  Kontakt: hgfuhrmann@t-online.de, Tel.: 0170 3 49 4040 DAS 18. JAHRHUNDERT Eröffnungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der StadtBibliothek Bad Homburg Dienstag,12. März 2024, 19:30 Uhr in der StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24 Angela Steidele liest aus ihrem Roman „Aufklärung“ Leipzig im 18. Jahrhundert, in seiner glänzendsten Zeit. Von den Messen tragen die Händler nicht nur Waren, sondern auch Ideen nach ganz Europa. Johann Sebastian Bach vermisst das Universum in Tönen, unterstützt von seiner Frau, der Kammersängerin Anna Magdalena, und seiner ältesten Tochter Dorothea. Derweil erforscht das Ehepaar Gottsched die deutsche Sprache und verbreitet unermüdlich das Licht der Aufklärung. Empört über die Biographie, die Johann Christoph Gottsched nach dem frühen Tod seiner Frau Luise veröffentlicht, beschließt Dorothea Bach, ihre eigenen Erinnerungen zu Papier zu bringen. Es war doch alles ganz anders mit Voltaire, Lessing und dem jungen Goethe! Schließlich leben wir im Zeitalter des hochgelahrten Frauenzimmers! „Jauchzet, frohlocket über dieses Buch!“ (FAZ) Wissenschaftlich recherchieren – literarisch schreiben ist Angela Steideles Markenzeichen in Werken wie „Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens“ (2010), „Anne Lister. Eine erotische Biographie“ (2017), „Zeitreisen“ (2018), „Poetik der Biographie“ (2019) und „In Männerkleidern. Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel, hingerichtet 1721“ (2021). Für ihren Roman „Rosenstengel“ (2015) erhielt sie den Bayerischen Buchpreis. „Aufklärung. Ein Roman“ war 2023 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur ausgezeichnet. Die Autorin, geboren 1968, lebt in Köln. Die Vorlesungen  Dienstags, 19:30 bis ca. 21:15 Uhr (inkl. Pause) in der Hölderlin-Schule, Hessenring 156 19. März 2024 Prof. Dr. Matthias Benad Rechts- und Herrschaftsverhältnisse im 18. Jahrhundert Herdgeld, Kopfsteuer, Besthaupt, Grundzins, Zehnt, Hand- und Spanndienste, Fron und anderes mehr: Das sind Bezeichnungen für bäuerliche Abgaben am Ende des Alten Reiches. Da in unterschiedlichen Regionen verschiedene Ausdrücke gebraucht wurden, ist aus heutiger Sicht kaum mehr verstehbar, welche Leistungen weshalb für wen zu erbringen waren. Auf welche Weise (Dienstleistung, Naturalabgabe, Geldzahlung) wurden die erbracht? Welche Gegenleistungen der Herrschaft, möglicherweise auch einer Genossenschaft, erhielten die Pflichtigen dafür? Wie hoch war die Belastung? Anhand von wirtschaftlichen, politischen und weltanschaulich-religiösen Entwicklungen in deutschen Herrschaftsgebieten wird in dem Vortrag insbesondere auf Gerichtsherrschaft, Grundherrschaft, Leibherrschaft und Kirchenherrschaft geachtet. Viele Rechtsverhältnisse gingen auf das frühe und hohe Mittelalter zurück. Sie blieben in modifizierten Formen in der frühen Neuzeit in Kraft – bis in Folge der französischen Revolution und der Feldzüge Napoleons die alten Verhältnisse umgestürzt wurden. Der im Spätmittelalter begonnene Prozess der Bildung einigermaßen einheitlicher Territorien ging im 19. Jahrhundert in die Bildung moderner, großflächiger Verwaltungsstaaten über. Große Entwicklungslinien und exemplarische Mikroprozesse sollen aufeinander bezogen werden. Der Referent lehrt als evangelischer Theologe seit über 40 Jahren Kirchengeschichte, mit einem Schwerpunkt auf Diakonie- und Sozialgeschichte. Von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2017 war er an der Kirchlichen Hochschule in Bielefeld-Bethel ordentlicher Professor für neuere Kirchengeschichte. 16. April Prof. Dr. Axel Helmstädter Die Entwicklung der Pharmazie und Chemie im 18. Jahrhundert Das 18. Jahrhundert ist eine Zeit des Aufbruchs und der aufstrebenden Naturwissenschaften. Hieran hatten Apotheker, die ja über ein Labor verfügten, beispielsweise als Entdecker chemischer Elemente, großen Anteil. In dieser Zeit vollzieht sich auch die Entwicklung der Chemie zur Naturwissenschaft. Der Arzneischatz wird zunehmend rationaler und die Ausbildung des Apothekers wandelt sich von der handwerklichen Tradition zur wissenschaftlichen Lehre. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kommt es schließlich zur sogenannten „Chemischen Revolution“ (1789, zeitgleich mit der „Französischen Revolution“), die, verbunden mit der Person Antoine Laurent Lavoiser, als Geburtsstunde der modernen Chemie gilt.  Prof. Dr. Axel Helmstädter ist Apotheker und habilitierter Pharmaziehistoriker, er verfügt über Berufserfahrung im Verlagswesen, der Universität und der Apotheke. Er hat langjährige Lehrerfahrung an den Universitäten Frankfurt und Marburg. 2018 bis 2022 war er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. 23. April 2024 Dr. Sebastian Becker Wirtschaftspolitik im 18. Jahrhundert Vor dem Hintergrund der Diskussionen um die amerikanische Wirtschaftspolitik unter US-Präsident Donald Trump hat der Begriff „Merkantilismus“ in jüngerer Zeit eine Renaissance erlebt. Was „der“ Merkantilismus aber eigentlich war, darüber streitet die historische Forschung seit vielen Jahrzehnten. Einvernehmen besteht nur dahingehend, dass der Begriff „Merkantilismus“ eigentlich eine terminologische Schöpfung der Gegner dieses Wirtschaftskonzepts war, denn er geht auf Adam Smith und andere frühliberale Nationalökonomen des 18. Jahrhundert zurück. Sie kritisierten eine Wirtschaftspolitik, die einseitig auf die Erzeugung von Handelsüberschüssen fixiert war. Im Zentrum der Vorlesung wird die Frage nach den Hintergründen dieser Kritik und damit nach dem Verhältnis von Staat und Wirtschaft im 18. Jahrhundert stehen. Dabei soll beleuchtet werden, auf welche Art und Weise Regierungen und Verwaltungen in der Frühen Neuzeit in das wirtschaftliche Geschehen eingriffen und warum sich Unterschiede in den Herrschafts- und Wirtschaftsbedingungen zwischen den großen Handelsnationen und den Territorien des Heiligen Römischen Reichs, in denen sich der so genannte Kameralismus entwickelte, sehr konkret auf die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der unterschiedlichen Regierungen auswirkten. Dr. Sebastian Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er derzeit zur Zirkulation technisch-ökonomischen Wissens im Alten Reich (16.–18. Jahrhundert) forscht. Neben Wissens-, Technik- und Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit beschäftigt er sich mit der Geschichte italienischer Dynastien, des Papsttums, Roms und des Kirchenstaats sowie transalpinen Transferprozessen. 30. April 2024 Prof. Dr. Robert Seidel Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang: Familienkonstellationen im Drama des 18. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Epochendiskussion Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang: Sind das drei aufeinanderfolgende Literaturepochen im 18. Jahrhundert, oder sind Empfindsamkeit und Sturm und Drang eher als 'Sprossformen' der Aufklärung zu verstehen? Der Vortrag wird dieser Frage nachgehen, vor allem aber zentrale Theaterstücke aus der betreffenden Zeit behandeln. Die Dramen Sterbender Cato von Gottsched, Emilia Galotti und Nathan der Weise von Lessing sowie Die Räuber von Schiller decken einen Zeitraum von 1732 bis 1781 ab. Sie sind formal höchst unterschiedlich angelegt, und daneben spiegeln sie auf hochinteressante Weise Wandlungen und Kontinuitäten des Familienbildes über ein halbes Jahrhundert hinweg. Wenn ausgerechnet in der 'empfindsamen' Literatur die Väter als Bezugspersonen eine wichtigere Rolle zu spielen scheinen als die Mütter, wenn gerade bei den 'aufsässigen' Stürmern und Drängern ein schwacher Vater zum Problem wird, dann zeigt sich, dass auf dem Theater offenbar Probleme verhandelt wurden, die in der Gesellschaft virulent waren. Der Vortrag nimmt das Wechselverhältnis von sozialgeschichtlichen Befunden und Bühnenhandlung in den Blick und versucht von daher die Brisanz dieser kanonischen Texte zu erschließen. Prof. Dr. Robert Seidel ist Inhaber der Professur für Frühe Neuzeit und Rhetorik am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Universität Frankfurt. 7. Mai 2024 Dr. Volker Benad-Wagenhoff Das Längenproblem Mit dem Umbruch des Weltbildes im 16./17. Jahrhundert tritt das exakte Messen ins Zentrum wissenschaftlicher und technischer Bemühungen. Große astronomische Peilinstrumente und bald auch Fernrohre erschließen den Himmel, Mikroskope die Welt des Kleinen. Die genaue Zeitmessung mir Räderuhren gewinnt an Bedeutung. Präzise Ortsbestimmung auf See erwies sich bei der europäischen Expansion nach 1500 als ein Kernproblem. Sie scheiterte bis ins 18. Jahrhundert an der mangelhaften Bestimmbarkeit der geographischen Länge. Erst mit der Entwicklung von Uhren und Winkelmessgeräten, die auch auf hoher See einwandfrei funktionierten, gelang in Verbindung mit genauen Sternkarten und Tabellen der Planetenbewegung eine Lösung des Längenproblems. Die dabei angewandten Prüf- und Fertigungsverfahren bildeten eine Grundlage für die Technik der bald einsetzenden Industrialisierung. Dr. phil. Dipl.-Ing. Volker Benad-Wagenhoff war bis 2014 Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und seit 2017 in Projektarbeit und als externer Kurator für das Gutenberg-Museum Mainz tätig. Veröffentlichungen zur Geschichte der industriellen Fertigungstechnik, der Massenproduktion, der frühneuzeitlichen Münztechnik und der Drucktechnik in Europa und Asien. 14. Mai 2024 Prof. Dr. Michael Maaser Universitäten im 18. Jahrhundert Im 18. Jahrhundert gab es im deutschsprachigen Raum 43 Universitäten. Die meisten von ihnen hatte ein Landesfürst aus einer Laune heraus oder aus Prestigegründen gegründet. In vielen dieser Hochschulen waren weniger als 200 Studenten eingeschrieben. Die Vorlesung geht der Frage nach, welche Rolle diese Universitäten im Reich spielten und welchen Einfluss ihre Professoren auf die Debatten und Kontroversen der Aufklärung hatten. Schließlich geht es um das Verhältnis zwischen Hof und Universität und zwischen Zivilisation und Kultur. Der Referent ist Archivar der Goethe-Universität Frankfurt am Main und lehrt dort als Privatdozent am Historischen Seminar  Neuere Geschichte. Er ist Mitglied der Historischen Kommission für Hessen und der Frankfurter historischen Kommission und außerdem Präsident der Gesellschaft für Kulinaristik. 21. Mai 2024 Dr. Manfred Geier Immanuel Kant Immanuel Kant, an dessen 300. Geburtstag 2024 erinnert wird, ist der Philosoph der Moderne. Sein kritisches Denken nimmt die Impulse der neuzeitlichen Wissenschaften und der bürgerlichen Aufklärungsbewegung auf und führt sie an ihre Grenzen. Der Vortrag folgt vor allem Kants politisch-moralischer Intention in weltbürgerlicher Hinsicht, die von einem zentralen Gedanken bestimmt war: Die Welt wäre eine bloß faktische Tatsachenwelt, wenn wir als moralische Wesen nicht selbst etwas Normatives mit ihr verbinden würden. Deshalb muss die erkenntniskritische Frage „Was können wir wissen?“ verbunden sein mit der praktisch-moralischen Frage „Was sollen wir tun?“ und der geschichtlich-politischen Perspektive „Was dürfen wir hoffen?“. Am Ende des Vortrags geht es um den aktuellen Woke-Vorwurf, dass Kant trotz seines universalistischen Denkens ein Rassist gewesen sein soll. Manfred Geier lehrte als Professor Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Hannover. Seit 1998 ist er freiberuflich als Sachbuchautor tätig, Schwerpunkt Philosophiegeschichte. Zu seinen zahlreichen Büchern zählt auch eine Trilogie der Aufklärung: „Kants Welt“ (2003); „Die Brüder Humboldt“ (2009) und „Aufklärung. Das europäische Projekt“ (2012). Zuletzt erschien 2022: „Philosophie der Rassen. Der Fall Immanuel Kant“. 28. Mai 2024 Dieter Dorth Philosophische Aufklärung und bürgerliche Revolution Die französische Aufklärung reagiert sehr deutlich auf die politischen, kirchlichen und sozialen Verhältnisse ihres Landes. Die Leitgedanken, dereinst in der Französischen Revolution überall auf den umkämpften Straßen gegenwärtig, sind in wachsender Deutlichkeit Ergebnisse der philosophischen Aufklärung – u. a. Jean Meslier, Rousseau, Voltaire, d'Holbach, Helvétius und Diderot stehen dafür. Zugleich bilanziert die große Französische Enzyklopädie von Diderot und d'Alembert ein vom höheren theologischen Nebel der Theologie befreites Wissen und buchstabiert eine neue säkulare Zeit. Die philosophische Loslösung von den tradierten „Religionssachen“ (Kant) und den Losungen der alten überkommenen Gesellschaftsordnung bis hin zur martialischen Entscheidung 1789 erfährt eine anschauliche Darstellung. Der Referent war Fachbereichsleiter Geisteswissenschaften und IT an der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises. Seine Interessen gelten der Vermittlung historischer, philosophischer und literaturgeschichtlicher Themen. 4. Juni 2024 Thomas Huth Als den Barock die Kraft verließ: Rokoko Klassischer Barock trumpft auf, verkörpert Macht und Stärke, ist kurzum ein bisschen die Rampensau unter den Stilen der europäischen Kunstgeschichte. Doch irgendwann um 1730 begann in Frankreich der Wunsch nach mehr Intimität und Privatsphäre zu wachsen und die sehr architektonischen und zugleich pathetischen Formen des Barocks empfand man als geradezu erdrückend. Die Zeit war reif für etwas Neues, Leichtes, Verspieltes, fast schon unseriös Heiteres und so entwickelte man einen neuen Dekorationsstil, der sich hauptsächlich aus dem asymmetrischen Schmuckelement der Muschel, der Rocaille, herleitet. Dass man als Träger dieser Dekorationen weiterhin typisch barocke Architekturelemente verwandte, störte nicht, da das neue Dekor dessen schwere Formen nicht nur überspielte, sondern geradezu parodierte und dabei Gesamtkunstwerke entstehen ließ, die wahre Raumwunder wie die berühmte Wieskirche hervorbrachte. Was den Wesenskern dieses heute meist falsch verstandenen Stils ausmacht, beleuchten wir in seiner Entwicklung aus dem französischen Régence bis hin zu den originellsten Leistungen dieser Epoche in Süddeutschland mit charakteristischen Beispielen. Thomas Huth ist Kunsthistoriker und Volkskundler und als Studienreiseleiter und Reiseveranstalter sowie Autor von kultur- und kunstgeschichtlichen Sachbüchern tätig. Im Zusammenhang mit dieser Vorlesung bietet die Volkshochschule eine Reise mit dem Referenten an: Vom Barock zum Rokoko ins Land der Gebrüder Asam 20.–23. Juni 2024, zu finden unter der Kursnummer F101145 11. Juni 2024 Prof. Dr. Michael Maaser Friedrich II. von Preußen – ein Großer? Die Biographie Friedrichs II. von Preußen ist oft dargestellt worden, Bücher über ihn füllen Bibliotheken. Ihnen gemeinsam ist, dass sie das Leben des Königs als Bildungs- oder Entwicklungsroman erzählen und dabei immer einem gleichen Muster folgen.   In der Vorlesung schauen wir uns das Leben und Werk Friedrichs genauer an und diskutieren, inwiefern sich unser tradiertes Bild vom preußischen König mit den zeitgenössischen Quellen deckt. 18. Juni 2024 Prof. Dr. Robert Seidel Lamentationen eines Schriftstellers – Johann Heinrich Merck (1741-1791) als Repräsentant des spätaufklärerischen Literaturbetriebs [Hinweis: Der Vortrag findet an Stelle des ursprünglich geplanten Vortrags von Dr. Attanucci statt, der aus gesundheitlichen Gründen entfallen musste] 25. Juni 2024, 19:30 Uhr in der Erlöserkirche (!) Marc Lohse und Thomas Huth Der Klang der Aufklärung: Haydn und Beethoven Texte der Aufklärer gibt es ohne Zahl, man kann sich diese Epoche erlesen. Kann man sie aber auch hören? Gewiss, es wurden keine Grundsatzschriften vertont, aber die beiden Komponisten Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven waren nicht nur Anhänger der Ideen der Aufklärung, sie lieferten auch den „Sound“ dazu. Haydns „Die Schöpfung“ gilt als klingendes Manifest der Aufklärung und der Schlusschor von Beethovens 9. Symphonie ist der wohl prominenteste Lobgesang auf eine Humanität, die sich aus dem Geist der Aufklärung speist.   In der Hoffnung, dass dereinst tatsächlich einmal „alle Menschen Brüder werden“, spielt der junge Pianist Marc Lohse Haydns Sonate in D, Hob. XVI:19 und Beethovens Sonate Nr. 15 in D-Dur, Opus 28 und dazu liest Thomas Huth kurze zeitgenössische Texte über die beiden Komponisten. Joseph Haydn (1732–1809) Sonate in D, Hob.:XVI:19 I. Moderato II. Andante III. Finale: Allegro assai Ludwig van Beethoven (1770–1827) Sonate Nr. 15 in D-Dur, Op. 28 (Pastorale) I. Allegro II. Andante III. Scherzo: Allegro vivace – Trio IV. Rondo: Allegro ma non troppo Der Konzertpianist und Klavierpädagoge Marc Lohse studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Nach erfolgreichem Abschluss des Grundstudiums nahm er im September 2022 sein Masterstudium an der Manhattan School of Music (MSM) in New York auf. Er ist viermaliger Bundespreisträger bei Jugend-Musiziert und gewann im April 2023 die Lillian Fuchs Chamber Music Competition in New York. Weiterhin spielte er Aufnahmen für die Radiosender Deutschlandfunk Kultur und SWR2 ein. Im Mai 2022 gab er sein Debüt bei den Schwetzinger SWR Festspielen. 2016 zeichnete ihn die Pfälzische Musikgesellschaft mit dem Bruno-Herrmann-Preis aus. Er unterrichtet seit 2023 am Bronx Conservatory of Music in New York. Diese Veranstaltung ist öffentlich. Eintritt: 20,00 Euro, ermäßigt 16,00 Euro, Karten nur an der Abendkasse. Für Teilnehmer des studium generale ist der Eintritt kostenlos. 2. Juli 2024 Dr. Volker Benad-Wagenhoff Die Industrielle Revolution Mitte des 18. Jh. bahnte sich der zweite große Umbruch in der Entwicklung der menschlichen Gattung an – nach der vor etwa 10.000 Jahren beginnenden Agrarischen Revolution nun die Industrielle Revolution. Ihr technischer Kern ist die Maschinisierung der Produktion. Auf Grund besonderer Bedingungen nimmt sie ihren Ausgang in England und erfasst von dort aus Kontinentaleuropa, Nordamerika und mit deutlicher Verspätung auch andere Weltregionen. Der anhaltende Industrialisierungsprozess, den sie auslöst, ist janusköpfig: er eröffnet ungeheure Möglichkeiten, führt aber auch zu einer existentiellen Bedrohung der Gattung.   Konzert zum Semesterabschluss Dienstag, 09. Juli 2024, 19:30 Uhr in der Erlöserkirche Bad Homburg In Zusammenarbeit von Erlöserkirche und Volkshochschule Wolfgang Amadeus Mozart Missa in honorem Sanctissimae Trinitatis (Missa in C-Dur KV 167, 1773) Generalprobe mit Erläuterungen Kammerchor der Erlöserkirche Instrumentalensemble Leitung: Susanne Rohn Prof. Susanne Rohn ist als ausgebildete Kirchenmusikerin Kantorin an der Erlöserkirche in Bad Homburg und lehrt Dirigieren an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Orgel, Chorleitung und die Erarbeitung von Werken jenseits des Standardrepertoirs. Eintritt 20,00 Euro, ermäßigt 16,00 Euro Für Teilnehmende des studium generale ist der Eintritt kostenlos. Karten an der Abendkasse und im Vorverkauf nur über www.erlöserkirche-badhomburg.de. Die Messe ist im Gottesdienst am Sonntag, 14. Juli, 10:00 Uhr in der Erlöserkirche ein weiteres Mal zu hören. Gebühr für das studium generale (Veranstaltungsnummer 101000): 255,00 Euro für 13 Vorlesungen in der Hölderlin-Schule, die Eröffnungslesung in der Stadtbibliothek und das Abschlusskonzert in der Erlöserkirche.

Kursnummer F101000
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Gebühr: 255,00
Dozent*in: Dr. Volker Benad-Wagenhoff
Tagesfahrt: „Burgenhopping“ von der Aar zur Lahn
Mi. 19.06.2024 08:30
Bad Homburg

Taunus, Rhein- und Lahntal zählen zu den reichsten Burgenlandschaften Deutschlands. Viele Herren stritten auf engem Raum um fast alles, um was man streiten kann und der Wille, wie auch immer erworbenen Besitz auf jeden Fall zu behaupten, bescherte der Region eine beispiellose Burgenbaukonjunktur. Entlang der Aar lässt sich das exemplarisch erleben und so wollen wir bei einer Reise durch das malerische Flusstal erkunden, was von dieser Burgenherrlichkeit auf uns gekommen ist. Nach dem Passieren der Ruine der Burg Adolfseck wartet in Hohenstein ein erster Höhepunkt der Burgenbaukunst. Die Burg der Grafen von Katzenelnbogen ist die baukünstlerisch und fortifikatorisch bedeutendste Burg des Taunus und liegt ausgesprochen eindrucksvoll über dem engen Felsental der Aar. Die beiden nächsten Ziele liegen in Seitentälern der Aar: Burgschwalbach und Hohlenfels. Über Oberneisen mit dem schönsten klassizistischen Bau des Taunus und die Ruine Ardeck erreichen wir in Diez die Lahn. Die ehemalige nassauische Residenzstadt hat einen charmanten Altstadtkern aus Mittelalter und Barock, über dem eine großzügige Burganlage die Aarmündung kontrollierend thront. Die Reise beschließen wir dann nach so viel trutzigem Mittelalter mit freundlichem Barock – wir besuchen das Stammschloss des niederländischen Königshauses, Schloss Oranienstein. Im Preis der Fahrt enthalten sind die Fahrt im modernen Reisebus der Firma Pitz, Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Thomas Huth sowie Eintritte laut Programm. Außer in Bad Homburg (Abfahrt: 8:30 Uhr) ist auch ein Zustieg in Frankfurt Süd (Diesterwegplatz – Abfahrt 7:50 Uhr) möglich. Bitte bei der Anmeldung angeben. HINWEIS - PROGRAMMÄNDERUNG: Da die Renovierungsarbeiten in Burgschwalbach nicht termingerecht abgeschlossen wurden, ist eine Besichtigung leider nur von außen möglich. Ebenfalls können wir Hohlenfels leider nur von außen besichtigen. Stattdessen haben wir zusätzlich eine Besichtigung der Burg Runkel eingeplant. WICHTIG: Bitte nehmen Sie Ihren Personalausweis mit. Dieser ist für die Besichtigung des Schlosses Oranienstein notwendig (Gelände der Bundeswehrkaserne).

Kursnummer F101153
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Gebühr: 103,50
Dozent*in: Thomas Huth
Reise: Vom Barock ins Rokoko ins Reich der Brüder Asam
Do. 20.06.2024 08:00
Bayern

Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt Bayern hatte unter dem Dreißigjährigen Krieg stark gelitten. Als der Pulverdampf mit dem Westfälischen Frieden verzogen war, erfreute es sich aber einer großen Blüte von Wirtschaft und Kunst. Vor allem Klerus und Adel konnten sich für das neue Design aus Italien und Frankreich, für Barock und Rokoko, begeistern. Günstige finanzielle Verhältnisse befeuerten die Bauherren von Kirchen, Klöstern und Schlösser zu einem famosen Wettbewerb um immer kühnere und großartigere Projekte. Diesem Baueifer verdanken wir gerade im Einzugsbereich der bayerischen Donau eine Fülle alle Sinne verwirrender Gesamtkunstwerke, deren bemerkenswerteste Schöpfer die genialen Brüder Asam waren. Eine viertägige Reise in die Landschaft zwischen Ingolstadt und Passau macht mit den besten Leistungen des 17. und 18. Jahrhunderts bekannt und entführt in die theatralische Welt des Zeitalters der Galanterie, der Perücken und Korsette. REISETERMIN: Donnerstag, 20.Juni – Sonntag, 23. Juni 2024 PROGRAMM (Änderungen vorbehalten): Donnerstag, 20.06.2024 Von Bad Homburg/Frankfurt geht es über die Autobahn direkt an die Donau, nach Ingolstadt. Hier wartet mit der Kirche Maria de Victoria ein überwältigendes Dekorationswerk der Brüder Asam – augentäuschendes Rokoko in höchster Vollendung. Ein weiteres spektakuläres Werk des genialen Bildhauers Egid Quirin Asam überrascht im abgelegenen Dorf Rohr. Die Himmelfahrt Mariens ist sicher nirgendwo in der barocken Welt theatralischer inszeniert worden als auf dem Hochaltar der dortigen Klosterkirche. Und zu guter Letzt erleben wir mit Schloss Sünching, wie eine äußere Hülle täuschen kann. Der äußerlich unscheinbare, fast langweilige Bau entfaltet im Inneren einen Rausch des Rokokos wie nur wenige andere Schlösser. Die Besten waren hier am Werk: François de Cuvilliés, die Brüder Günther und Franz Xaver Feichtmayer. Danach geht’s ins beschaulich charmante Deggendorf zum Zimmerbezug und zum Abendessen ins Familienhotel Höttl. Freitag, 21.06.2024 Entlang der Donau führt unser Weg zunächst nach Osterhofen. Dorthin lockt ein weiteres Gesamtkunstwerk der Epoche: die ehemalige Damenstiftskirche, designt und ausgeschmückt von Johann Michael Fischer und den Brüdern Asam. Den größten Teil des Tages widmen wir aber der alten Bischofsresidenz Passau, wo uns neben dem auf großartige Weise barockisierten gotischen Dom vor allem die heiter beschwingt dekorierte ehemalige bischöfliche Residenz interessiert. Mit einem Abstecher ins österreichische Schärding mit seiner überaus eindrucksvollen, von barocken Glockengiebeln geprägten Silberzeile beschließen wir das Ausflugsprogramm vor der Rückkehr ins Deggendorfer Hotel. Samstag, 22.06.2024 Zunächst besichtigen wir die unweit von Deggendorf gelegene Benediktinerabtei Metten, in der uns vor allem der Bibliothekssaal interessiert. In der Üppigkeit der Ausstattung kann wohl kein anderer deutscher Büchersaal mithalten! Danach erreichen wir über die Autobahn Regensburg und widmen uns den Kostbarkeiten des 18. Jahrhunderts in dieser an kunsthistorischen Facetten so ungemein reich beglückten alten Hauptstadt Bayerns. Zu unseren besonderen Zielen zählen die bescheidene Wohnung der Fürstin Gloria, wo es ein Wiedersehn mit der Ausstattung des Palais Thurn und Taxis in Frankfurt gibt, die „Alte Kapelle“ und der Gesandtenfriedhof um die Dreieinigkeitskirche. Der Rückweg nach Deggendorf bereichert uns um eine weitere Schlosserfahrung. In Alteglofsheim waren wieder erste Kräfte zugange und de Cuvilliés, die Asam-Brüder und Johann Baptist Zimmermann bescherten einem äußerlich eher bescheidenen Schloss ein fulminantes Innenleben. Sonntag, 23.06.2024 Wir wären nicht wir, würden wir die Rückfahrt nicht um zwei letzte Höhepunkte bereichern. Im Durchbruchstal der Donau liegt eindrucksvoll das kleine Kloster Weltenburg, das aber mit seiner Klosterkirche, wiederum ein Werk der Brüder Asam, eine absolute Spitzenleistung barocker Dekorationskunst aufweist. Und die letzte Station unserer Reise gilt der Epoche, die barockes Pathos und unernste Tändelei des Rokokos abgelöst hat, dem Zeitalter der Aufklärung. Der Veitshöchheimer Hofgarten ist zwar formal ein Garten des Rokokos, illustriert aber die Gedankenwelt der Aufklärung und der Freimaurerei. Abschließend geht es zurück nach Frankfurt und Bad Homburg. ABFAHRT UND RÜCKKEHR: Abfahrt am Bad Homburger Busbahnhof am 20.6.2024 um 8:00 Uhr Rückkehr am 23. 6. 2024 gegen 18/19 Uhr GRUPPENGRÖSSE: 20-26 Teilnehmende ENTHALTENE LEISTUNGEN: - Fahrt im modernen Reisebus der Firma Dürrnagel (Uettingen) - 3 Übernachtungen mit reichhaltigem Frühstücksbüfett im ****Hotel Höttl, Deggendorf ( https://www.hoettl.de ) - Ein 3-Gang-Menü im Hotel Höttl - Reiseleitung und Führungen vor Ort (wenn gestattet) durch den Kunsthistoriker Thomas Huth - Eintritte und lokale Führungen laut Programm - Bettensteuer Deggendorf - Informationsmaterial über das Zielgebiet (Hinweis: Die Innenbesichtigung der Schlösser Sünching (Privatbesitz) und Alteglofsheim (Musikakademie) kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht fest bestätigt werden, da die beiden Objekte beliebte Veranstaltungsorte sind und bei solcher Nutzung natürlich keine Besichtigung möglich ist) REISEPREIS PRO PERSON: - 739,00 Euro im DZ - 845,00 Euro im EZ Reiserücktrittsversicherung: Abschluss – mit oder ohne Selbstbeteiligung – auf Anfrage über rundum kultur möglich. Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte schriftlich. Das Anmeldeformular steht anbei zum Download bereit, wir schicken es Ihnen aber auch gerne zu (mohn@vhs-badhomburg.de, Tel.: 06172/9257-18). Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars.

Kursnummer F101145
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Gebühr: 739,00
p.P. im DZ (845 Euro im EZ)
Dozent*in: Thomas Huth
Anmeldungen bitte schriftlich, Formular-Download im Info-Block unten
Tagesfahrt: Der Vogelsberg als Kunstlandschaft
Mi. 03.07.2024 08:30
Bad Homburg

Dem Vogelsberg haftet der Ruf an, er sei zwar landschaftlich reizvoll, aber nicht gerade unter die wohlhabenden Regionen zu zählen. In kultureller Hinsicht kann man das nicht sagen. Es sind zwar keine großen Attraktionen, mit denen die Höhen und Täler von Europas größtem Vulkan aufwarten, aber die deutsche Kleinstaaterei hat auch hier für historische Zentren mit einem gewissen Selbstbewusstsein gesorgt. Im Rahmen einer Tagesfahrt werden wir also auf den Spuren der Fürsten Isenburg, der Grafen von Stolberg, der hessischen Landgrafen und der verzweigten Familien der Solmser wandeln. Erste Station des Tages wird Wächtersbach im Kinzigtal sein. Ein isenburgisches Schloss und eine nette Fachwerkaltstadt laden hier zum Rundgang. Nach nur wenigen Kilometern erreicht man Birstein, dessen Schloss zu den schönsten Barockschlössern Hessens zählt. Es wird noch von der fürstlichen Familie bewohnt, wir hoffen aber dennoch eine Besichtigung ermöglicht zu bekommen. Über den „Dom des Vogelsberges“ und Gedern mit seinem Schloss erreichen wir mit dem Hoherodskopf die höchsten Erhebungen des Gebirges – hoffentlich mit Fernblick! Über Schotten mit seiner beeindruckenden Marienkirche und Hirzenhains elegante gotische Kirche gelangen wir nach Ortenberg, wo uns ein Stadtrundgang mit dem gepflegten historischen Stadtbild unter dem Schloss der Fürsten zu Stolberg-Wernigerode bekannt macht. Sollten die Restaurierungsarbeiten in den Ruinen des Klosters Konradsdorf endlich beendet sein, schauen wir zum Ausklang der Fahrt auch hier hinein. Im Preis der Fahrt enthalten sind die Fahrt im modernen Reisebus der Firma Pitz, Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Thomas Huth sowie Eintritte laut Programm. Hinweis: Außer in Bad Homburg ist auch ein Zustieg in Frankfurt Süd (Diesterwegplatz) möglich. Bitte bei der Anmeldung angeben.

Kursnummer F101156
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Gebühr: 103,50
Dozent*in: Thomas Huth
Einladung in den kleinen Tannenwald Auf den Spuren von Landgräfin Elizabeth und ihrem "little wood"
Fr. 05.07.2024 16:30
Bad Homburg
Auf den Spuren von Landgräfin Elizabeth und ihrem "little wood"

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kleiner Tannenwald e.V. „In dem Augenblick, wo ich draußen war, war ich wie im Himmel. Der Kleine Tannenwald stand vor mir in seiner Schönheit und wird im Frühjahr perfekt sein.“ (Landgräfin Elizabeth, 1834) Was faszinierte die Landgräfin Elizabeth an ihrem "little wood", den sie vor über 200 Jahren mit Hingabe gestaltete und welche Rolle spielten die Landgräflichen Gärten im Hinblick auf die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche im 18./19. Jahrhundert? Wir begeben uns auf eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit, in der wir den Geist der Landgrafenpaare wiederbeleben. Auch literarische Inspirationen, wie Herder, Rousseau und Goethe werden uns bei dieser Führung begegnen, denn sie waren es, die uns Raum zur Empfindsamkeit und Vorstellungskraft gaben. Voranmeldung erforderlich.

Kursnummer F101181
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Julia Dahl
Ein Tag mit den alten Ägyptern (9–12 Jahre)
Fr. 23.08.2024 10:00
Bad Homburg

Pyramiden und Pharaonen, Mumien und Hieroglyphen: Das alte Ägypten ist auch für Kinder faszinierend. Der Kurs vermittelt altersgerecht und kreativ Grundwissen zum Land am Nil und seiner Geschichte. Wie funktionieren Hieroglyphen? Wie schreibt man auf Papyrus? Was benutzten die Ägypterinnen seinerzeit als Schmuck und Schminke? Über dies und vieles mehr reden wir nicht nur, sondern probieren es auch praktisch aus. Dr. Nadine Gräßler ist am Institut für Altertumswissenschaften der Universität Mainz tätig. Sie engagiert sich dort bei „Ägypten macht Schule“, einem Projekt zur kreativen Wissensvermittlung im Unterricht. Bitte Mittagssnack und Getränk mitbringen.

Kursnummer E101205
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Gebühr: 35,50
(inkl. Materialkosten)
Dozent*in: Dr. Nadine Gräßler
Studienreise: Mährische Kostbarkeiten
Mo. 26.08.2024 00:00
Mähren

Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt Für nicht wenige ist die Tschechische Republik Böhmen. Dass dem nicht so ist, verrät allein schon der Blick auf das Staatswappen, denn in ihm tauchen auch der schlesische und der mährische Adler auf. Prag, die berühmten böhmischen Bäder und den Böhmerwald kennen viele. Mähren hingegen ist für viele noch ein weißer Fleck auf der Reiselandkarte. Eine Gelegenheit, diesen Fleck mit vielfältigen Eindrücken zu färben, möchten wir mit einer siebentägigen Reise in die gegenwärtige mährische Hauptstadt Brno (Brünn) und die alte Hauptstadt Olomouc (Olmütz) bieten. Ausgangspunkt für unsere mährischen Entdeckungen wird das quirlige Brünn sein, das geduckt unter die gewaltige Festung Spielberg einen vorzüglich erhaltenen Stadtkern bietet. Von dort aus besuchen wir die UNESCO-Welterbe-Kulturlandschaft Lednice-Valtice mit ihren Schlössern und dem riesigen Landschaftspark der Familie von Liechtenstein, die alte Bischofsresidenz Olmütz, den Mährischen Karst mit seinen unterirdischen Flüssen und Naturwundern, die faszinierende Judenstadt in Trebíc (Trebitsch) und die landschaftlich reizvolle Grenzregion des Thayatals. Nicht zuletzt wird uns südmährischer Wein helfen, die Reise in bester Erinnerung zu behalten. REISETERMIN: Mo., 26.08. – So., 01.09.2024. ABLAUF DER REISE (Änderungen vorbehalten): Montag, 26. August 2024 Von Bad Homburg uns begeben wir uns direkt auf die gut 700 Kilometer lange Strecke über Nürnberg und Prag nach Brünn. Ob sich bei dieser langen Strecke ein kleiner Besichtigungsstopp einschieben lässt, müssen wir dem Verkehrsgeschehen überlassen. In Brünn erwartet uns dann im Hotel ein dreigängiges Menü zum Tagesausklang. Dienstag, 27. August 2024 Wir erkunden heute den ganzen Tag Brünn. Ausgehend von der alles beherrschenden Festung Spielberg sehen wir unter anderem den Dom, die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrer geheimnisvollen Kapuzinergruft, das stattliche Alte Rathaus und das Mahen-Theater. Die Villa Tugendhat werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach nur von außen in Augenschein nehmen können, da die neuen Besuchsregelungen für dieses Welterbe-Objekt einen Gruppenbesuch so gut wie unmöglich machen. Am Abend lohnt ein dreigängiges Essen in einer Brünner Bierstube für die Besichtigungsmühen des Tages. Mittwoch, 28. August 2024 Der Mährische Karst ist ein nur sehr kleines Gebiet inmitten der mährischen Hügellandschaft, aber er hat es im wahren Wortsinn in sich! Die unterirdischen Flüsse und die faszinierende Welt der Tropfsteinhöhlen sind unbedingt einen Besuch wert. Außerdem sehen wir mit der Burg Pernštejn (Pernstein) ein Juwel mittelalterlicher Wehrbaukunst. Das malerische Ensemble auf bewaldetem Felssporn diente so häufig wie kaum eine andere Burg als Drehort für Filme, darunter Werner Herzogs „Nosferatu“, Stephen Sommers „Van Helsing“ oder „Luther“ mit Joseph Fiennes als Reformator. Donnerstag, 29. August 2024 Star des heutigen Tages ist die historische Hauptstadt Mährens Olomouc (Olmütz). Der alte Erzbischofssitz beeindruckt durch einen großen wohlerhaltenen Stadtkern, gespickt mit zahlreichen Kirchen und Resten der einst gewaltigen Festungsanlagen. Besondere Ziele sind der Wenzelsdom, das Erzbischöfliche Palais und das Kloster Hradisko (Hradisch), das heute zwar als Militärkrankenhaus dient, aber immer noch den Glanz einer der einst reichsten Abteien Tschechiens erleben lässt. Freitag, 30. August 2024 Einer der größten englischen Landschaftsgärten Europas ist der vom Fürstenhaus Liechtenstein in den Auen der Thaya angelegte Park zwischen Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg). Seit 1996 zählt dieser fast 100 Quadratkilometer (!) große Park zum UNESCO-Welterbe und fasziniert mit seinen originellen Staffagebauten wie kaum ein anderer Landschaftsgarten Mitteleuropas. Wir werden uns den beiden sehr unterschiedlichen Schlössern in Lednice und Valtice widmen, den Park erkunden und im charmanten Mikulov (Nikolsburg) neben einem Altstadtrundgang im Rahmen eines dreigängigen Essens feurige südmährische Weine verkosten. Samstag, 31. August 2024 Der letzte ganze Tag in Mähren führt uns zunächst nach Trebíc (Trebitsch), wo wir uns dem faszinierenden jüdischen Viertel und der Stiftskirche widmen, beides Teile des UNESCO-Welterbes Trebíc. Über die spektakulär in einer Thaya-Schleife gelegene Burg Vranov (Frain), die von den Grafen Althan zum modernen Barockschloss ausgebaut worden ist, geht es nach Znojmo (Znaim). Hier erkunden wir die schöne alte Stadt von oben und von unten, denn der Bergrücken, auf dem diese thront, ist seit dem Mittelalter von einem auf 27 Kilometer angewachsenen Gängesystem auf vier Ebenen durchzogen. Bevor wir wieder Brünn erreichen, besuchen wir noch die Wassermühle in Slup (Zulb). Das schlossähnliche Renaissancegebäude mit seinen vier Mühlrädern ist eines der interessantesten technischen Denkmäler seiner Art. Sonntag, 01. September 2024 Die Heimreise steht nun an und wir werden den gleichen Weg wie auf der Hinfahrt wählen. ENTHALTENE LEISTUNGEN: - Fahrt mit dem modernen Reisebus der Firma Pitz (Offenbach) - 6 Übernachtungen mit Frühstücksbüfett im ****Hotel International Brno - 1x 3-Gänge-Menü im Hotel International in Brno - 1x 3gängiges Abendessen in einer Bierstube in Brno - 1x 3gängiges Mittagessen in Mikulov - Weinprobe in Mikulov - Fahrt mit dem Ökozug zu den Höhlen des Mährischen Karstes - Eintritte und örtliche Führungen laut Programm, Ortstaxe in Brno - Deutschsprachige tschechische Reiseleitung für alle Tage HOTEL: ****Hotel International Brno (Husova 16, Brno, https://www.hotelinternational.cz/ ) REISEPREIS PRO PERSON: Im Doppelzimmer 1670,00 Euro Im Einzelzimmer 1870,00 Euro GRUPPENGRÖSSE: 20-26 Teilnehmende Reiserücktrittsversicherung: Abschluss – mit oder ohne Selbstbeteiligung – auf Anfrage über rundum kultur möglich (Mail: info@rundum-kultur.de / Tel.: 069 50696715) Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte schriftlich. Das Anmeldeformular steht anbei zum Download bereit, wir schicken es Ihnen aber auch gerne zu (mohn@vhs-badhomburg.de, Tel.: 06172/9257-18). Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars. Die VHS ist Vermittler der Reise und trägt das Anmeldeverfahren.

Kursnummer E101143
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Gebühr: 1.670,00
im DZ (EZ-Zuschlag: 200,00 Euro)
Dozent*in: Thomas Huth
Anmeldungen bitte schriftlich, Formular-Download im Info-Block unten
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