Schmidt, Michael
Dieser Kurs lädt ein, historische Entwicklungen und Ereignisse gemeinsam zu beleuchten und zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Themen von den frühen Kulturen nach der Eiszeit über Antike und Mittelalter bis in die frühe Neuzeit. Der Kursleiter gibt Impulse, die Teilnehmenden bringen Fragen und Interessen ein. So entsteht ein lebendiges Gespräch über Vergangenheit und ihre Spuren bis heute. Neueinsteiger:innen sind herzlich willkommen, keine Vorkenntnisse erforderlich. Im Fokus steht in diesem Semester die Hallstattzeit als frühe Phase der keltischen Kultur in Mitteleuropa.
Die Saalburg dürfte fast jeder schon einmal besucht haben. Doch finden sich in den Wäldern im Umfeld des alles überstrahlenden Römerkastells gleich mehrere eher unbekannte, jedoch hochinteressante archäologische Denkmäler, Unter anderem werden wir uns im Rahmen der Exkursion die Preußenschanze, die Gickelsburg, die Limesanlagen zwischen Saalburg und Lochmühle sowie die Schanze beim Kloster Thron ansehen. Bitte Proviant und festes Schuhwerk mitnehmen.
Troja gilt heute als historisch belegt – doch was lässt sich über die Stadt und einen möglichen historischen Kern des Trojanischen Krieges tatsächlich sagen? Am ersten Termin des Kurses (28.9.) steht das archäologische Troja im Mittelpunkt: Ausgrabungen, Befunde und aktuelle Deutungen. Der zweite Termin (26.10.) richtet den Blick auf das homerische Troja: die Welt der Ilias, ihre Figuren und ihre Wirkungsgeschichte. Für alle, die Mythos und Geschichte differenziert einordnen möchten. Auch eine Teilnahme an einem einzelnen Termin (Abendkasse, 10 Euro) ist möglich.
Die Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. gehört zu den bekanntesten Ereignissen der römisch-germanischen Geschichte. Doch viele Fragen sind bis heute offen. Der Vortrag stellt neuere archäologische Funde und aktuelle Forschungsansätze vor und beleuchtet die Rollen von Arminius und Varus differenziert. Wie verlässlich sind die antiken Quellen? Und was lässt sich über Verlauf und Bedeutung der Schlacht tatsächlich sagen?
Das Jahr 260 n. Chr. gilt oft als Zeitpunkt, an dem Rom den obergermanisch-raetischen Limes aufgab und sich an Rhein und Donau zurückzog. Schriftquellen und archäologische Funde zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Statt einer einfachen Räumung zeigt sich eine Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Kurs setzt die Veranstaltung aus dem Frühjahrssemester fort und vertieft offene Fragen zu Ursachen, Ablauf und Akteuren dieser Entwicklungen. Neue Interessierte sind willkommen – ein kurzer Überblick zu Beginn erleichtert den Einstieg.