Dorth, Dieter
Studium Germanistik, Philosophie, Geschichte, Politik, Theologie
Gegründet von Alexander dem Großen entwickelte sich Alexandria rasch zu einer der bedeutendsten Städte der Antike. Mit dem Museion, der berühmten Universität mit Bibliothek, dem Leuchtturm auf Pharos und als Schmelztiegel griechischer, ägyptischer und orientalischer Einflüsse wurde die Stadt für zwei Jahrhunderte zum geistigen und kulturellen Zentrum des Mittelmeerraums.
Nero, letzter Kaiser der julisch-claudischen Dynastie, gilt als eine der schillerndsten und umstrittensten Gestalten der römischen Geschichte. Mit politischem Machthunger, künstlerischem Ehrgeiz und endloser Grausamkeit prägte er die Figur eines Kaisers, die bis heute abstößt, provoziert und zugleich fasziniert. Sein Charakterbild entstand bereits bei den Historikern der römischen Antike, wird jedoch heute in der Geschichtswissenschaft mehr und mehr revidiert. Die Veranstaltung zeigt beides bilderreich und anschaulich auf.
Die ehemals blühenden griechischen Stadtstaaten verabschiedeten sich militärisch besiegt und wirtschaftlich ruiniert von der großen Bühne der Weltgeschichte. Das philosophische Denken stellte das nun von allen Göttern und der politischen Welt verlassene Individuum in den Mittelpunkt: Wie ist ein vernunftgeleitetes, zufriedenes Leben möglich? Epikur und seine griechischen wie römischen Epigonen entwickelten eine beeindruckende Gedankenwelt der Lebensfreude. Sie hat bis heute einen unverwechselbaren Reiz für die Besinnung auf die eigene bedächtige Lebensqualität und verdient daher eine gründliche und zugleich anschauliche Vorstellung.