Ebert, Michael
Kriegsfotografie ist fast so alt wie das Medium Fotografie. Die ersten Aufnahmen entstehen schon im amerikanisch-mexikanischen Krieg. Danach werden alle Kriege mehr oder weniger umfangreich fotografisch dokumentiert. Und so kommt es, dass viele der wichtigsten Bilder des 20. Jahrhunderts Kriegsaufnahmen sind, so wie die vom „Napalm-Mädchen“ oder dem Foto, auf dem Marines das Sternenbanner auf der japanischen Insel Iwo Jima hissen. Sie haben sich in das kollektive Bildgedächtnis unlöschbar eingeprägt. Der Vortrag von Michael Ebert liefert ein umfassendes Bild über die Geschichte der Kriegsfotografie von ihren Anfängen bis in die Jetztzeit.
„Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst“. Dieses Zitat gilt in unserer visuellen Welt stärker als je zuvor – und das ganz besonders auch für Fotos. Bereits im amerikanischen Bürgerkrieg wurden gefälschte Fotocollagen zur politischen Einflussnahme genutzt. Also zieht sich der Foto-Fake wie ein roter Faden durch die Geschichte der Kriegsfotografie. Heute sehen wir uns durch KI, unkontrollierte soziale Medien und die digitale Verbreitung mit massenhaften Bildfälschungen konfrontiert. Eine Entwicklung, die erst am Anfang steht. In dem reich bebilderten Vortrag beleuchtet der Hochschuldozent, Fotograf und Kurator Michael Ebert die Geschichte des Fakes in der Kriegsfotografie.