Schmidt, Michael
Troja gilt heute als historisch belegt – doch was lässt sich über die Stadt und einen möglichen historischen Kern des Trojanischen Krieges tatsächlich sagen? Am ersten Termin des Kurses (28.9.) steht das archäologische Troja im Mittelpunkt: Ausgrabungen, Befunde und aktuelle Deutungen. Der zweite Termin (26.10.) richtet den Blick auf das homerische Troja: die Welt der Ilias, ihre Figuren und ihre Wirkungsgeschichte. Für alle, die Mythos und Geschichte differenziert einordnen möchten. Auch eine Teilnahme an einem einzelnen Termin (Abendkasse, 10 Euro) ist möglich.
Die Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. gehört zu den bekanntesten Ereignissen der römisch-germanischen Geschichte. Doch viele Fragen sind bis heute offen. Der Vortrag stellt neuere archäologische Funde und aktuelle Forschungsansätze vor und beleuchtet die Rollen von Arminius und Varus differenziert. Wie verlässlich sind die antiken Quellen? Und was lässt sich über Verlauf und Bedeutung der Schlacht tatsächlich sagen?
Das Jahr 260 n. Chr. gilt oft als Zeitpunkt, an dem Rom den obergermanisch-raetischen Limes aufgab und sich an Rhein und Donau zurückzog. Schriftquellen und archäologische Funde zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Statt einer einfachen Räumung zeigt sich eine Phase tiefgreifender Neuordnung.Der Kurs setzt die Veranstaltung aus dem Frühjahrssemester fort und vertieft offene Fragen zu Ursachen, Ablauf und Akteuren dieser Entwicklungen. Neue Interessierte sind willkommen – ein kurzer Überblick zu Beginn erleichtert den Einstieg.