Becker M.A., Mario
• geboren 1963 in Frankfurt am Main
• Studium der Römischen Archäologie, Klassische Archäologie und Vor- und Frühgeschichte
• Mitarbeiter am Saalburgmuseum Bad Homburg 1992-2010
• Studienreiseunternehmer und Dozent seit 2010
• Seit 1996 Dozent an der Goethe-Universität Frankfurt
Forschungsschwerpunkte: Antike Kulturgeschichte / Alltagsleben der Antike / Totenkult der Griechen und Römer
Der Vortrag gibt einen Überblick über Befestigungsformen von der Bronzezeit bis zum Ende des Mittelalters. Ein Schwerpunkt liegt auf den spätantiken Entwicklungen, mit denen der Wandel vom Kastell zum Burgus einsetzte. Mit Beginn des Mittelalters entstanden Höhenbefestigungen und Burganlagen, zugeschnitten auf regionale Herrschaftsbereiche. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Orient, dem Mittelmeerraum, Mitteleuropa und auch unserer Region werden Bauformen und ihre Veränderungen erläutert. Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Tipps für eigene Exkursionen sowie markante Beispiele vor unserer Haustür.
Nach der Zerstörung Karthagos 146 v. Chr. und der Annexion des Nachbarkönigreichs Numidien im 1. Jh. n. Chr. entstanden in Nordafrika die Provinzen Numidia und Africa proconsularis, die rasch romanisiert wurden. Rom profitierte vom landwirtschaftlichen Reichtum, der durch schriftliche und archäologische Quellen gut belegt ist. Zahlreiche gut erhaltene Ruinenstätten wie Cherchel, Dougga und Sbeitla zeugen vom Wohlstand der Region unter römischer Herrschaft. Carthago wurde unter Caesar neu gegründet und entwickelte sich zur Metropole. Der reich bebilderte Vortrag führt in die römische Vergangenheit der heutigen Staaten Libyen, Tunesien und Algerien.