Hier finden Sie spannende Einblicke in historische Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft – informativ, anregend und mit Blick auf das Wesentliche.
Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt Am 8. Februar 2026 jährt sich der Geburtstag von Paula Modersohn-Becker zum einhundertfünfzigsten Mal. Anlass genug, die viel zu früh verstorbene außerordentliche Malerin mit einer Reihe von Ausstellungen zu feiern. Bei einer viertägigen Reise vom 12. bis zum 15. Februar 2026 nach Bremen feiern wir mit und sehen die beiden Ausstellungen zu ihrem Schaffen im Paula-Modersohn-Becker-Museum in Bremen und in ihrem Wirkungsort Worpswede. Es lockt aber auch noch eine weitere sehenswerte Ausstellung nach Bremen: „Alberto Giacometti – Das Maß der Welt“. Außerdem werden auch Bremens eindrucksvoller Dom und das nicht minder prächtige Rathaus ebenso auf dem Programm stehen wie Worpswede als in seiner Art einmaliges Künstlerdorf sowie ein Besichtigungsstopp in der wohlerhaltenen Domstadt Verden an der Aller. REISETERMIN: Do., 12.02. – So., 15.02.2026 ABFAHRT Zustieg in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) um 8:00 Uhr vom Busbahnhof Bad Homburg, Bahnhofsvorplatz: 8:30 Uhr ABLAUF DER REISE (Änderungen vorbehalten): Donnerstag, 12. Februar 2026: Von Bad Homburg geht es über die Autobahn gen Norden zur ersten Station des Tages, zur alten Domstadt Verden an der Aller. Das hübsche Stadtbild wird beherrscht vom weiträumigen Dom, der zu den schönsten Werken der norddeutschen Backsteingotik zählt. Nach unserem Aufenthalt in Verden erreichen wir bald Bremen und beziehen das zentral gelegene Plaza Hotel. Ein Orientierungsrundgang führt uns in das Herz Bremens, wo wir Plätze für das Abendessen reserviert haben. Freitag, 13. Februar 2026: Der Tag gehört der stolzen Hansestadt Bremen und der Kunst. Auf dem Programm steht unter anderem der sehenswerte romanische Dom. Ein Spaziergang führt uns in die eigenwillige Architektur der Böttcherstraße und dort in das Paula-Modersohn-Becker-Museum, wo wir durch die Ausstellung „Becoming Paula“ geführt werden. Zum Abschluss des Tages wartet die Kunsthalle auf uns. Dort sehen wir die hochkarätige Ausstellung „Alberto Giacometti – Das Maß der Welt“. Es bleibt aber auch genügend Zeit für eigene Erkundungen in der Bilderwelt der Kunsthalle, die vor allem durch Bestände aus der Zeit der Romantik und des Impressionismus glänzt. Samstag, 14. Februar 2026: Heute wenden wir uns einer der berühmtesten Künstlerkolonien Europas zu, Worpswede. Das weltentrückte Dorf im Moor zog schon im 19. Jahrhundert Maler an und wurde zum beliebten Rückzugsort für Künstler des Jugendstils, des Impressionismus und des Expressionismus. Auch Paula Modersohn-Becker verdankt dem kleinen Ort künstlerisch formende Eindrücke. Wichtigstes Ziel unserer Tour wird dabei die Ausstellung „Paula Modersohn-Becker im Kontext“, so zumindest der derzeitige Arbeitstitel, sein. Es wird für alle Reiseteilnehmenden eine Kombikarte für alle vier Kunsthäuser in Worpswede geben, damit man sich einen guten Überblick auch über das Kunstschaffen abseits des „Modersohn-Becker-Pfades“ verschaffen kann. Zurückgekehrt in Bremen unternehmen wir noch einen Spaziergang durch das malerische Schnoor-Viertel. Sonntag, 15. Februar 2026: Den Rückweg werden wir für einen Aufenthalt in Derneburg unterbrechen. Im dortigen Schloss hatte Georg Baselitz einige Jahrzehnte lang sein Atelier und heute ist es Heimstätte der Hall Foundation, die eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Kunst verwaltet. Wir werden uns den ausgedehnten Garten mit den Skulpturen sowie auch das Schloss ansehen. Danach geht es über die Autobahn nach Bad Homburg zurück. ENTHALTENE LEISTUNGEN: - Fahrt im modernen Reisebus der Firma Pitz (Offenbach) - 3 Übernachtungen mit reichhaltigem Frühstücksbüfett im ****Plaza Premium Columbus Hotel Bremen - Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Thomas Huth - Lokale Führungen: Rathaus Bremen, Paula-Modersohn-Becker-Museum Bremen, Kunsthalle Bremen, Künstlerkolonie Worpswede mit Paula-Modersohn-Becker-Ausstellung - Eintritte: Rathaus Bremen, Paula-Modersohn-Becke-Museum Bremen, Kunsthalle Bremen, Kombikarte für die Kunsthäuser in Worpswede - Audiosysteme für die ganze Reise - Sämtliche Straßen- und Parkgebühren - Informationsmaterial über die Region, sofern verfügbar HINWEIS: Die Bettensteuer in Bremen ist individuell zu zahlen! Sie beträgt für die Reisedauer gegenwärtig etwa 15 € im Einzelzimmer und etwa 9 € pro Person im Doppelzimmer. HOTEL: ****Plaza Premium Columbus Hotel Bremen Bahnhofsplatz 5-7. D-28195 Bremen https://plazahotels.de/hotel-bremen/ REISEPREIS PRO PERSON: Im Doppelzimmer: 769,00 € Im Einzelzimmer: 895,00 € Mindestteilnehmerzahl: 18 Reiserücktrittsversicherung: Abschluss – mit oder ohne Selbstbeteiligung – auf Anfrage über rundum kultur möglich (Mail: info@rundum-kultur.de / Tel.: 069 50696715) Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte schriftlich. Das Anmeldeformular steht anbei zum Download bereit, wir schicken es Ihnen aber auch gerne zu (mohn@vhs-badhomburg.de, Tel.: 06172/9257-18). Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars. Die VHS ist Vermittler der Reise und trägt das Anmeldeverfahren.
Indien blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück – von den frühen Hochkulturen am Indus bis in die Gegenwart. Der Kurs zeichnet zentrale Entwicklungen nach und beleuchtet die Vielfalt spiritueller Traditionen wie Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und Islam. Auch der Unabhängigkeitskampf, die Rolle als größte Demokratie der Welt und die konfliktreichen Beziehungen zu Pakistan und China stehen im Fokus.
From cave paintings to modern cinema, hands have symbolized creativity, healing, and human connection. This session explores myths, artworks, and books centered on hands, inviting participants to reflect on their role in shaping memory and culture. ‘The Culture Club‘ is a new series for everyone curious about art, culture, and creativity — and who would like to share their thoughts and reflections in English within a relaxed and supportive atmosphere. Each gathering will focus on a theme and begin with a short presentation illustrated by artworks, stories, and cultural examples. Together we will explore ideas that connect different cultures and historical periods — from ancient myths and artefacts to literature, as well as modern art, music, and film. Through these images and stories, we will uncover the threads of connection that bind human life, and discover how art and myth can inspire fresh perspectives on our own experiences. No previous knowledge is required. ‘The Culture Club‘ offers a welcoming space for dialogue, discovery, and creative reflection.
Die Geschichte des Kurbades Bad Homburg beginnt mit der Wiederentdeckung der bereits den Römern bekannten, später jedoch in Vergessenheit geratenen Heilquellen. Gelesen und erläutert werden unter anderem Texte zur Entstehung der Kur (1830), zur Errichtung und Unterhaltung der Kurhäuser (1841–1861), zum Kur- und Badewesen (Badeärzte) sowie zu den einzelnen Heilquellen und Brunnen (Ludwigs-, Elisabethen-, Kaiser-, Louisen-, Auguste-Viktoria- und Stahlbrunnen). Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Transkriptionshilfen und Informationen zu wichtigen Hilfsmitteln. Der Kurs eignet sich gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Bild: Historische Postkartenansicht des Elisabethenbrunnens mit Blick in die von Kurgästen gesäumte Brunnenallee. Quelle: Stadtarchiv Bad Homburg.
STUDIUM GENERALE Die wichtigsten Epochen der Geschichte von der Entstehung des Menschen bis zum 20. Jahrhundert werden von allen Seiten beleuchtet: Medizin, Geschichte, Kunst, Musik, Literatur, Theologie, Recht, Technik, Philosophie und Wissenschaft sind Themen der einzelnen Vorlesungen. Jedes Semester eine neue Epoche, jeden Dienstag ein neuer Aspekt der Epoche. Das studium generale der Volkshochschule Bad Homburg wendet sich an alle, die als junge Leute einen weiten Blick in die Welt der Geschichte, Kultur und der Wissenschaften werfen, als Berufstätige über ihre Spezialisierung hinausblicken und ihre Allgemeinbildung erweitern oder als nicht (mehr) Berufstätige sich Wissensgebieten zuwenden möchten, mit denen sie sich „schon immer mal“ beschäftigen wollten. Die Dozentinnen und Dozenten kommen von Hochschulen, Universitäten, Museen und aus der Praxis. Anmeldungen sind auch während des laufenden Semesters möglich. Konzept und Organisation: Gero Fuhrmann Kontakt: hgfuhrmann@t-online.de, Tel.: 0170 3 49 4040 1. Semester Von der Entstehung des Menschen bis zu den ersten Hochkulturen Eröffnungsveranstaltung in der Stadtbibliothek 03. März 2026 Stefan M. Maul liest aus seiner Übersetzung des Gilgamesch-Epos Das Gilgamesch-Epos ist eine der ältesten überlieferten, schriftlich fixierten Dichtungen. Es erzählt den Mythos des Königs Gilgamesch von Uruk, der erst nach zahllosen Abenteuern und leidvollen Erfahrungen die Fähigkeit erwirbt, ein wirklich guter Herrscher zu sein. Stefan M. Maul bietet eine Übersetzung des Epos, in der spektakuläre neue Textfunde erstmals bekannt gemacht werden. Die überzeitliche Schönheit des Werkes lässt er so in neuem Licht erstrahlen. Stefan M. Maul ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er lehrt als Ordinarius der Assyriologie an der Universität Heidelberg. Für seine Forschungsleistungen wurde er 1997 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Die Vorlesungen dienstags, 19:30 bis ca. 21:15 Uhr in der Hölderlin-Schule, Hessenring 156 10. März, Jan Wacker Die Wurzeln der Menschheit, Teil 1 Vom Spitzhörnchen zum Primaten Die Geschichte unserer Ahnen beginnt weit in der Vergangenheit. Die ersten Säugetiere gab es bereits in der Dinosaurierzeit, aber erst nach dem großen Artensterben vor 66 Mio. Jahren entwickeln sich viele neue Arten innerhalb dieser Gruppe. Darunter auch der Zweig, der zu uns Menschen geführt hat. Funde wie „Ida“ aus Messel geben uns eine Idee, wie dieser vielleicht ausgesehen haben könnte. Der Vortrag zeichnet den Weg dieser frühen Entwicklung bis hin zu den ersten aufrecht gehenden Vertretern nach. 17. März, Jan Wacker Die Wurzeln der Menschheit, Teil 2 Von Lucy zum modernen Menschen Fossilien von Homininen sind rar gesät. Dementsprechend sind die Diskussionen unter Wissenschaftlern über unseren Stammbaum vielfältig. Neben der Problematik zur Einordnung von Fossilien zeigt der Vortrag einzelne Funde von Vertretern dieser Gruppe auf. Er schlägt einen Bogen von der Entwicklung des aufrechten Ganges über die Nutzung von Werkzeugen und dem größer werdenden Gehirn bis hin zur Ausbreitung von Afrika nach Europa und Asien. Der Referent studierte Geologie-Paläontologie in Frankfurt und ist lange Jahre für die Abt. Bildung und Vermittlung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt tätig. Er ist Mitbegründer der Spurensucher-Naturerlebnisschule Taunus e.V., leitet den Geologischen Arbeitskreis der VHS Bad Homburg mit kleinem Museum und arbeitet u.a. mit dem Sinclairhaus, der Goldkammer Frankfurt und dem UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel zusammen. Seit Herbst 2025 arbeitet er für ein Projekt der Biodidaktik der Goethe-Universität Frankfurt. 24. März, Dr. Lutz Kindler Haben ist besser als Brauchen – Steinzeitliche Konsumlandschaft Mangelwirtschaft oder Überflussgesellschaft? Was haben unsere Vorfahren eigentlich konsumiert? Wie haben sie ihre Bedürfnisse befriedigt? Ist der steinzeitliche Konsum vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft? Der Vortrag gibt Antworten von gestern für die Fragen von morgen. Dr. Lutz Kindler ist Zooarchäologe und Prähistoriker am Archäologischen Forschungszentrum und Museum „Monrepos“ in Neuwied am Rhein, einer Abteilung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und Lehrbeauftragter der Johannes Guttenberg-Universität, Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung der menschlichen Ernährung und Subsistenz in der frühen Menschheitsgeschichte. 14. April, Prof. Dr. Tanja Pommerening Der Vortrag zeigt, welche frühen Vorstellungen in den ersten Schriftkulturen zur Heilkunde überliefert sind - mit besonderem Fokus auf dem alten Ägypten. Es wird verdeutlicht, wie praktische, theoretische und religiöse Aspekte ein medizinisches System bildeten, das über lange Zeit Bestand hatte, aber auch offen war, neues Wissen zu integrieren. Wie der Austausch von Wissen zwischen Ägypten, Mesopotamien und Griechenland im Laufe der Zeit sichtbar wird, wird an eindrucksvollen Quellen demonstriert. Die Dozentin ist Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Universität Marburg. Ihre Forschungen widmen sich unter anderem der Natur- und Heilkunde sowie Wissensgeschichte und methodischen Fragen im interdisziplinären Austausch zwischen Kultur- und Naturwissenschaften. Sie ist u.a. Mitglied der Académie internationale d’histoire de la pharmacie und der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main. 21. April, Prof. Dr. Enno Giele Die Jungsteinzeit und früheste Städte in China Archäologie in China feiert derzeit erst ihren hundertsten Jahrestag. Deswegen und weil die auch wirtschaftlich potente Volksrepublik China mit Archäologie gerne den Nationalstolz bedient, boomt das Fach – Gelegenheit für uns, einen Überblick über die jungsteinzeitlichen Anfänge des Urbanismus in China zu wagen und zu überlegen, ob dies die „chinesische Zivilisation“ wirklich „5000 Jahre alt“ macht, wie oft behauptet wird. Prof. Dr. Enno Giele ist Professor für Klassische Sinologie an der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Vorgeschichte und der Zivilisationsgeschichte des Alten China. 28. April, Dr. Gabriele Franke Von Höhlen und Figuren - eiszeitliche "Kunst" in Europa Mit einem Alter von 37.000 Jahren gehört die Grotte Chauvet zu den ältesten und spektakulärsten Felsbildstellen der Welt. In ihrer Pracht steht sie jüngeren Höhlenmalereien wie in Lascaux in nichts nach. Doch der damalige Mensch in Europa hat seine Gedankenwelt nicht nur in Bildern ausgedrückt. Vor allem im Donautal finden sich kunstvoll geschnitzte Statuetten, die zur ältesten figurativen Kunst der Menschheit gehören. Beide Phänomene werden im Vortrag vorgestellt und in den archäologischen Kontext der eiszeitlichen Besiedlung Europas eingebunden. 05. Mai, Prof. Dr. Madelaine Böhme Wie wir Menschen wurden – Hominidenfunde aus dem Allgäu Dass die Wiege der Menschheit in Afrika liegt – das galt lange als unumstößliche Erkenntnis. Doch in den vergangenen Jahren tauchten immer mehr Fossilien auf, die zeitlich und räumlich nicht ins Bild passten. Einer dieser Funde stammt aus Süddeutschland. Er legt nahe, dass der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt haben. Die neue Menschenaffen-Art Danuvius guggenmosi, die vor 11,62 Millionen Jahren im Allgäu lebte, läßt den Schluss zu, dass der aufrechte Gang nicht nur älter ist als bisher vermutet, sondern sich schon zu Beginn der Hominiden-Evolution herausbildete. Diese Entdeckung rüttelt an bisherigen Theorien zur Entwicklung von Menschenaffen und Menschen und gibt Anlass zu neuen Forschungsfragen. Prof. Dr. Madelaine Böhme ist Geowissenschaftlerin und Paläontologin und seit 2009 Professorin für Terrestrische Paläoklimatologie an der Universität Tübingen, außerdem Gründungsdirektorin des Senckenberg Center for Human Evolution and Paläoenvironment. Sie und ihr Team haben bei Ausgrabungen im Allgäu neben vielen anderen Funden inzwischen über 50 fossile Relikte des Danuvius Guggenmosi gefunden und wissenschaftlich untersucht. 12. Mai, Dr. Gabriele Franke Steinerne Leinwände - Felsbildkunst als weltweites Phänomen Der Wunsch des Menschen, Erlebnisse oder Vorstellungen auf steinernen Leinwänden auszudrücken, ist ein weltweites Phänomen, das auf allen Kontinenten zu unterschiedlichen Zeiten auftrat und noch auftritt. Teilweise sind die Felsbilder älter als die eiszeitlichen Höhlenmalereien in Europa. Der Vortrag stellt Beispiele aus allen Kontinenten und Zeiten vor und diskutiert die Frage der Interpretation. 19. Mai, Dr. Gabriele Franke Stonehenge – Kult und Baukunst vor 5000 Jahren Stonehenge, da denkt man an lang vergangene Zeiten, an eine Kultstätte bestehend aus riesigen Steinen und an Druiden, die Rituale zur Sonnwende durchführten. Doch was war Stonehenge wirklich? Wer hat es erbaut? Wie alt ist es? Wofür wurde es genutzt? Die Wissenschaft machte in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte, nicht nur, was Alter, Bau und Nutzung der Anlage angeht. Heute ist auch bekannt, dass Stonehenge nicht für sich alleine stand, sondern Teil einer stein- und bronzezeitlichen Kulturlandschaft war, die vor mindestens 5000 Jahren entstand. Der Vortrag geht diesen Fragen nach und stellt die neusten archäologischen Erkenntnisse vor. Dr. Gabriele Franke war als Archäologin mit Schwerpunkt Westafrika von 2008 bis 2021 am Institut für archäologische Wissenschaften der Goethe Universität Frankfurt tätig. Seit 2022 ist sie als externe Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt auf Felsbildern Afrikas am Frobenius Institut und der Goethe Universität assoziiert. 26. Mai, Apl. Prof. Dr. Thomas Richter Altorientalische Schriften - Damals und bis heute Die Schrift, möglicherweise zuerst im alten Mesopotamien entstanden, muss als eine der fundamentalsten Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit gelten - vergleichbar mit Landwirtschaft und Viehzucht, auch diese vielleicht zuerst im Vorderen Orient, oder mit der Erfindung des Rads. Seit dem Ende des 4. Jt. v. Chr. darf man von einer altorientalischen Schriftkultur sprechen, die nach und nach nahezu alle Lebensbereiche erfasste und (aus unserer heutigen Sicht) prägte. Auch wenn die zuerst entstandene Keilschrift ein „toter Ast" in der Schriftgeschichte ist, so hat sich die Idee des Schreibens doch als ein eminenter Stimulus für die Entwicklung anderer Schriften erwiesen. Fast alle altorientalischen Schriftschöpfungen gingen zwar früher oder später verloren, aber die phönizische Schrift lebt bis heute im lateinischen Alphabet fort. 02. Juni, Apl. Prof. Dr. Thomas Richter Altorientalische Wissenschaft(en) und wo wir ihre Spuren heute noch finden Wissenschaft bzw. ihre Ergebnisse zeigen sich heute und zeigten sich schon vor Jahrtausenden auch im alltäglichen Leben. Das vielleicht deutlichste Beispiel ist der Kalender, genauer: ein Kalender, der die durch die Himmelsmechanik vorgegebenen Abläufe (Tag, Monat, Jahr) möglichst genau abbildet und daher über lange Zeiträume in Benutzung bleiben konnte. Unser heutiger Kalender hat seine Wurzeln im Alten Orient, und dies gilt auch für andere Bereiche der Astronomie: Astronomisches (und astrologisches) Wissen wurde im alten Griechenland übernommen und weiterentwickelt. Auch die babylonische Mathematik war hoch entwickelt und hat zum Teil Ergebnisse erbracht, die erst Jahrtausende später neu erreicht worden sind (z.B. der Satz des Pythagoras). Der Dozent ist Professor für Altorientalische Philologie am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Namenkunde und hurritische Lexikologie. 09. Juni, Prof. Dr. Dirk Wicke Ackerbau und Viehzucht im antiken Mesopotamien Die Wurzeln von Tierhaltung und Landwirtschaft reichen in der Region des Fruchtbaren Halbmondes bis das 10. Jahrtausend vor Christus zurück. Mit modernen archäologischen Methoden kann dabei der Übergang zur „produzierenden Wirtschaftsweise“ heute immer besser nachvollzogen werden. Der Vortrag bietet einen Überblick von den Anfängen der Domestikation von Pflanze und Tier in Mesopotamien bis zur vollen Nutzung des landwirtschaftlichen Potenzials des Zweistromlandes durch die Bewässerungskulturen der Assyrer und Babylonier im 2. und 1. Jt. v. Chr. Hier geben neben den archäologischen Befunden die reichen Textquellen Hinweise auf diesen im Grunde wichtigsten Wirtschaftszweig der antiken Kulturen. Der Dozent ist Inhaber des Lehrstuhls für Vorderasiatische Archäologie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Während seine Forschungsschwerpunkte das altorientalische Kunsthandwerk, eisenzeitliche Plastik in Nordsyrien und Südostanatolien sowie die Frage der altorientalischen Brandbestattungen bilden, ist er vorwiegend im Nordirak archäologisch tätig, jüngst mit einem Ausgrabungsprojekt in der Shahrizor-Ebene, Provinz Sulaimaniyah. 16. Juni, Prof. Dr. Dirk Wicke Große Kunst in kleinen Bildern - Tonbildnerei, Beinschnitzerei und Siegelkunst im Alten Orient Zählen Malerei und Plastik als „Großkunst“ zweifellos zu den prominenteren Gattungen in der Archäologie der Klassischen Antike, gilt für den Vorderen Orient, dass hier vor allem in der „Kleinkunst“ ein hohes Maß an Kunstfertigkeit und Ästhetik zu finden ist. Kleinformatige Terrakotten zeigen Details von Kleidung oder Körperschmuck, die sonst nicht erhalten sind. Darstellungen auf Siegeln präsentieren Motive und Szenen, die keinen Vergleich in großformatigen, repräsentativen Reliefs haben. Hinzu kommt eine beeindruckende handwerkliche Fertigkeit angesichts des Detailreichtums der Ausführungen der nur wenige Zentimeter großen Bildwerke. Der Vortrag behandelt neben den Darstellungen die Materialien und die grundlegenden Techniken der Bearbeitung von Ton und Bein sowie die Arbeit der Siegelschneider des Alten Orients. Abschlusskonzert Dienstag, 23. Juni 2026, 19.30 Uhr in der Erlöserkirche in Zusammenarbeit mit der Erlöserkirche Bad Homburg „Am Rande der Zeit” (1999/2000) Nach Texten von Hazrat Inayat Khan, Jeanne Hersch, Rainer Maria Rilke, Gerhard Müller-Hornbach, Max Frisch, Hermann Hesse und Rabindranath Tagore Komposition von Gerhard Müller-Hornbach Die Komposition von Gerhard Müller-Hornbach und die in ihr verwendeten Texte thematisieren verschiedene Sichtweisen auf das Phänomen „Zeit“. Das vielfältige Wechselspiel zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Erfahrungsraum menschlichen Seins und die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz werden aus der Perspektive unterschiedlicher Denktraditionen und subjektiver Erfahrungen in Beziehung gesetzt. Die Relativität unserer Sicht auf die Zeit artikuliert sich auch in der Widmung, die der Komponist seiner Partitur vorangestellt hat: „Der Vielfalt von Paradoxien und Ambivalenzen Rechnung tragend, widme ich diese Komposition allen Sternen, die für uns leuchten, obwohl sie schon erloschen sind.“ Hans Christoph Begemann: Bariton Kammerchor der Erlöserkirche MUTARE ENSEMBLE Leitung: Susanne Rohn mit einer Einführung durch den Komponisten Eintritt: 20,00 (16,00) Euro - Karten über die Homepage der Erlöserkirche oder an der Abendkasse. Für die Teilnehmenden des studium generale der Volkshochschule Bad Homburg ist der Eintritt frei. Gebühr für das studium generale (Autorenlesung, 13 Vorlesungen und Abschlussveranstaltung): 255,00 Euro
Asterix kennt fast jeder – doch wer waren die Kelten wirklich? Dieses Volk prägte die europäische Eisenzeit wie kaum ein anderes und galt selbst den Römern als ernstzunehmende Macht. Sie beherrschten die Eisenverarbeitung, bauten Fürstensitze wie die Glauburg und Städte wie das Heidetränkoppidum. Welche Faktoren führten zu diesem Aufstieg, und welche Rolle spielten dabei Griechen und Etrusker? Dieser Kurs lädt ein, historische Entwicklungen und Ereignisse gemeinsam zu beleuchten und zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Themen von den frühen Kulturen nach der Eiszeit über Antike und Mittelalter bis in die frühe Neuzeit. Der Kursleiter gibt Impulse, die Teilnehmenden bringen Fragen und Interessen ein. So entsteht ein lebendiges Gespräch über Vergangenheit und ihre Spuren bis heute. Neueinsteiger:innen sind herzlich willkommen, keine Vorkenntnisse erforderlich.
Ihre Fotografien – stets in Schwarz-Weiß – prägten unzählige Ausgaben der FAZ. Über drei Jahrzehnte hielt Barbara Klemm als Bildjournalistin nationale und internationale Kultur, Politik und Gesellschaft fest. Die Kamera musste handlich sein, sie selbst als Fotografin möglichst unbemerkt bleiben – sie war eine genaue Beobachterin. So vielfältig ihre Motive sind, so eindrücklich sind ihre Fotografien mit unverwechselbarer Handschrift. Wie fotografiert(e) Barbara Klemm? Und wie verstand sie ihre Arbeit als Bildjournalistin? Antworten finden sich in ihren Bildern, die heute vielfach in Ausstellungen gezeigt werden.
Tauchen Sie ein in die spannende Welt der Ahnen- und Familienforschung! In diesem Kurs erhalten Sie praktische Tipps und maßgeschneiderte Lösungen für den Einstieg. Sie lernen, gezielt und effektiv online zu recherchieren und dabei kostenfreie Quellen, Datenbanken, Archive sowie Genealogie-Programme zu nutzen, um Ihre eigene Ahnentafel oder Familienchronik zu erstellen. Gemeinsam erkunden wir alte Urkunden, Kirchenbücher und Standesamtsaufzeichnungen, zum Beispiel aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Sie erhalten wertvolle Unterstützung beim Lesen und Verstehen. Stöbern Sie in alten Tagebüchern und Briefen und entdecken Sie Ihre Familiengeschichte.
Hundstadt hat eine bemerkenswerte jüngere Vergangenheit; es ist zwar ein recht kleiner Ort, ist aber mit den zahlenmäßig meisten Lagern im Usinger Land versehen gewesen. Diese bestanden zeitweise nacheinander, aber auch parallel zueinander in verschiedenen Bereichen von Hundstadt. Ausgang dafür war zuerst der Reichsarbeitsdienst (RAD), der bereits im Juli 1933 in Laubach ein Lager errichtete, das später dann aber nach Hundstadt verlegt wurde. Dessen Bau begann hier Ende März 1935 und wurde dann im Juli 1936 als RAD-Lager „Bemelberg“ eingeweiht, belegt mit der RAD-Abteilung 4/252. In der Nähe dazu wurden weiterhin drei Holzbaracken für die dortige RAD-Führung aufgebaut. – Daneben wurde auf einem anderen größeren Geländeabschnitt von Hundstadt – in Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg – im Oktober 1937 die „Heeres-Nebenmunitionsanstalt Wilhelmsdorf“ geplant, dessen Bau dort dann im Juli 1938 begann. Zur Unter-bringung von ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die in der „Muna“ später zur Arbeit eingesetzt werden sollten, entstand daneben dann auch noch ein weiteres Lager mit der zynischen Bezeichnung „Waldfrieden“. Nachdem viele der RAD-Angehörigen zum Kriegsdienst an der Front eingesetzt wurden, wurde auf dem Gelände des RAD-Lagers „Bemelberg“ ein Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend (HJ) eingerichtet, um auch die Jugend auf den späteren Kriegsdienst vorzubereiten. – Und im Zusammenhang mit der Untertageverlagerung vor allem der Propellerproduktion der VDM Luftfahrtwerke an und in den „Hasselborner Tunnel“ wurde dort dann im Frühjahr 1944 noch ein Außenlager des „Arbeitserziehungslagers“ in Frankfurt-Heddernheim errichtet, ein „Konzentrationslager der Gestapo“, bekannt als „KZ Rhein-Main“. Nach dem Ende der Nazi-Herrschaft wurde es von der amerikanischen Armee im April 1945 kurzzeitig in ein Lager für deutsche Kriegsgefangene umgewandelt. Daneben entstand aber auch ein Lager für Displaced Persons (DP), für vom Nazi-Regime verschleppte ausländische Zwangsarbeiter, die wieder zurück in ihre bisherige Heimat oder aber in eine neue wollten. Aus der, nach dem Krieg wieder neu entstandenen Tschechoslowakei kamen im Mai 1946 von dort vertriebene Sudetendeutsche nach Hundstadt, die in alle vier bisher dort existierenden Lager verteilt wurden, unter Einschluss auch der „Muna“. In den nachfolgenden Jahren fanden viele von diesen endgültig in Hundstadt selbst oder aber auch in der näheren Umgebung eine neue Heimat. 1958 folgte dann die vorerst letzte Etappe in der Geschichte der „Muna“: Den dortigen Bewohnern und kleinen Betrieben (einschließlich denen im daneben liegenden Lager „Waldfrieden“) wurden auf Betreiben des Bundesinnenministeriums gekündigt, um die „Muna Hundstadt“ als Zentrallager des Bundesgrenzschutzes (BGS) nutzen zu können. Aus diesem wurde dann am 1. Juli 2005 das zentrale „Versorgungslager Hundstadt“ der Bundespolizei, das als einziges Lager bis in die heutige Zeit in Hundstadt verblieben ist. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Heimat- und Geschichtsvereins Grävenwiesbach.
Frankfurts ältester Kern zählt zu den bedeutendsten historischen Stätten Deutschlands: Karl der Große hielt hier eine der wichtigsten Synoden des Abendlandes ab, deutsche Könige und Kaiser wurden im Dom gewählt und gekrönt. Doch sieht man im heutigen Stadtbild davon nur wenig. Ein Flächenbombardement zerstörte 1944 das größte Fachwerkensemble Deutschlands. Nach Jahrzehnten städtebaulicher Unentschlossenheit wurde das Herz der Altstadt entlang des Krönungswegs wiederaufgebaut – ein ästhetisches wie gesellschaftliches Wagnis. Der Rundgang führt zu den verbliebenen Zeugen der großen Vergangenheit zwischen Dom und Römer und betrachtet das ungewöhnliche Experiment einer Altstadt als Neubauviertel. Die Führung beginnt im Historischen Museum, wo wir auch das große Altstadtmodell der Brüder Treuner sehen werden. Endpunkt: Kaiserdom Sankt Bartholomäus.
Es waren mitunter entscheidende Momente in der Geschichte: 1274 v.Chr. trennen sich Ägypter und Hethiter in einer unentschiedenen Schlacht bei Kadesh und schlossen schließlich Frieden. Der Lyderkönig Krösus lässt sich von Kyros II. 541 v.Chr. strategisch schachmatt setzen, bei Marathon gelingt Miltiades 490 v.Chr. ein legendärer Sieg über die Perser. Der bildreiche Vortrag erklärt die Hintergründe von Alexanders Siegen bei Issos und Gaugamela, die römischen Siege (und Niederlagen) gegen Pyrrhos, Hannibal und die Kelten, Caesars taktische Meisterleistungen sowie die überlieferten großen Waffengänge der Spätantike und Völkerwanderung.
Die iranische Künstlerin Sahar Ajdamsani vereint in ihrer Arbeit Gesang, Malerei und Poesie. Ihr Weg ist geprägt von dem Mut, trotz staatlicher Verbote ihre Stimme zu erheben. Wegen ihres Engagements für Menschenrechte und Meinungsfreiheit musste sie ihr Heimatland verlassen und lebt heute im Exil in Deutschland. Im Gespräch berichtet sie von ihrem künstlerischen Schaffen und den Erfahrungen einer Frau, der das Singen verboten war. Mit ihren Gedichten und Liedern eröffnet sie an diesem Abend einen unmittelbaren Zugang zu ihrer Kunst und ihrer Geschichte. Moderation: Laura Volk Der Abend ist Teil der Reihe „keller.geist.reich. Menschen, Themen und Gespräche“: In der Oktave7 spukt´s nicht: Hier begegnen sich spannende Themen und ein neugieriges Publikum. Lebendig, überraschend, nie ganz vorhersehbar – aber immer geistreich. Unter dem Titel ‚keller.geist.reich‘ laden wir zu besonderen Abenden in den Usinger Untergrund: Von Lesung bis Musik, von Film bis Diskussion: Wir schaffen Raum für Austausch und gute Gespräche. Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Hochtaunus, Stadt Usingen und vhs Bad Homburg. Ohne Voranmeldung. Einlass ab 18:30 Uhr.
Gegründet von Alexander dem Großen entwickelte sich Alexandria rasch zu einer der bedeutendsten Städte der Antike. Mit dem Museion, der berühmten Universität mit Bibliothek, dem Leuchtturm auf Pharos und als Schmelztiegel griechischer, ägyptischer und orientalischer Einflüsse wurde die Stadt für zwei Jahrhunderte zum geistigen und kulturellen Zentrum des Mittelmeerraums.
Asteroideneinschläge, gewaltige Vulkanausbrüche und plötzliche Klimaschwankungen haben den Lauf der Erdgeschichte immer wieder verändert. Der Vortrag zeigt, wie solche Ereignisse entstehen, welche Folgen sie für das Leben auf unserem Planeten hatten – und welche Risiken auch heute bestehen. Dabei geht es nicht nur um globale Katastrophen, sondern auch um Naturphänomene wie Starkregen oder Überschwemmungen, die unsere Region betreffen können. Vorgestellt wird, wie Forschung und Technik helfen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und Schäden zu mindern.
In ihrem Vortrag zeigt Franziska Mohaupt, wie Kultureinrichtungen mehr als nur Orte der Kunst sein können– sie haben das Potenzial, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Die Referentin zeigt, wie Klimaschutz in den Alltag von Kultureinrichtungen integriert werden kann, sei es durch nachhaltige Strukturen, ressourcenschonendes Arbeiten oder durch thematische Impulse in der Programmarbeit. Die kostenlose Webinar-Reihe „Klima und Wir“ ist Teil des Projekts „vhs goes green 2“ und vermittelt praxisnahes Wissen zu Klimawandel, Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Handeln. Sie wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima. Der Vortrag wird über die Plattform Slido übertragen. Sie gelangen über den folgenden Link zur Veranstaltung: https://app.sli.do/event/eCg3ZVbRfdkjepF7u8oD9Y/live/polls
Demokratien weltweit geraten unter Druck – auch in Deutschland. Während sich Populismus und Gleichgültigkeit ausbreiten, geraten zunehmend die Grundlagen unserer Demokratie ins Wanken. Dirk Neubauer, ehemaliger Bürgermeister von Augustusburg und bis 2024 Landrat in Mittelsachsen, kennt diese Entwicklungen aus nächster Nähe. Nach massiven Bedrohungen von rechts trat er von seinem Amt zurück. Heute engagiert er sich weiterhin für Bürgerbeteiligung, politische Verantwortung und eine lebendige Streitkultur. Aus seinen Büchern „Das Problem sind wir“ (DVA) und „Rettet die Demokratie“ (Rowohlt) stellt er Gedanken rund um Macht, Ohnmacht und die Chance einer echten Erneuerung zur Diskussion. Neubauer spricht über politische und gesellschaftliche Erfahrungen – und lädt das Publikum zum Mitdenken und Mitreden ein. Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. In Kooperation mit dem WIR-Vielfaltszentrum sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
In der östlichen Taunusregion gab es während des Zweiten Weltkrieges Stätten, die für das Kriegsgeschehen eine besondere Bedeutung hatten, die aber heute fast niemand mehr kennt. Auch unsere nähere Heimat war in das strategische Denken und Handeln des Nationalsozialismus einbezogen. Mit diesem Vortrag soll eine dieser Stätten des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte und deren Bedeutung dem Vergessen entrissen werden. Schloss Kransberg war 1939/40 als Dependance vom Führerhauptquartier „Adlerhorst“ und als Hauptquartier „Heinrich“ für „Reichsführer-SS“ Himmler, Reichsaußenminister von Ribbentrop und Reichskanzleiminister Lammers vorgesehen. Während der „Ardennenoffensive“ im Dezember 1944 wurde es dann jeweils als Hauptquartier mit der Tarnbezeichnung „Tannenwald“ von Himmler und „Reichsmarschall“ Göring genutzt. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges sollten hier zudem noch Häftlinge vom Außenkommando „Tannenwald“ des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/45 einen Fluchtstollen in das Bergmassiv unter Schloss Kransberg treiben. Nach Kriegsende wurde hier 1945/46 das anglo-amerikanische Vernehmungszentrum „Dustbin“ für deutsche Wissenschaftler und Techniker eingerichtet, danach zog dort unter anderem eine Filiale der „Organisation Gehlen“ und des späteren Bundesnachrichtendienstes ein. Anschließend waren noch Teile der deutschen Luftwaffe und des V. Corps der US Armee im Schloss Kransberg untergebracht, bevor es ab Ende 1994 wieder zivil genutzt werden konnte. Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg.
Der Wandel von Jäger- und Sammlergruppen hin zu Ackerbau und Viehzucht gehört zu den größten Umbrüchen der Menschheitsgeschichte. Diese „Neolithische Revolution“ setzte vor über 10.000 Jahren im Vorderen Orient ein – mit tiefgreifenden Folgen für Gesellschaft, Kultur und Lebensweise. Dort entstand bereits vor rund 12.000 Jahre die älteste bekannte Kultstätte der Welt – errichtet von Gemeinschaften, die noch nicht Landwirtschaft betrieben. Der Vortrag ordnet diese epochalen Veränderungen in ihren kulturellen und zeitlichen Rahmen ein und zeigt, wie aus ihnen die Grundlagen späterer Zivilisationen hervorgingen.
Sacred in myth and inspiring in art, trees symbolize wisdom, resilience, and transformation. Through stories, books, and artworks, we explore how cultures across time have turned to nature as a mirror of human life. ‘The Culture Club‘ is a new series for everyone curious about art, culture, and creativity — and who would like to share their thoughts and reflections in English within a relaxed and supportive atmosphere. Each gathering will focus on a theme and begin with a short presentation illustrated by artworks, stories, and cultural examples. Together we will explore ideas that connect different cultures and historical periods — from ancient myths and artefacts to literature, as well as modern art, music, and film. Through these images and stories, we will uncover the threads of connection that bind human life, and discover how art and myth can inspire fresh perspectives on our own experiences. No previous knowledge is required. ‘The Culture Club‘ offers a welcoming space for dialogue, discovery, and creative reflection.
Johannes Kepler (1571–1630) war mehr als ein genialer Astronom. Sein Leben spiegelt die Spannungen einer Zeit zwischen Glaube und Wissenschaft, Umbruch und Verfolgung. Der Vortrag zeichnet den Weg eines Suchenden nach – vom armen Schüler in Württemberg bis zum kaiserlichen Hofmathematiker in Prag. Dabei werden Keplers persönliche Krisen, sein unerschütterlicher Forschergeist und seine humanistische Weltsicht lebendig.
In den Böden hessischer Wälder und Felder schlummern zahlreiche Orte, an die sich längst keiner mehr erinnern kann. Im europäischen Spätmittelalter (etwa 1300-1500) wurden in Nord- und Mitteleuropa unzählige Siedlungen verlassen. Auch im Taunus verschwanden in dieser Zeit einige Dörfer. Die Gründe dafür lassen sich heute nur ansatzweise rekonstruieren. Klimatische Veränderungen, Hungersnöte und nicht zuletzt die Pest sind mögliche Erklärungen für dieses Phänomen… Von solchen wüstgefallenen Orten zeugen heute allenfalls steinerne Ruinen, wie die Landsteiner Kirchenruine. In den meisten Fällen existieren nur noch ihre Namen in mittelalterlichen Urkunden. Felix Burghardt und Alexander Maser gehen diesem Phänomen auf den Grund und geben Anreize, wie man sich auch selbst auf Spurensuche begeben kann. Auch in ihrem Geschichtspodcast „Hesstory“ (www.hesstory.de ) behandeln sie regelmäßig historische Themen mit Hessenbezug, dabei blicken sie auch über den „Bembelrand“ auf die deutsche und europäische Geschichte.
Durch die Jahrhunderte gibt es spannende Vorfälle zu berichten – mit aufgeklärten und weniger aufgeklärten Mordfällen, von Lebedamen, aufregenden Autos, Immobilienskandalen, aufsehenerregenden Raubmorden und vielem mehr. Die Krimitour durch Frankfurt rückt Straftaten aus unterschiedlichen Zeiten in den Blickpunkt, die vielfältiger nicht sein können. Die Tour beginnt am Café Hauptwache und endet auf dem Römerberg.
Weaving has long been a metaphor for destiny and connection, from the Greek Fates to medieval tapestries and modern novels. This session reflects on how threads and patterns in art and myth reveal the interwoven fabric of human experience. ‘The Culture Club‘ is a new series for everyone curious about art, culture, and creativity — and who would like to share their thoughts and reflections in English within a relaxed and supportive atmosphere. Each gathering will focus on a theme and begin with a short presentation illustrated by artworks, stories, and cultural examples. Together we will explore ideas that connect different cultures and historical periods — from ancient myths and artefacts to literature, as well as modern art, music, and film. Through these images and stories, we will uncover the threads of connection that bind human life, and discover how art and myth can inspire fresh perspectives on our own experiences. No previous knowledge is required. ‘The Culture Club‘ offers a welcoming space for dialogue, discovery, and creative reflection.
Der Buddhismus ist nicht eine einzige Tradition, sondern eine Vielfalt, die sich bereits kurz nach dem Tod des historischen Buddha Shakyamuni (ca. 400 v. Chr.) in Indien entwickelte. Der Kurs zeichnet die Wege seiner Ausbreitung nach – über Süd- und Ostasien bis hin nach Europa und in die USA im 20. Jahrhundert. Den Abschluss bildet ein Besuch der Thai Sala im Kurpark Bad Homburg, wo die kulturellen Hintergründe und Verbindungen zwischen Thailand und der Region anschaulich erläutert werden.
Im Rahmen der Exkursion werden die Custine-Schanzen, die Turmburg am Schillerturm, die Turmburg Bommersheim, die Römerstraße Nida-Saalburg und die villa rustica Ober-Eschbach sowie weitere Geländedenkmäler aufgesucht. Die Strecke verbindet die U3-Haltestelle Hohemark mit der U2-Haltestelle Ober-Eschbach.
Vorgestellt werden die Ergebnisse intensiver Quellenforschung in deutschen, britischen, israelischen und amerikanischen Archiven über Orte im Taunus, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die Bauwerke und Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden. Anhand von konkreten Beispielen wird das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“ dargestellt. Im Einzelnen wird berichtet über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ neben Schloß Kransberg (Stammlager: Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar/Thüringen), damals als Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ ein Hauptquartier von Himmler und Göring; weiterhin über das KZ-Außenlager Merzhausen auf dem ehemaligen Flugplatz des Führerhauptquartiers (SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück) und über das KZ-Außenlager Hundstadt am Hasselborner Tunnel („Arbeitserziehungslager“ der Gestapo in Frankfurt-Heddernheim). Veranstalter: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der VHS Bad Homburg.
Seit langem wird diskutiert, wann und auf welchen Wegen das Christentum erstmals nach Germanien kam. Bereits 180 n. Chr. erwähnte Bischof Irenäus von Lyon christliche Gemeinden in den römischen Provinzen Ober- und Niedergermanien – danach aber blieb es still. Erst ein spektakulärer Fund aus Nida (Frankfurt-Heddernheim) liefert neue Hinweise. Der Kurs zeichnet ein Bild davon, wie die Anfänge der „Christianisierung“ im römischen Germanien ausgesehen haben könnten.
Dr. Jonathan Seim wird in seinem Vortrag darüber sprechen, wie wir in unserer Gemeinde konkret zum Klimaschutz beitragen können – beim Einkauf, in Initiativen oder an der Wahlurne. Er gibt einen Überblick über verschiedene Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, ordnet sie systematisch ein und veranschaulicht sie mit Praxisbeispielen. Der Vortrag lädt dazu ein, eigene Ideen zu entwickeln und gemeinsam vor Ort wirksam zu werden. Die kostenlose Webinar-Reihe „Klima und Wir“ ist Teil des Projekts „vhs goes green 2“ und vermittelt praxisnahes Wissen zu Klimawandel, Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Handeln. Sie wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima. Der Vortrag wird über die Plattform Slido übertragen. Sie gelangen über den folgenden Link zur Veranstaltung: https://app.sli.do/event/d5UaAH1UVpETsFJ3M6M5ia
Die Frau der 1920er Jahre – das waren hosentragende, kettenrauchende Flapper-Girls, die Tag und Nacht zu Jazzklängen ihre schlanken Beine schwangen … oder vielleicht doch nicht? Wie sah die Wirklichkeit der Weimarer Republik für Frauen aus, und was verrät uns die Mode der Goldenen Zwanziger über das Frauen(Selbst-) Bild jener Zeit?
Das Verhältnis von Kirche und NS-Staat war vielschichtig: Neben Widerstand gab es auch Momente von Übereinstimmung und Zusammenarbeit. Die Veranstaltung beleuchtet diese komplexen Wechselwirkungen und zeigt, warum einfache Kategorien dem historischen Geschehen nicht gerecht werden. Dabei werden auch die unterschiedlichen Positionen der großen christlichen Konfessionen sowie zentrale Ereignisse des sogenannten „Kirchenkampfs“ betrachtet.
Im Herbst 1988 reiste der junge Fotograf Andreas Varnhorn nach Prag – ein Jahr vor der „Samtenen Revolution“. Seine Kamera hielt Straßen, Gesichter und Szenen des Alltags fest – in einer Zeit, in der sich bereits Wandel ankündigte. 1993 kehrte er zurück und dokumentierte erneut das Leben der Menschen in einer Zeit voller Veränderungen. Die Aufnahmen zeigen die tschechoslowakische Hauptstadt zwischen Melancholie und Aufbruch: rollende Bierfässer und flanierende Passanten im Zentrum, Tristesse im Vorort und Plakate mit westlicher Werbung. Varnhorns Bilder sind Momentaufnahmen einer Stadt kurz vor und nach einem historischen Umbruch – leise, eindringlich und von großem dokumentarischen Wert. Ausstellungszeitraum: Mo, 27. April – Fr, 12. Juni 2026 Die Ausstellung kann im Foyer der vhs zu den Öffnungszeiten kostenfrei besucht werden. Hinweis: Am 28. Mai 2026 (Beginn um 19:30 Uhr) berichtet Andreas Varnhorn in der vhs unter dem Titel „Mit der Kamera am Eisernen Vorhang: Wie der Fotojournalist die Wendejahre erlebte“ über seine Erfahrungen in Osteuropa und zeigt weitere eindrucksvolle Aufnahmen dieser Zeit (Kurs Nr. B101226).
Ende des 7. Jahrhunderts begannen angelsächsische Missionare im Frankenreich zu wirken – obwohl Chlodwig und die Franken bereits 496 zum katholischen Glauben übergetreten waren und es längst eine kirchliche Struktur mit Bistümern und Bischöfen gab. Warum hielten die Angelsachsen eine neue Mission dennoch für notwendig? Wie reagierten die Franken auf diese Einflüsse? Und welche Teile der Führungsschicht sahen darin eher eine Bedrohung, welche eine Chance? Der Kurs geht diesen Fragen nach.
1908 begann man unter Oberbürgermeister Adickes, Frankfurt zu einem bedeutenden Binnenhafen auszubauen. Der damalige Westhafen war schon lange zu klein, und so schuf man bis 1923 auf den Brachflächen östlich der Stadt den Osthafen. Diese Anlage ließ auch die Bedeutung der benachbarten Hanauer Landstraße steigen und machte sie zu einer der wichtigsten Ausfallstraßen Frankfurts. Beides sind Orte, die selten auf dem Programm eines Frankfurt-Besuchs stehen, doch es lohnt, ihrer Geschichte und kontrastreichen Architektur nachzuspüren. Ein Rundgang erschließt den arbeitsreichen Osthafen ebenso wie das Idyll des Schwedlersees, führt zur überraschenden Kunstszene der „Hanauer“ und berichtet von neuer Urbanität wie dem Komplex „Living at the Docks“ des Stararchitekten Hadi Teherani. Und wem danach ist: zur Belohnung eine Gref Völsing!
Igor Kostin war einer der ersten Fotografen am Reaktor von Tschernobyl. Seine Aufnahmen, oft unter dramatischen Bedingungen entstanden, machten die Dimension der Katastrophe sichtbar und prägten das Bild der Weltöffentlichkeit. Der Vortrag erzählt von Kostins persönlicher Geschichte, von den Ereignissen des Unglücks und von der Strategie der sowjetischen Führung, die Folgen möglichst zu verschweigen. Im zeitlichen Umfeld des 40. Jahrestags bietet der Vortrag einen besonderen Zugang zu diesem einschneidenden Kapitel europäischer Zeitgeschichte, dessen Bilder bis heute nachwirken. In Kooperation mit Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus. Gefördert von Arbeit und Leben Hessen.
Im Tal der Könige ruhen die Pharaonen des Neuen Reiches – in kunstvoll angelegten Felsengräbern, deren Architektur und Bildsprache bis heute faszinieren. Der Vortrag zeigt, wie sich die Grabgestaltung im Laufe der Zeit veränderte und welche religiösen Vorstellungen sich in den Reliefs und Symbolen widerspiegeln. Anhand ausgewählter Beispiele wird deutlich, wie eng Architektur und Darstellung in der altägyptischen Welt miteinander verbunden waren.
Das Jahr 260 n.Chr. wird oft als Zeitpunkt gesehen, an dem Rom den obergermanisch-raetischen Limes mitsamt Hinterland aufgab und sich an Rhein und Donau zurückzog. Doch Schriftquellen und aktuelle archäologische Funde zeigen ein anderes Bild: Statt einer einfachen Räumung handelte es sich um eine tiefgreifende Neuordnung der Region. Der Kurs fragt nach den Gründen für diese Maßnahmen, nach ihrer zeitlichen Einordnung und danach, wer sie letztlich umsetzte.
Sie gelten als die Wegbereiter Roms: die Etrusker. Ein immer noch mit zahlreichen Rätseln behaftetes antikes Volk zwischen Nord- und Mittelitalien, deren heutige Kenntnis sich ausschließlich über Schriftquellen und reiches archäologisches Material zusammensetzt. Der Vortrag gibt einen kompakten Überblick über die Anfänge und die Blüte der Etrusker aus der Villanova-Kultur heraus bis hin zum Aufgehen in der römischen Eroberung Italiens. Auch die Entwicklung der lateinischen Sprache und Schrift sowie die neuesten archäologischen Entdeckungen werden angesprochen.
In den Böden hessischer Wälder und Felder schlummern zahlreiche Orte, an die sich längst keiner mehr erinnern kann. Im europäischen Spätmittelalter (etwa 1300-1500) wurden in Nord- und Mitteleuropa unzählige Siedlungen verlassen. Auch im Taunus verschwanden in dieser Zeit einige Dörfer. Die Gründe dafür lassen sich heute nur ansatzweise rekonstruieren. Klimatische Veränderungen, Hungersnöte und nicht zuletzt die Pest sind mögliche Erklärungen für dieses Phänomen… Von solchen wüstgefallenen Orten zeugen heute allenfalls steinerne Ruinen, wie die Landsteiner Kirchenruine. In den meisten Fällen existieren nur noch ihre Namen in mittelalterlichen Urkunden. Felix Burghardt und Alexander Maser gehen diesem Phänomen auf den Grund und geben Anreize, wie man sich auch selbst auf Spurensuche begeben kann. Auch in ihrem Geschichtspodcast „Hesstory“ (www.hesstory.de ) behandeln sie regelmäßig historische Themen mit Hessenbezug, dabei blicken sie auch über den „Bembelrand“ auf die deutsche und europäische Geschichte.
Reiseveranstalter: rundum Kultur, Frankfurt Die Floraliën in Gent ist die wohl großartigste Blumenkunstschau der Welt und mit ihrem Ursprung im Jahr 1809 auch eine der ältesten Veranstaltungen dieser Art. 2026 findet sie nach einer längeren Pause wieder statt und wird wie eh und je das Publikum begeistern. Da möchten wir nicht fehlen und nehmen das Ereignis zum Anlass, uns ein paar Tage in Belgiens Kunstlandschaft umzuschauen. Vom Standquartier in der schönen alten Stadt Mecheln besuchen wir in Gent nicht nur die Floraliën, sondern auch den berühmten Genter Altar und die prächtige, mittlerweile bestens restaurierte Altstadt dieser im Mittelalter so reichen und bedeutenden Stadt. Antwerpen wird mit seinem aufwendig restaurierten Königlichen Museum der Schönen Künste und der Kathedrale mit ihren großformatigen Rubensbildern ebenso auf unser Agenda stehen wie die Hauptstadt Brüssel, wo wir uns neben der Stadt im Allgemeinen dem Jugendstil im Besonderen widmen wollen. Darüber sei aber auch unser Standort Mecheln nicht vergessen: Dort werden wir Bekanntschaft mit der belgischen Bierkultur, der gotischen Rombouts-Kathedrale und der berühmten Manufaktur De Wit machen. REISETERMIN: Fr., 08.05. – Di., 12.05.2026 REISEPREIS PRO PERSON: 1.189 Euro im Doppelzimmer; 1.359 Euro im Einzelzimmer ABFAHRT vom Busbahnhof Bad Homburg, Bahnhofsvorplatz: (Die Uhrzeit wird rechtzeitig vorher bekannt gegeben) Zustieg in Frankfurt-Süd (Diesterwegplatz) ist möglich (wenn gewünscht, bitte bei Anmeldung angeben). ABLAUF DER REISE (Änderungen vorbehalten): Freitag, 8. Mai 2026 Von Bad Homburg erreichen auf direktem Weg Mecheln. Dort wollen wir uns zunächst der Manufaktur De Wit widmen. Die Manufaktur in einem ehemaligen Klosterhof ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für die Restaurierung historischer Teppiche, aber auch der Herstellung moderner textiler Kunstwerke. Wir bekommen einen Einblick in die Werkstätten und die Teppichsammlung. Ein Stadtrundgang macht uns mit der schönen Altstadt, in der unser Hotel liegt, bekannt, bevor wir dasselbe beziehen und den Tag mit einer Brauereibesichtigung nebst lokaltypischem Abendessen ausklingen lassen. Samstag, 9. Mai 2026 Der heutige Tag ist Gent gewidmet. Erster Anlaufpunkt werden die Hallen der Floraliën sein. Bei einem individuellen Rundgang erleben wir anspruchsvollste künstlerische Blumenarrangements in seltener Perfektion. Bei einem Rundgang durch das historische Zentrum sehen wir die alte flandrische Grafenburg, die berühmten alten Kais, den „Mammelokker“ und selbstverständlich als zweiten Höhepunkt des Tages das Wunderwerk der Brüder van Eyck, den Altar der Anbetung des Lammes. Danach geht es zurück nach Mecheln. Sonntag, 10. Mai 2026 Nach wenigen Kilometern erreichen wir Belgiens Hauptstadt Brüssel. Die Fülle des Sehenswerten zwingt zu einer Auswahl. Zunächst aber widmen wir uns der Stadt als „Gesamtkunstwerk“. Dazu zählt natürlich die Grand Place, das königliche Viertel auf dem Koudenberg, die höchst ungewöhnliche Kirche Sacre Cœur auf dem Kockelberg und der gewaltige Justizpalast. Besondere Aufmerksamkeit wollen wir aber zwei Stationen widmen: dem Wohnhaus des Jugendstilarchitekten Victor Horta sowie dem Magritte-Museum, das neben vielen originalen Werken des Surrealisten auch eine große Zahl von Filmen des Meisters präsentiert. Rückfahrt ins Hotel nach Mecheln Montag, 11. Mai 2026 Belgiens Tor zur Welt ist unbestritten Antwerpen. Heute ist es wieder einer der bedeutendsten Hafenstädte Europas, fast so wie im späten Mittelalter, als es die wichtigste und reichste Hafenstadt Nord-und Westeuropas war. Davon künden heute noch zahlreiche Bauwerke wie die Kathedrale mit ihren fantastischen Rubens-Werken, eine der größten Kirchen der Welt, sowie eine Reihe stolzer Bürgerhäuser. Wir lernen die Stadt bei einer Kombination aus Rundfahrt und -gang kennen. Höhepunkt wird aber sicher der Besuch des Königlichen Museums der Schönen Künste sein. Nach gut 10 Jahren Renovierung ist es seit drei Jahren wieder geöffnet und zeigt einen Teil seiner fast 8.000 Gemälde umfassenden Sammlung. Zurück zur letzten Nacht in Mecheln. Dienstag, 12. Mai 2026 Die Rückfahrt unterbrechen wir für einen Rundgang durch die älteste Universitätsstadt Belgiens Löwen. Herausragend unter den vielen prächtigen historischen Bauten ist vor allem das Rathaus, das eher wie ein riesiger Reliquienschrein aussieht, als dass es den allgemeinen Vorstellungen von einem Rathaus entspricht. Außerdem besichtigen wir eine Einrichtung, die für die historischen Niederlande sehr wichtig war: einen Beginenhof. In Löwen gibt es nicht nur den größten, sondern auch den am besten erhaltenen dieser Höfe. Danach auf direktem Wege nach Bad Homburg. HOTEL: ****Novotel Centrum in Mecheln (https://novotelmechelencentrum.com-hotel.com/de/ ) Van Beethovenstraat 1, 2800 Mechelen, Belgien ENTHALTENE LEISTUNGEN: - 4 Übernachtungen und Frühstücksbüffet im ****Novotel Centrum in Mecheln - Fahrt mit dem Reisebus der Firma Pitz - Durchgängige Reiseleitung und örtliche Führungen (sofern erlaubt) durch den Kunsthistoriker Thomas Huth - Eintritte und Führungen laut Programm - Abendessen und kleine Bierprobe in der Braurei Het Anker Mecheln Nicht enthaltene Leistungen: ! Die Bettensteuer der Stadt Mecheln wird auf dem Rückweg in bar eingesammelt. Ihre Höhe für das Jahr 2026 steht noch nicht exakt fest ! MINDESTTEILNEHMERZAHL: 18 Reiserücktrittsversicherung: Abschluss – mit oder ohne Selbstbeteiligung – auf Anfrage über rundum kultur möglich (Mail: info@rundum-kultur.de / Tel.: 069 50696715) Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte schriftlich. Das Anmeldeformular steht anbei zum Download bereit, wir schicken es Ihnen aber auch gerne zu (mohn@vhs-badhomburg.de, Tel.: 06172/9257-18). Es gelten die AGB des Reiseveranstalters (rundum Kultur, Frankfurt) – siehe S. 2 des Anmeldeformulars. Die VHS ist Vermittler der Reise und trägt das Anmeldeverfahren.
Nero, letzter Kaiser der julisch-claudischen Dynastie, gilt als eine der schillerndsten und umstrittensten Gestalten der römischen Geschichte. Mit politischem Machthunger, künstlerischem Ehrgeiz und endloser Grausamkeit prägte er die Figur eines Kaisers, die bis heute abstößt, provoziert und zugleich fasziniert. Sein Charakterbild entstand bereits bei den Historikern der römischen Antike, wird jedoch heute in der Geschichtswissenschaft mehr und mehr revidiert. Die Veranstaltung zeigt beides bilderreich und anschaulich auf.